Solei

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Soleier, in Gewürzlake eingelegt
Soleier, mit Rotkohl gefärbt

Soleier sind in starker Kochsalzlösung eingelegte, hartgekochte Eier. Durch die Salzlösung werden die Eier konserviert und bleiben ohne Kühlung einige Zeit haltbar. Sie sind ein traditionelles Gericht besonders der Berliner Küche und gehörten dort in Kneipen zum Standardangebot aus dem „Hungerturm“.

Herstellung[Bearbeiten]

Zur Zubereitung von Soleiern werden die hartgekochten Eier zunächst angeknickt, so dass ihre Schale zerbricht, ohne aufzureißen, und in ein großes, verschließbares Glas gegeben. Dann wird ein starker, aufgekochter Sud aus Wasser und Salz, je nach Rezept auch gewürzt mit z. B. Kümmel, Pfefferkörnern, Piment und Zwiebelschalen, heiß über die Eier gegeben, so dass sie vollständig bedeckt sind. Der Sud sollte soviel Salz enthalten, dass die Eier schwimmen (ca. 60 g Salz auf 1 Liter Wasser). Vor dem Verzehr sollten Soleier einen Tag bis eine Woche ziehen. Durch die Zwiebelschalen bildet sich auf den Eiern entlang der Bruchstellen der Eierschale ein bräunliches Muster.

Gegessen werden Soleier als Zwischenmahlzeit meist so: Das Ei wird geschält und längs halbiert, der Dotter herausgenommen, in die entstandene Mulde etwas Öl, Essig und Pfeffer gegeben, der Dotter wieder daraufgesetzt, etwas Senf dazugegeben und das halbe Ei mit einem Bissen verzehrt.

Haltbarkeit[Bearbeiten]

Über die Haltbarkeit von Soleiern bestehen unterschiedliche Auffassungen. Nach etwa vier Wochen Lagerung in der Salzlake beginnt sich das Eidotter grünlich bis bläulich zu verfärben und es entwickelt sich ein leicht schwefliger Geruch. Unter Kennern gilt das aber als Qualitätsmerkmal. Grundsätzlich sind Soleier auch noch nach einigen Monaten genießbar.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Soleier – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien