Mausoleum

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Ein Mausoleum ist ein monumentales Grabmal in Gebäudeform.

Der Ausdruck leitet sich ab von Maussol–eion, dem zu den antiken sieben Weltwundern gehörenden Grab von Maussolos in Halikarnassos, gewidmet dem Statthalter von Karien an der Westküste der heutigen Türkei zwischen 377 und 353 v. Chr.

Belegt ist das Wort Mausoleum im deutschsprachigen Schrifttum seit dem 16. Jahrhundert. Im Klassizismus wurde dieser Grabmalstypus der Antike reaktiviert, wenn auch in kleinerer Form.[1] Es handelt sich um oft doppelgeschossig angelegte Kleinarchitekturen, bestehend aus einem Andachtsraum und einer darunter liegenden Gruft, wobei Gruft und Kapelle überirdisch in einem Raum vereint sein können. Funktionals bilden diese neuzeitlichen Mausoleen eine Mischform von Gebäude und Denkmal und erfüllen innerhalb der Sepulkralkultur die Aspekte Totengedenken, Repräsentation als auch Appell an die Nachwelt.[2]

Bekannte Mausoleen[Bearbeiten]

Überreste des Grabes von Maussolos (2009)
Mausoleum von Fariduddin Attar in Nischapur
Die Grabkultur der alten Ägypter wurde mit relativ viel Aufwand betrieben.
Mausoleum in Dierdorf
Mausoleum der Großherzöge von Oldenburg in Oldenburg
Mausoleum der Goldburg in Murstetten

Asien[Bearbeiten]

Türkei[Bearbeiten]

Iran, Zentralasien[Bearbeiten]

Pakistan, Indien[Bearbeiten]

Ostasien[Bearbeiten]

Südostasien[Bearbeiten]

Amerika[Bearbeiten]

Afrika[Bearbeiten]

In Afrika sind die Pharaonengräber im Tal der Könige bei Luxor, aber vor allem die zu den 7 Weltwundern der Antike zählenden Pyramiden von Gizeh zu nennen, die zugleich auch zu den ältesten Mausoleen der Welt zu rechnen sind. Weitere Pyramiden-Grabstätten finden sich in Nubien.

Maghreb[Bearbeiten]

Europa[Bearbeiten]

Bulgarien[Bearbeiten]

Deutschland[Bearbeiten]

Frankreich[Bearbeiten]

Griechenland[Bearbeiten]

Mausoleum für den Unternehmer und Mäzen Emil Possehl auf dem Burgtorfriedhof in Lübeck

Italien[Bearbeiten]

Kroatien[Bearbeiten]

  • Das Mausoleum von Ivan Meštrović (in welchem er und seine Familienangehörigen bestattet wurden) im Dorf Otavice bei Drniš (Dalmatien).
  • Mausoleum von Kaiser Diocletian in Split. (Innerhalb der Palastmauern des Diokletianpalastes)

Niederlande[Bearbeiten]

Österreich[Bearbeiten]

Mausoleum am alten Jüdischen Friedhof, Österreich

Polen[Bearbeiten]

Russland[Bearbeiten]

Lenin-Mausoleum am Roten Platz

Serbien[Bearbeiten]

Spanien[Bearbeiten]

Tschechien[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Helke Grammerer-Grothaus: Antikenrezeption und Grabkunst. In: Vom Kirchhof zum Friedhof. Wandlungsprozesse zwischen 1750 und 1850. Symposion vom 11. – 13. Mai 1981 in Mülheim/Ruhr zum Forschungsprojekt Erfassung und Dokumentation der Sepulkralkultur des Klassizismus, der Romantik und des Biedermeier, Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal in Kassel. Kassel 1984, ISBN 3-924447-04-7, S. 125–136, S. 125. (Kasseler Studien zur Sepulkralkultur, Band 2)
  2. Norbert Fischer: Vom Gottesacker zum Krematorium: eine Sozialgeschichte der Friedhöfe in Deutschland seit dem 18. Jahrhundert. Diss. Phil. Hamburg 1996. Böhlau, Köln/ Weimar/ Wien 1996, ISBN 3-412-11195-3, S. 66.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Mausoleum – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Mausoleen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien