Schweizer Filmarchiv

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Das Schweizer Filmarchiv, in der ganzen Schweiz auch als Cinémathèque suisse bekannt, ist eine private, gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Lausanne. Sie sammelt, konserviert, restauriert und erschliesst das Filmgut der Schweiz (Film-, Bild- und Printmedienarchiv).

Die Cinémathèque Suisse hat ihren Ursprung im am 1. Oktober 1943 in Basel gegründeten Schweizerischen Filmarchiv und wurde am 3. November 1948 in Lausanne gegründet. Im Mai 1949 wurden die Bestände des Schweizerischen Filmarchives mit zwei Lastwagen von Basel nach Lausanne transportiert. Im Jahre 1950 erhielt das Filmarchiv eine erste Subvention der Stadt Lausanne, die ihm auch Räumlichkeiten zur Deponierung der Filme zur Verfügung stellte. Von den kulturellen Kreisen blieb aber jegliche Unterstützung aus, der Kanton Waadt wollte von dieser Institution damals nichts wissen und der Eidgenossenschaft fehlten die gesetzlichen Grundlagen für ein Engagement. Die Schulden nahmen bedrohliche Ausmasse an.

Im Jahre 1951 stiess der Journalist und Kunstkritiker Freddy Buache zur Gründungsgruppe und am 18. September 1981 wurde der Verein in eine Stiftung umgewandelt.

Die Ziele dieser Stiftung sind:

  • Dokumente aus den Bereichen Filmkunst und -technik aufnehmen und erhalten, egal aus welcher Herkunft;
  • die institutseigenen Bestände erweitern, konservieren, restaurieren und präsentieren;
  • ein Landesmuseum gründen, sowie ein Forschungszentrum zur Filmkunst und -technik zu bilden;
  • dem Gemeinwohl dienen und keinerlei Gewinnziele verfolgen.

Seit 1. August 2002 hält der Art. 5Vorlage:Art./Wartung/ch-Suche Bst. c des Schweizerischen Filmgesetzes vom 14. Dezember 2001 fest, dass der Bund die Archivierung und Restaurierung von Filmen finanzieren oder in anderer Weise unterstützen kann. Seither wird die Stiftung zu zwei Dritteln vom Bund, Kanton Waadt und der Stadt Lausanne subventioniert.

Im 2005 bestand die Sammlung aus 70 000 Filmen, 2 Millionen Fotos, 100 000 Farb-Dias und 90 000 Plakaten.

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