Shark Island (Namibia)

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Shark Island
Haifischinsel
Shark Island (rechte Bildmitte) mit der Lüderitzbucht (links) und der Stadt Lüderitz im Hintergrund
Shark Island (rechte Bildmitte) mit der Lüderitzbucht (links) und der Stadt Lüderitz im Hintergrund
Gewässer Atlantischer Ozean

Geographische Lage

26° 38′ 11,6″ S, 15° 9′ 7,9″ O-26.63655833333315.152208333333Koordinaten: 26° 38′ 11,6″ S, 15° 9′ 7,9″ O
Shark IslandHaifischinsel (Namibia)
Shark IslandHaifischinsel
Länge 1,7 km
Breite 330 m
Fläche 40 ha
Blick von Shark Island auf Lüderitz
Blick von Shark Island auf Lüderitz
Shark Island
Logo
Hotelkette Namibia Wildlife Resorts
Stadt NamibiaNamibia Lüderitz
Adresse Kreplin Straße
Website www.nwr.com.na
Hotelinformationen
Gebäude historisches Leuchtturmwärterhaus
Besitzer Namibia Wildlife Resorts
Ausstattung
Zimmer 4

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Shark Island (deutsch Haifischinsel) ist eine kleine Halbinsel an der Küste Namibias im Südatlantik. Sie befindet sich in der Lüderitzbucht. Durch eine künstliche Landbrücke im Süden zum Festland bei der Stadt Lüderitz wurde die frühere Insel zur Halbinsel. Den nördlichen Abschluss der Insel bildet das so genannte Haifischriff (Riff). Einen Kilometer nördlich davon befindet sich Penguin Island, die, wie früher die ehemalige Insel, zu den Penguin Islands gezählt wird.

Mit der im Osten in einer Entfernung von 330 bis 990 Metern gegenüberliegenden Festlandsküste bildet die Haifischinsel einen natürlichen Hafen, den Roberthafen.

Shark Island ist von Nord nach Süd 1700 Meter lang und bis zu 330 Meter breit. Die Fläche beträgt etwa 400 Hektar. Die (Halb-)Insel verdoppelte ihre Fläche durch die ab 1906 künstlich geschaffene Landbrücke. Vor Errichtung der Landbrücke betrug die Distanz zum nächstgelegenen Festland rund 400 Meter.

Auf der Insel befinden sich ein Leuchtturm, das Lüderitzdenkmal (mit einer Inschrift von Franz Adolf Lüderitz) sowie ein Campingplatz und Hotel von Namibia Wildlife Resorts.

Geschichte[Bearbeiten]

Beamte verpacken Schädel von Herero in Kisten für den Transport nach Berlin

Shark Island beherbergte von 1904 bis 1912 ein Lazarett, sowie ein Konzentrations- und Internierungslager, in welchem während des Namakrieges rund 2000 gefangen genommene Orlam und Nama mit ihren Familien inhaftiert gehalten wurden. Ungefähr dreiviertel aller Gefangenen, Quellen sprechen von 3 500 Menschen, kamen durch die hier herrschenden schlechten Hygiene- und Witterungsverhältnisse und systematische Unterernährung in Verbindung mit Arbeit ums Leben. Zum Teil wurden die Leichen für Rassen-Forschungszwecke nach Berlin überführt. Das Lager wurde von der Rheinischen Mission geleitet und erst später auf energisches Drängen der Missionare und verantwortungsbewusster Offiziere ins Landesinnere verlegt und noch später geschlossen.

Ab 26. September 1906 ließ das Hafenamt von den Kriegsgefangenen Sprengungen und Aufschüttungen an der Südostseite der Insel vornehmen, durch die die Insel zur Halbinsel wurde.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]