Schwarze Sonne (Vogelflug)

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Die „Schwarze Sonne“ kann jährlich im Herbst und Frühling im Südwesten Jütlands beobachtet werden, wenn sich Millionen von Staren über den Marschen sammeln.

Der Begriff Schwarze Sonne, dänisch Sort sol, bezeichnet ein Naturphänomen im Südwesten der dänischen Halbinsel Jütland (Region Syddanmark) auf dem Gebiet der heutigen Großgemeinden Tønder und Esbjerg und in dem zu Deutschland gehörenden Kreis Nordfriesland.

Das Ereignis ist im Frühjahr und Herbst zu beobachten, wenn tausende Zugvögel/Durchzügler (insbesondere Stare) aus den Brutgebieten in Skandinavien und dem Ostseeraum sich auf ihrem Weg aus oder zu ihren südlichen Überwinterungsquartieren auf dem Marschland bei den Städten Tønder, Ribe, Niebüll oder auf bzw. bei der Insel Rømø gegen Sonnenuntergang einen Rastplatz suchen, bei Sonnenaufgang zum Weiterflug in die Luft aufsteigen, um sich zu einem Schwarm zu formieren oder bei Gefahr durch Raubtiere (beispielsweise Füchse oder Greifvögel) zur Flucht oder Abwehr in die Luft steigen.

Flugformation von Staren bei Tønder.

Bei diesen Flugformationen der Vogelschwärme, gelegentlich auch als „Luftballett“ bezeichnet, wird die Sonne teilweise verdunkelt, was den Begriff erklärt.[1][2][3][4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sort Sol - En stærk naturoplevelse. Rømø-Tønder Turistforening, abgerufen am 6. Dezember 2013.
  2. Schwarze Sonne. Gemeinde Neukirchen (Nordfriesland), abgerufen am 6. Dezember 2013.
  3. Erleben Sie einzigartige Natur. Esbjerg Kommune, abgerufen am 6. Dezember 2013.
  4. Dieter Wrege: Schwärme am Himmel und am Boden. Nordfriesland Tageblatt vom 7. Oktober 2011, abgerufen am 6. Dezember 2013.