Shereen El Feki

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Shereen El Feki (* 1968 in Oxford, England) ist eine britische Wissenschaftsjournalistin. In ihrem 2013 veröffentlichten Buch Sex und die Zitadelle befasst sie sich mit sexualpolitischen Fragen in der arabischen Welt.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Shereen El Feki wuchs in Kanada als Tochter einer Waliserin und eines Ägypters auf. Sie studierte Biochemie und Immunologie an der University of Toronto (BSc) und der University of Cambridge (MSc am Trinity College und PhD).[1]

El Feki war von 1998 bis 2005 als Healthcare Correspondent im Economist tätig.[1] Ab 2006 bis 2008 arbeitete sie in Ägypten als Fernsehmoderatorin in der Sendung „People & Power“ für Al-Dschasira. Bis 2012 war El Feki als stellvertretende Vorsitzende der „Global Commission on HIV and the Law“ tätig, die 2010 von der UN und der UNAIDS eingesetzt worden ist. El Feki gehört zu den ersten TED Global Fellows und ist Teil des Expertennetzwerks der Allianz der Zivilisationen. Sie ist Mitglied des Aufsichtsrats bei „Meedan“, bei der „Arab Foundation for Freedoms and Equality“ und sie gehört zu den Herausgebern des Wirtschaftsmagazins „Dinar Standard“.

El Feki lebt in London und Kairo.[2]

Werk[Bearbeiten]

El Feki vertritt die Auffassung, dass sich im öffentlichen Leben nur diejenigen Freiheiten und Menschenrechte durchsetzen lassen, die man im Privatleben schon hat verankern können. Patriarchalische Zustände seien eine Belastung für die Beziehungen zwischen den Geschlechtern, wenn es nicht zu Reformen komme. Damit meint El Feki politische und wirtschaftliche Reformen, aber auch aufklärerische Reformen, die echt sind. Im Jahr 2009 hatten bei einer Umfrage in Ägypten zum Beispiel fünfzig Prozent der Frauen angegeben, dass ihre Familie bei Heiraten das letzte Wort gehabt habe.[3] Um gesellschaftliche Zusammenhänge zu verstehen, müsse man sich mit Sexualität befassen. Auch in der arabischen Welt sei Sexualität ein Schlüsselbegriff.[4]

El Feki hat über einen Zeitraum von fünf Jahren in Ägypten lebende Frauen und Männer über ihr Sexualleben befragt. Diese Befragungen hat sie auch in Tunesien, im Libanon, in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Marokko durchgeführt. Auf der Grundlage dieser Befragungen hat El Feki ihre Ergebnisse in der Publikation Sex and the Citadel. Intimate Life in a Changing Arab World analysiert und zusammengefasst dargestellt.[5]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Shereen El Feki: My Life in Media, bei The Independent, 2. Oktober 2006
  2. Kurzbiografie zu Shereen El Feki beim Internationalen Literaturfestival Berlin 2013.
  3. Reinhard Jellen: Shereen El Feki: "Das Politische und das Sexuelle sind Bettgenossen überall auf der Welt", bei Heise online, 31. Juli 2013
  4. Kurzbiografie zu Shereen El Feki beim Internationalen Literaturfestival Berlin 2013.
  5. A Fig Leaf Is Dropped in Islamic Societies. ‘Sex and the Citadel’, by Shereen El Feki, by Janet Maslin, The New York Times, 7. April 2013, Rezension ihrer Veröffentlichung Sex and the Citadel. Intimate Life in a Changing Arab World.