Kreis Nordfriesland

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Kreises Nordfriesland Deutschlandkarte, Position des Kreises Nordfriesland hervorgehoben54.4770199.051147Koordinaten: 54° 29′ N, 9° 3′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Verwaltungssitz: Husum
Fläche: 2.048,61 km²
Einwohner: 162.237 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 79 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: NF
Kreisschlüssel: 01 0 54
Kreisgliederung: 133 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Marktstraße 6
25813 Husum
Webpräsenz: www.nordfriesland.de
Landrat: Dieter Harrsen (WG NF)
Lage des Kreises Nordfriesland in Schleswig-Holstein
Bremerhaven (zu Freie Hansestadt Bremen) Niedersachsen Freie und Hansestadt Hamburg Freie und Hansestadt Hamburg Mecklenburg-Vorpommern Helgoland (zu Kreis Pinneberg) Königreich Dänemark Kreis Nordfriesland Flensburg Kiel Neumünster Lübeck Kreis Herzogtum Lauenburg Kreis Stormarn Kreis Segeberg Kreis Ostholstein Kreis Pinneberg Kreis Steinburg Kreis Dithmarschen Kreis Schleswig-Flensburg Kreis Plön Kreis Rendsburg-EckernfördeKarte
Über dieses Bild

Der Kreis Nordfriesland (plattdeutsch: Noordfreesland, dänisch: Nordfrisland, friesisch: Nordfraschlönj/Nordfriislon/Nuurdfriisklun) ist der nördlichste Landkreis Deutschlands. Gemessen an seiner Fläche ist er der drittgrößte Kreis Schleswig-Holsteins. Zugleich ist Nordfriesland Heimat der Minderheiten der Nordfriesen und Dänen. Mit gleich fünf traditionell im Kreisgebiet gesprochenen Sprachen (Deutsch, Plattdeutsch, Dänisch, Südjütisch und Nordfriesisch) ist Nordfriesland der sprachenreichste Kreis Deutschlands.

Der Kreis ist nicht identisch mit der kultur-geografischen Region Nordfriesland, die das historische Siedlungsgebiet der hier eingewanderten Friesen umfasst und etwa ein Drittel kleiner als das Gebiet des heutigen Kreises ist, daneben aber noch die politisch zum Kreis Pinneberg gehörende Insel Helgoland umfasst [2].

Ferner ist er zu unterscheiden vom Landkreis Friesland im Nordwesten von Niedersachsen.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Der Kreis Nordfriesland liegt im Nordwesten Schleswig-Holsteins. An den Kreis angrenzende Gebietskörperschaften sind die dänischen Kommunen Tønder und Aabenraa im Norden, der Kreis Schleswig-Flensburg (der Fluss Treene bildet teilweise die natürliche Grenze) im Osten, sowie im Süden der Kreis Dithmarschen (die Eider bildet hier die natürliche Grenze). Westlich begrenzt den Kreis die Küstenlinie der Nordsee. Die im Wattenmeer liegenden Nordfriesischen Inseln und Halligen sind ebenfalls Bestandteil des Kreisgebiets. Die Nordspitze der Insel Sylt, der Ellenbogen, ist der nördlichste Punkt Deutschlands. Die höchsten Erhebungen sind der Sandesberg in der Gemeinde Ostenfeld mit 54 m ü. NN und die Uwe Düne in Kampen auf Sylt mit 52,5 m ü. NN.

Geologie[Bearbeiten]

Der Kreis hat, geomorphologisch gesehen, Anteile an den folgenden Naturräumen:

Das Wattenmeer wird trotz seiner geologischen Eigenheit und ausgedehnten Fläche nicht als eigener Naturraum angesehen.

Marsch in Eiderstedt

Die Inselwelt des Wattenmeeres ist in weiten Bereichen Überbleibsel ehemals untergegangenen Kulturlandes (siehe: Uthlande). Der Küstenstreifen ist nach einem vom Küstenmorphologen Hartmut Valentin konzipierten Schema[3] eine im Verhältnis mehrheitlich zurückgewichene Küste. Die Inseln lassen sich einteilen in Geestkerninseln (Sylt, Amrum und Föhr), die Marschinsel Pellworm, die aus Marsch bestehende Halbinsel Nordstrand und die ebenfalls aus Marsch bestehenden Halligen. Die Halbinsel Eiderstedt bildet den Südteil des Kreises. Das nordfriesische Wattenmeer ist Teil des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer.

Die Geographie des Kreises wurde in ihren Grundzügen durch die Eiszeiten geprägt. Besonders die Küstenlinie aber verändert sich dynamisch, wobei anders als im südlichen Kreis Dithmarschen trotz menschlicher Landgewinnung in den letzten Jahrhunderten mehr Land an die See verloren ging als zurückgewonnen werden konnte. Besonders Sturmfluten wie die Zweite Marcellusflut 1362 (Grote Mandränke) überfluteten weite Marschgebiete und rissen diese ins Meer. Ihr fiel auch der Ort Rungholt zum Opfer.

In Nordfriesland gibt es 33 Naturschutzgebiete, die 9,21 % der Landfläche einnehmen. Von den insgesamt 441.000 Hektar des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer liegen 176.290 Hektar auf nordfriesischem Gebiet.

Geestkerninseln[Bearbeiten]

Die Inseln Sylt, Föhr und Amrum sind weitgehend auf eiszeitlichen Geestkernen aufgebaut. Die höchsten Erhebungen auf Sylt und Amrum sind Dünen. Dazu haben die drei Inseln Marschflächen, von denen die meisten eingedeicht sind.

Marschinseln und Halligen[Bearbeiten]

Ockelützwarft auf Hallig Hooge

Die Marschinseln und Halligen haben keinen Geestkern, sondern bestehen nur aus der später entstandenen Marsch. Land und Meer sind hier in ständiger Bewegung. Besonders die Flächen im Bereich der ehemaligen Insel Strand verändern sich ständig. Seit dem Deichschluss am Beltringharder Koog besteht das Gebiet aus der nunmehrigen Halbinsel Nordstrand, der Insel Pellworm und den Halligen Langeneß, Oland, Gröde, Habel, Hamburger Hallig, Nordstrandischmoor, Hooge, Norderoog, Süderoog und Südfall. Dem Gebiet ist eine Linie aus Sanden vorgelagert, die mit dem einen Kilometer breiten Amrumer Kniepsand beginnt, sich über diverse Sande im Meer wie den Norderoogsand und den Süderoogsand erstreckt und im weiten Sandstrand von Sankt Peter-Ording ausläuft. Durch das Wattenmeer verlaufen in diesem Gebiet zahlreiche bis zu 20 Meter tiefe Wattströme, die das Watt und das Fundament von Halligen und Inseln angreifen. Bedeutendster davon ist die Hever zwischen Nordstrand und Eiderstedt (Süderhever) sowie Nordstrand und Pellworm (Norderhever). Der Nordteil des Stroms bildete sich erst nach der Burchardiflut und trug maßgeblich dazu bei, die beiden Teile Alt-Nordstrands auseinanderzureißen. Da er weiter eine starke Strömung hatte, gab es Bestrebungen des Küstenschutzes, wieder einen Damm zwischen Nordstrand und Pellworm zu errichten, um den Strom zu durchdämmen. In den letzten Jahren hat er sich aber beruhigt, so dass das Projekt im aktuellen Generalplan Küstenschutz (Stand: 2005) nicht mehr umgesetzt werden soll.

Marschgebiete auf dem Festland[Bearbeiten]

Landschaft auf Eiderstedt

Die Nordfriesische Marsch reicht von der dänischen Grenze bis Hattstedt-Schobüll, wo ein Teil der Geest direkt an die Nordsee grenzt. Nach Westen wird sie vom Meer, nach Osten von der Geest begrenzt. Die Marsch liegt tief, größtenteils knapp unter dem Meeresspiegel. Sie entstand im Wechsel zwischen Eis- und Warmzeiten aus der sogenannten Nordfriesischen Rinne zwischen zwei Altmoränen, der heutige Geest im Osten und den Geestinseln im Westen. Bis in die Frühe Neuzeit hinein bestand das heutige Marschgebiet aus einer Vielzahl von Inseln und Halligen, die sich durch Landgewinnung und Sturmfluten in stetiger Veränderung befanden. Durch ihre Entstehungsgeschichte sind die älteren Böden im Gegensatz zu den weiter südlich gelegenen Marschgebieten wenig fruchtbar und eignen sich fast nur zur Grünlandwirtschaft. Die Besiedlung startete hier wegen der großen Flutanfälligkeit ebenfalls später als in Eiderstedt und Dithmarschen.

Die Eiderstedter Marsch liegt südlich des Geestvorsprungs bei Hattstedt-Schobüll. Sie ist landschaftlich jünger als die nordfriesische Marsch. Ein Großteil des Landes wurde erst durch Landgewinnung erschaffen, die die drei Inseln, aus denen Eiderstedt bestand, zu einer Halbinsel verband. Jüngster Koog ist das Naturschutzgebiet Katinger Watt. Die Marschgebiete werden an der Seeseite durch zwei kilometerbreite Sande begrenzt, im Süden liegt die Eider, im Südosten schließt die Marsch an die Eider-Treene-Niederung an, im Norden liegt die Nordfriesische Marsch. Die Eiderstedter Marsch ist von mehreren früheren Nehrungen durchzogen, auf denen die meisten Ortschaften liegen. Das Gebiet besitzt fruchtbare Böden. Zusammen mit der mittlerweile größtenteils ans Meer verlorenen Insel Alt-Nordstrand war Eiderstedt die Kornkammer der Gottorfer Herzöge. Das Gebiet liegt etwas höher als die nordfriesische Marsch, so dass hier eine natürliche Entwässerung möglich ist.

Geestgebiete auf dem Festland[Bearbeiten]

Zur Schleswigschen Geest zählen die Lecker Geest und südlich davon die Bredstedt-Husumer Geest. Weiter südöstlich liegt die zur Geest gehörende Eider-Treene-Niederung.

Klima[Bearbeiten]

Nordfriesland liegt im atlantischen Klimabereich. Der Kreis ist im Sommer verglichen mit anderen Gegenden Deutschlands vergleichsweise kühl, im Winter vergleichsweise warm, wobei sich das atlantische Klima auch im Kreisgebiet merklich von Ost nach West stärker ausprägt. Gibt es in der Geest noch etwa 190 frostfreie Tage im Jahr, sind es auf den Inseln schon 220 Tage. In den Marschen tritt Frost nur selten vor Ende Oktober und ebenso selten nach Mitte April auf.

Das Niederschlagsminimum liegt von Februar bis Juni bei 40 mm/Monat, während von August bis Oktober etwa 80 mm/Monat fallen. Dabei fällt im Sommerhalbjahr auf den Inseln, der Marsch und Eiderstedt deutlich weniger Niederschlag als auf der Geest. Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit ist mit 7 Meter/Sekunde auf den Inseln sehr hoch, auch im restlichen Kreisgebiet deutlich höher als in den meisten Regionen Deutschlands!

Geschichte[Bearbeiten]

Zur Vorgeschichte des Kreises Nordfriesland siehe Nordfriesland#Geschichte.

Die Geschichte von Nordfriesland als politischer und verwaltungsmäßiger Einheit nahm mit den Diskussionen Ende der 1960er Jahre und der darauf folgenden vorbereitenden Planung der Kreisreform von 1970 konkretere Form an. Nachdem Pläne zur Bildung eines solchen Kreises bereits in den 1920er Jahren erstmals durch den Nordfriesischen Verein für Heimatkunde und Heimatliebe diskutiert wurden, flammten diese im Nachkriegsdeutschland wieder auf. Im Herbst 1968 wurde in einem Gutachten vorgeschlagen, die Kreise Südtondern, Husum und Eiderstedt zu einem Großkreis zusammenzufassen.[4] Diese Vereinigung stand im Zusammenhang mit einer Kreisreform, die ganz Schleswig-Holstein betraf und die zum Ziel hatte, die Anzahl der Kreise zu senken.

Die daraufhin erfolgten Diskussionen in den politischen und bürgerlichen Kreisen der drei Vorgängerkreise zeigten aber unterschiedliche Bilder. Auf beiden Seiten befürworteten lediglich die Vertreter des Kreises Husum diesen Zusammenschluss, sahen die Pläne doch vor, dass Husum Kreisstadt bleiben sollte. Anders sah es aber in den beiden Nachbarkreisen aus. Im damals einwohnerärmsten schleswig-holsteinischen Kreis Eiderstedt wünschten sich die politischen Vertreter einen Anschluss an den Kreis Dithmarschen, der jedoch mehrheitlich von der Bevölkerung abgelehnt wurde. Im nördlichen Nachbarkreis Südtondern verlief die Auseinandersetzung besonders eng. Auf politischer Seite stimmte der Kreistag mit den Stimmen der Parteien CDU, SPD und FDP gegen eine Zusammenlegung. Lediglich die beiden Vertreter des SSW, Carsten Boysen und Ernst Meyer, sprachen sich für die Reform aus. Auf bürgerschaftlicher Seite wurde eine Bürgeraktion Gerechtigkeit für Südtondern gegründet. Die meisten hofften darauf, die Eigenständigkeit halten zu können. Als Kompromiss wurde lediglich die Alternative genannt, wonach Südtondern höchstens mit dem Kreis Husum (ohne Eiderstedt) zusammengeführt werden und Niebüll Kreisstadt bleiben sollte.[4]

Verantwortlich für die Neugliederung war schließlich das Abstimmungsergebnis im Schleswig-Holsteinischen Landtag. Hier wurde die Entscheidung zugunsten des im Gutachten empfohlenen Regionszuschnitt getroffen. Trotz der Gegenstimme des Südtonderaner CDU-Wahlkreisabgeordneten und verschiedener SPD-Oppositionspolitiker erhielt der Gesetzesvorschlag die Mehrheit von einer Stimme. Es war die des nordfriesischen SSW-Abgeordneten Berthold Bahnsen. Somit war die nordfriesische Kreisbildung also nicht durch freien Entschluss der Nordfriesen selbst herbeigeführt worden. Im Zusammenhang mit einer Kommunalwahl wurden die Kreise wie geplant am 26. April 1970 zusammengelegt. . Die drei Kreise Eiderstedt, Husum und Südtondern (bis auf sechs Gemeinden) sowie drei Gemeinden des vormaligen Kreises Schleswig wurden zum neuen „Kreis Nordfriesland“ mit Sitz in Husum vereinigt.[4]

Das Kreishaus in Husum

Auf einer Teilfläche des frei gewordenen Geländes des traditionsreichen Husumer Viehmarkts entstand das neue zentrale Verwaltungsgebäude mitsamt Besucher- und Mitarbeiterparkplätzen.

Bei den Kreistagswahlen 1978 kamen im Kreis Nordfriesland und im Kreis Steinburg zum ersten Mal in Deutschland Grüne Listen, die Vorläufer von Bündnis 90/Die Grünen, über die Fünf-Prozent-Hürde.[5]

Seit 2004 ist der Kreis Nordfriesland anerkannte Optionskommune für Leistungen nach dem SGB II. Hierzu wurden in Westerland, Wyk auf Föhr, Leck, Niebüll, Breklum, Husum und Tönning Sozialzentren eingerichtet.

Politik[Bearbeiten]

Landräte[Bearbeiten]

Folgende Personen waren seit der Kreisbildung Leiter der Verwaltung:

Kreistag[Bearbeiten]

Die politische Ausrichtung des Kreises wird durch den Kreistag bestimmt. Das Gremium wird routinemäßig alle fünf Jahre im Rahmen der schleswig-holsteinischen Kommunalwahl neu bestimmt. In der gegenwärtigen Wahlperiode hält die CDU 21 von 52 Sitzen, die SPD 12 Sitze, die Wählergemeinschaft Nordfriesland 5 Sitze, Bündnis 90/Die Grünen 5 Sitze, der SSW 5 Sitze, die FDP 2 Sitze und die Piratenpartei sowie Die Linke je einen Sitz. Eigentlich umfasst der Kreistag lediglich 45 Sitze, doch wegen Überhangmandaten sind es in der aktuellen Wahlperiode 7 Sitze mehr.

Bei der Kommunalwahl im Mai 2013 erreichte die CDU 39,6 Prozent. Die SPD kam auf 24,1 Prozent. Die Wählergemeinschaft Nordfriesland erreichte 10,5 Prozent. Die Grünen kamen auf 9,9 Prozent. Der SSW erhielt 9,2 Prozent der Stimmen, die FDP kam auf 3,7 Prozent. Die Piratenpartei erhielt 1,8 Prozent, während Die Linke 1,3 Prozent erzielten.

Weitere bedeutsame politische Ämter[Bearbeiten]

Im Bereich des Kreises Nordfriesland gibt es seit der Landtagswahl 2012 zwei Wahlkreise (vorher drei). Es handelt sich um die Wahlkreise Südtondern und Husum. Direkt gewählte Abgeordnete sind die beiden CDU-Abgeordnetem Astrid Damerow (Südtondern) und Klaus Jensen (Husum).

Im Bundestag werden die Interessen des Kreises durch den direkt gewählten Abgeordneten des Wahlkreises 2 (Nordfriesland-Dithmarschen Nord) vertreten. In der gegenwärtigen Wahlperiode ist dies Ingbert Liebing (CDU). In Peter Harry Carstensen hatte er einen prominenten Vorgänger. Dieser von Nordstrand stammende Abgeordnete gab das Mandat zugunsten seines Ministerpräsidentenpostens in Schleswig-Holstein ab.

Wappen und Flagge[Bearbeiten]

Die Flagge des Kreises

Blasonierung: „In Blau drei goldene dreimastige Schiffe im Stil des 16. Jahrhunderts in der Stellung 2 : 1 mit goldenen Segeln und roten Wimpeln; auf den Großsegeln je ein rotes Beizeichen (1. Pflug, 2. Fisch, 3. Stierkopf).“[7]

Das Wappen beruht mit Modifikationen auf dem historischen Wappen von 1613 des alten Kreises Eiderstedt. Es entstand 1970 bei der Zusammenlegung der drei Kreise Südtondern, Husum und Eiderstedt und ist in den friesischen Farben Blau, Gold und Rot gehalten. Die drei Schiffe symbolisieren dabei sowohl die friesische Einheit als auch die Bedeutung, die Meer und Schifffahrt immer für den Kreis hatten. Pflug und Stierkopf stehen für die Landwirtschaft im Kreis, der Fisch für den Fischfang. Pflug und Stierkopf stammen dabei ebenfalls aus dem Eiderstedter Wappen, der Pflug war auch im Husumer Wappen. Der Fisch wurde vom Sylter Hering, dem Symbol der Insel Sylt übernommen.

Blasonierung: „In der Mitte eines blauen, oben und unten von je zwei schmalen Streifen, einem äußeren roten und einem inneren goldenen, eingefassten Feldes die drei Schiffe des Wappens (2 : 1), etwas zur Stange hin verschoben.“[7]

Partnerschaften[Bearbeiten]

Offizielle politische Partnerschaften zu anderen Kreisen bestehen nicht. Dafür pflegt man eine Patenschaft zu den polnischen Gebietskörperschaften der Insel Wollin, Cammin und dem Netzekreis


Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

(Einwohner am 31. Dezember 2012[8])

Amtsfreie Gemeinden/Städte

Ämter mit amtsangehörigen Gemeinden/Städten (* = Sitz der Amtsverwaltung)

  1. Kirchspiel Garding (389)
  2. Garding*, Stadt (2489)
  3. Grothusenkoog (23)
  4. Katharinenheerd (164)
  5. Kotzenbüll (227)
  6. Norderfriedrichskoog (48)
  7. Oldenswort (1228)
  8. Osterhever (234)
  9. Poppenbüll (230)
  10. Sankt Peter-Ording (3781)
  11. Tating (932)
  12. Tetenbüll (637)
  13. Tümlauer-Koog (111)
  14. Vollerwiek (196)
  15. Welt (215)
  16. Westerhever (118)
  1. Alkersum (434)
  2. Borgsum (334)
  3. Dunsum (67)
  4. Midlum (401)
  5. Nebel (932)
  6. Nieblum (587)
  7. Norddorf auf Amrum (570)
  8. Oevenum (457)
  9. Oldsum (543)
  10. Süderende (196)
  11. Utersum (415)
  12. Witsum (41)
  13. Wittdün auf Amrum (739)
  14. Wrixum (661)
  15. Wyk auf Föhr*, Stadt (4242)
  1. Hörnum (Sylt) (863)
  2. Kampen (Sylt) (516)
  3. List auf Sylt (1561)
  4. Wenningstedt-Braderup (Sylt) (1403)
  1. Ahrenshöft (494)
  2. Almdorf (539)
  3. Bargum (590)
  4. Bohmstedt (726)
  5. Bordelum (2001)
  6. Bredstedt*, Stadt (5100)
  7. Breklum (2333)
  8. Drelsdorf (1244)
  9. Goldebek (358)
  10. Goldelund (407)
  11. Högel (474)
  12. Joldelund (750)
  13. Kolkerheide (55)
  14. Langenhorn (3111)
  15. Lütjenholm (330)
  16. Ockholm (332)
  17. Sönnebüll (277)
  18. Struckum (969)
  19. Vollstedt (179)
  1. Arlewatt (327)
  2. Drage (612)
  3. Elisabeth-Sophien-Koog (41)
  4. Fresendelf (96)
  5. Hattstedt (2551)
  6. Hattstedtermarsch (295)
  7. Horstedt (739)
  8. Hude (175)
  9. Koldenbüttel (921)
  10. Mildstedt* (3781)
  11. Nordstrand (2243)
  12. Oldersbek (642)
  13. Olderup (443)
  14. Ostenfeld (Husum) (1536)
  15. Ramstedt (435)
  16. Rantrum (1719)
  17. Schwabstedt (1321)
  18. Seeth (603)
  19. Simonsberg (791)
  20. Süderhöft (20)
  21. Südermarsch (158)
  22. Uelvesbüll (284)
  23. Winnert (711)
  24. Wisch (113)
  25. Wittbek (800)
  26. Witzwort (1023)
  27. Wobbenbüll (461)
  1. Gröde (11)
  2. Hallig Hooge (109)
  3. Langeneß (134)
  4. Pellworm (1177)
  1. Achtrup (1504)
  2. Aventoft (489)
  3. Bosbüll (200)
  4. Braderup (658)
  5. Bramstedtlund (205)
  6. Dagebüll (920)
  7. Ellhöft (103)
  8. Emmelsbüll-Horsbüll (943)
  9. Enge-Sande (1122)
  10. Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog (187)
  11. Galmsbüll (641)
  12. Holm (77)
  13. Humptrup (727)
  14. Karlum (209)
  15. Klanxbüll (936)
  16. Klixbüll (948)
  17. Ladelund (1381)
  18. Leck (7628)
  19. Lexgaard (57)
  20. Neukirchen (1234)
  21. Niebüll*, Stadt (9683)
  22. Risum-Lindholm (3627)
  23. Rodenäs (419)
  24. Sprakebüll (235)
  25. Stadum (1008)
  26. Stedesand (850)
  27. Süderlügum (2269)
  28. Tinningstedt (248)
  29. Uphusum (376)
  30. Westre (374)
  1. Ahrenviöl (520)
  2. Ahrenviölfeld (236)
  3. Behrendorf (553)
  4. Bondelum (187)
  5. Haselund (920)
  6. Immenstedt (670)
  7. Löwenstedt (641)
  8. Norstedt (415)
  9. Oster-Ohrstedt (618)
  10. Schwesing (918)
  11. Sollwitt (288)
  12. Viöl* (2096)
  13. Wester-Ohrstedt (1055)

Politische Kreiskarte[Bearbeiten]

Übersicht

Gebietsveränderungen[Bearbeiten]

Bei Gemeinden[Bearbeiten]

Bei Ämtern[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Otto Fischer: Nordfriesland. Reimer, Berlin 1955 (Das Wasserwesen an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste, Teil III, Band 2).
  • Nordfriisk Instituut (Hrsg.): Geschichte Nordfrieslands. Boyens, Heide 1995, ISBN 3-8042-0759-6.
  •  Nicolas Peters, Mathias Peters: Kaart van Noord-Friesland in Sleeswijk (Duitsland) in 1651 (links) en 1240 (rechts). Historische Landkarte aus dem Bestand des Nederlands Scheepvaartmuseum, Amsterdam. Husum 1664 (Originaltitel: FRISIA BOREALIS IN DVCATV SLESWICENSI sive FRISIA CIMBRICA Anno 1651; FRISIA BOREALIS IN DVCATV SLESWICENSI Anno 1240. Frisia Cimbrica Antiqu) (Kaart van Noord-Friesland in Sleeswijk, abgerufen am 24. Mai 2010).
  • Thomas Steensen (Hrsg.): Das große Nordfriesland-Buch. Ellert & Richter, Hamburg 2000.
  • Thomas Steensen: Im Zeichen einer neuen Zeit. Nordfriesland 1800 bis 1918. Nordfriisk Instituut, Bräist/Bredstedt 2005.
  • Thomas Steensen: Geschichte Nordfrieslands von 1918 bis in die Gegenwart. Nordfriisk Instituut, Bräist/Bredstedt 2006.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nordfriesland – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2012 (XLS-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Die Karte des Interfriesischen Rates (PDF; 981 kB) veranschaulicht das nordfriesische Sprach und Siedlungsgebiet im Verhältnis zu den Grenzen des Kreises Nordfriesland
  3. * Hartmut Valentin: Die Küsten der Erde. Beiträge zur allgemeinen und regionalen Küstenmorphologie (= Petermanns geographische Mitteilungen. Ergänzungsheft. Nr. 246, ISSN 0138-3094). Perthes, Gotha 1952.
  4. a b c Thomas Steensen: Nordfriesland im 19. und 20. Jh. In: Nordfriisk Instituut (Hrsg.): Geschichte Nordfrieslands. Heide 1995, S. 429–435
  5. Thomas Steensen: 19. und 20. Jahrhundert. In: Geschichte Nordfrieslands. 2. Auflage, Heide 1996; S. 427
  6. Kreis Nordfriesland: Ergebnis Kreiswahl 2013
  7. a b Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  8. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2012 (XLS-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011)