Songkhla

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สงขลา
Songkhla
Songkhla (Thailand)
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Koordinaten 7° 11′ N, 100° 36′ O7.190833100.598611Koordinaten: 7° 11′ N, 100° 36′ O
Basisdaten
Staat Thailand

Provinz

Songkhla
Einwohner 68.725 (2012)
Blick auf die Stadt Songkhla
Blick auf die Stadt Songkhla

Songkhla (Thai: สงขลา; früher Singhala, "Stadt der Löwen"; malaiisch Singora) ist eine Großstadt (เทศบาลนครสงขลา) in der thailändischen Provinz Songkhla. Sie ist die die Hauptstadt des Landkreises (Amphoe) Mueang Songkhla und die Hauptstadt der Provinz Songkhla. Die Provinz Songkhla liegt in der Südregion von Thailand.

Die Großstadt Songkhla hat 68.725 Einwohner. (Stand 2012)[1]

Geographie[Bearbeiten]

Songkhla liegt auf einer Landzunge zwischen dem Binnenmeer (auf Thai: Thale Sap) und dem Golf von Thailand im äußersten Süden des Landes. Die Entfernung (Luftlinie) zur Hauptstadt Bangkok beträgt etwa 720 km.

Infolge der reizvollen Lage inmitten von Wasser gehört Songkhla zu den schönsten Seebädern des Landes, ohne allerdings am Touristenstrom wesentlichen Anteil zu nehmen.

Der Süßwassersee Thale Sap (auch Songkhla See) bildet den größten Binnensee Südostasiens. Er ist bis zu 20 km breit, hat mehrere Inseln und zwei Vogelschutzgebiete.

Wirtschaft und Bedeutung[Bearbeiten]

Die frühere Hauptbeschäftigung lag in der Fischerei auf dem Thalee Songkhla, der jedoch schon lange leergefischt ist. Seit 1991 führt die Regierung ein Aufzuchtprojekt durch, das mäßige Erfolge verzeichnen kann.

Geschichte[Bearbeiten]

Songkhla ist eine der ältesten Städte Thailands, seit Jahrhunderten ist sie eine wichtige Handelsstadt.

Im Laufe ihrer Geschichte hat sich die Lage der Stadt mehrfach verschoben. Bei Khao Hua Daeng kann man noch die alte Stadtbefestigung zu erkennen. Als im 17. Jahrhundert der Lokalfürst gegen Ayutthaya rebellierte, wurde die Stadt wenig später von König Taksin zerstört und bei Laem Song neu aufgebaut.

Zu Beginn des Pazifikkriegs war Songkhla einer der Hauptlandungsorte der Japaner zur Eroberung der malaiischen Halbinsel. Sie landeten im Morgengrauen des 8. Dezember 1941 ohne nennenswerte Gegenwehr ihre Truppen und rückten von hier aus weiter nach Süden vor.

Songkhla National Museum
Statue der Meerjungfrau Samila Strand

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Wat Matchimawat (auch Wat Klang genannt) an der Sai Buri Road - buddhistischer Tempel (Wat) aus dem 16. Jahrhundert. Der Ubosot stammt aus der Zeit von König Nang Klao (Rama III., reg. 1824-1851) und Mongkut (Rama IV., reg. 1851-1868) und zeigt zahlreiche Fresken im Bangkok-Stil (Rattanakosin-Stil).
  • Wat Chai Mongkhon an der Phetmongkhon-Chaimongkhon Road, hat eine Chedi, die eine Reliquie des Buddha enthält. Diese wurde von einem Mönch namens Na Issaro von Sri Lanka mitgebracht.
  • Gouverneurspalast (Nationalmuseum) - Gebäude im chinesischen Stil, 1878 vom damaligen Gouverneur der Provinz erbaut; heute ist es Museum und enthält u.a. Bronzeskulpturen aus der Srivijaya-Zeit (8.-10. Jahrhundert) und Keramiken aus der Ayutthaya-Zeit.
  • Hat Samila (Samila-Strand) - weicher, weißer Sandstrand etwa drei Kilometer außerhalb gelegen, mit vielen Pinienbäumen bestanden. Blick auf die vorgelagerten Inseln „Katz und Maus“. Eine große Bronzestatue einer Meerjungfrau an einem Ende des Strandes erinnert den westlichen Besucher an die Statue gleichen Namens in Kopenhagen, thailändische Touristen sehen in ihr eher eine Reminiszenz an Mae Thorani, die Erdgöttin, die den werdenden Buddha während seiner Meditation beschützte, indem sie den Dämonen Mara mit Wasserfluten hinwegspülte, die sie aus ihren Haaren wrang. In Wirklichkeit ist die Statue eine Figur der Geschichte Phra Apaimanee von Sunthorn Phu.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Songkhla (city) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Department of Provincial Administration: Stand 2012 (auf Thai)