Shah Abdul Latif

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Shah Abdul Latif (* 1690; † 1751), auch Abd-ul-Lat¯if, war ein Sufi-Gelehrter und klassischer Dichter Sindhs.

Er dichtete vor allem in der Sprache der Sindhi, beherrschte jedoch auch weitere indoiranische Sprachen wie Persisch, Sanskrit, Urdu, Siraiki und Baluchi. Der vielgereiste Dichter und Philosoph vertrat eine vergeistigte und mystische Poesie.

Leben und Wirkung[Bearbeiten]

Geboren wurde der von persischen Vorfahren abstammende Abdul Latif in Hala Haveli in der Nähe des Dorf Khatiyan. Nach einer Liebesheirat im Jahr 1713 starb Abdul Latifs Frau früh, woraufhin der Dichter sich nicht wieder neu vermählte.

Aus Angst, dass seine Poesie nach seinem Ableben nicht fortdauern würde, warf Abdul Latif all seine Schriften in den Kiran See.

Nach seinem Tod 1752 wurde für ihn ein Mausoleum in Bith, dem Ort an dem er begraben liegt, errichtet. Hier wurde auch eine Kopie der poetischen Schriften Abdul Latifs, die ein Bediensteter aus dem Gedächtnis erstellt hatte, hinterlegt. Der deutsche Gelehrte Ernst Trumpp veröffentlichte 1866 unter dem Titel "Risolo" eine Sammlung von Shah Latifs Dichtung in der Sprache Sindhi.

Shah Abdul Latif wird bis heute in seiner Heimat als ein großer Poet und Botschafter der Liebe gedacht.

Literatur[Bearbeiten]

Gerd Lüpke: Shah Abdul Latif : 1689/90 - 1752/53 ; ein klassischer Dichter des heute pakistanischen Landes Sind. VVB Laufersweiler, Wettenberg 2002, ISBN 3-89687-583-3

Weblinks[Bearbeiten]