Sjöfn

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Sjöfn ist die Göttin der Liebe aus der nordischen Mythologie. Sie ist sowohl in der Prosa Edda als auch in diversen anderen Skaldendichtungen bezeugt.

Erwähnungen[Bearbeiten]

Im 35. Abschnitt des ersten Kapitels der Edda, dem Gylfaginning finden sich 16 kurze Beschreibungen zu Asinnen, unter anderem eben auch zu Sjöfn. Bei ihr steht, dass "Sie […] die Gemüter der Menschen, der Männer wie der Frauen, zur Zärtlichkeit zu wenden [versucht]". Aus ihrem Namen leitet sich daher das altnordische Wort sjafni (dt. Liebe) ab.[1] Im 2. Kapitel der Edda, dem Skáldskaparmál, wird Sjöfn noch einmal aufgeführt, diesmal als eine von 27 Asinnen.[2] Außerdem wird das Wort Sjöfn dreimal als lyrische Umschreibung für "Frau" verwendet.[3]

Theorien[Bearbeiten]

Unter Beachtung der Informationen über Sjöfn aus dem Gylfaginning schloss John Lindow, dass sjafni zwar im Þulur als ein Wort für Liebe vorkommt, ansonsten aber keinerlei Hinweise dafür existieren. Außerdem könnte Sjöfn nur ein anderer Name für Frigg sein.[3] Rudolf Simek vermutet überdies, dass Snorri den Namen Söfn vom altnordischen Wort sefi ("Gefühl" oder auch "Beziehung") ableitete, da es nahezu keine anderen Quellen über Söfn gibt. Sjöfn wird also als die Göttin der Liebe, Ehe und Beziehung angesehen, die auch zusammen mit mehreren anderen Göttinnen als "Matronen-Beschützer-Göttinnen" in der Prosa Edda erwähnt wird.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Faulkes (1995:30).
  2. Faulkes (1995:157)
  3. a b Lindow (1995:268).
  4. Simek (2007:286).

Literatur[Bearbeiten]