Schlacht von Falkirk (1746)

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Die Schlacht bei Falkirk vom 17. Januar 1746 zwischen Truppen der britischen Krone und der Armee der Jakobiten unter Prinz Charles Edward Stuart fand während des schottischen Jakobitenaufstands von 1745 südwestlich von Falkirk in Schottland statt und endete mit einem Sieg der Jakobiten.

Nach der Niederlage der britischen Regierungstruppen in der Schlacht bei Prestonpans war General John Cope abgelöst und durch Generalleutnant Henry Hawley als Oberbefehlshaber ersetzt worden. Nach ihrem Sieg war die von Charles Edward Stuart geführte Jakobitenarmee nach England einmarschiert und bis Derby vorgestoßen, musste sich dann aber vor zahlenmäßig weit überlegenen Regierungstruppen nach Schottland zurückziehen.

„Bonnie Prince Charlie“ schloss sich mit seiner weitgehend aus Hochländern bestehenden Armee den Truppen an, die das von einer Garnison unter Generalmajor Blakeney verteidigte Stirling Castle belagerten. General Hawley marschierte mit insgesamt etwa 7.000 Mann aus Edinburgh ab, um Blakeney zu befreien. Am 17. Januar 1746 beobachteten die Vorhuten der Regierungsarmee, wie sich die von Lord George Murray geführten Jakobiten mit etwa 5.000 Mann auf dem Falkirk Muir zum Kampf aufstellten, einer ebenen Fläche südwestlich des Ortes. Hawley wurde aus seinem Quartier geholt und ritt so eilig in das Lager der Regierungstruppen, dass er vergaß, seine Serviette abzunehmen. Das Wetter war sehr schlecht, es regnete und war dunkel.

Weil Hawley glaubte, dass die Hochländer seiner Kavallerie nicht standhalten würden, formierte er seine Truppen so, dass drei Dragonerregimenter die Frontlinie auf seinem linken Flügel bildeten. Die Artillerie war im Schlamm steckengeblieben und nahm nicht am Kampf teil. Hawley befahl den Dragonern, anzugreifen. Die Hochländer empfingen sie mit einer Musketensalve, woraufhin sich die drei Regimenter auflösten und flohen. Die Hochländer griffen nun die in zwei Linien aufgestellte Infanterie an und schlugen sie ebenfalls in die Flucht, bis auf drei Regimenter, die zusammenhielten und die Nachhut beim Rückzug der Regierungstruppen in Richtung Edinburgh bildeten. Diese Soldaten schleppten auch die stehen gebliebenen Geschütze mit, um sie nicht in die Hände der Feinde fallen zu lassen. Die Schlacht hatte nur 20 Minuten gedauert. Die Hochländer hatten lediglich 40 Gefallene, etwa 80 Verwundete und einen Gefangenen zu beklagen. Die mit Sicherheit wesentlich höheren Verluste der Regierungstruppen sind nicht bekannt. Der Sieg verschaffte den Jakobiten einen letzten Aufschub, bis die Schlacht bei Culloden am 16. April 1746 den endgültigen Zusammenbruch ihres Aufstands bewirkte.

Siehe auch: Liste der Kriege, Liste von Schlachten

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