Sparklehorse

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Sparklehorse (2007)

Sparklehorse war der Künstlername des US-amerikanischen Singer-Songwriter Mark Linkous († 2010). Sparklehorse ist anzusiedeln im Alternative-Folk-Genre, es finden sich jedoch auf jedem Album einige härtere Indiesongs. Die Musik von Sparklehorse ist geprägt von Rock- und Countrygitarren sowie Samples. Die Texte von Mark Linkous, der unter Depressionen litt,[1] behandelten Einsamkeit und Melancholie.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Das erste Sparklehorse-Album Vivadixiesubmarinetransmissionplot erschien 1995 und konnte sich in den englischen Charts platzieren. Auf seiner England-Tour erlitt Linkous 1996 aufgrund einer überdosierten Einnahme von Valium, Antidepressiva und Alkohol einen Zusammenbruch. Er war 14 Stunden bewusstlos und für zwei Minuten klinisch tot.[3] Nach Operationen und Genesung[4] wurde im Oktober 1998 das Album Good Morning Spider veröffentlicht.

In seiner Karriere arbeitete Sparklehorse sowohl in Projekten als auch auf seinen Alben mit diversen bekannten Musikern zusammen. Auf It's a Wonderful Life, dem dritten Album der Band (2001), begleiten ihn u.a. Nina Persson (von The Cardigans), Vic Chesnutt, PJ Harvey und Tom Waits als Gastsänger.

2006 erschien das letzte Sparklehorse-Album Dreamt for Light Years in the Belly of a Mountain. Mitgewirkt hat auf dem Album der Hip-Hop-Produzent DJ Danger Mouse. Diese Zusammenarbeit wurde in einer eigenständigen Kollaboration fortgesetzt: DJ Danger Mouse und Sparklehorse produzierten Anfang 2009 das Album Dark Night of the Soul, das am 9. Juli 2010 erschien.[5]

Am 6. März 2010 schoss sich der 47-jährige Linkous hinter dem Haus eines Freundes in Knoxville, Tennessee mit seiner eigenen Waffe ins Herz.[6][7]

Diskographie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

  • Vivadixiesubmarinetransmissionplot (Mai 1996, UK #58)
  • Good Morning Spider (Oktober 1998, UK #30)
  • It's A Wonderful Life (Juni 2001, UK #49)
  • Dreamt for Light Years in the Belly of a Mountain (25. September 2006)
  • Dark Night of the Soul (Juli 2010)

Singles und EPs[Bearbeiten]

  • Chords I've Known EP (April 1995)
  • „Spirit Ditch" / „Waiting for Nothing“ (1995)
  • „Hammering the Cramps" / „Too Late“ (1995)
  • „Someday I Will Treat You Good" / „Rainmaker“ (Februar 1996)
  • „Someday I Will Treat You Good" / „London“ (Februar 1996, nur UK)
  • „Hammering the Cramps" / „Spirit Ditch“ (April 1996)
  • „Rainmaker" / „I Almost Lost My Mind“ (August 1996, UK #61)
  • „Come On In" / „Blind Rabbit Choir“ (Februar 1998)
  • „Painbirds" / „Maria's Little Elbows“ (Juli 1998)
  • „Sick of Goodbyes" / „Good Morning Spider (session version)“ (Oktober 1998, UK #57)
  • Distorted Ghost EP (July 2000)
  • Chest Full of Dying Hawks ('95-'01) (USA promo) (2001)
  • „Gold Day" / „Heloise" / „Devil's New" / Maxine“ (Juli 2001)
  • „Ghost in the Sky“ 7“ and CD (11. September 2006)
  • „Don't Take My Sunshine Away“ 7“ (18. September 2006)
  • „Knives of Summertime“ 7“ (18. September 2006)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Der Sänger von Sparklehorse: Mark Linkous ist tot | Zündfunk | Bayern 2 | BR. Br-online.de. Abgerufen am 26. Mai 2010.
  2. Von Richard Kämmerlings: Sparklehorse-Sänger Mark Linkous tot: In der dunklen Nacht der Seele - Pop - Feuilleton. Faz.Net. 20. Mai 2010. Abgerufen am 26. Mai 2010.
  3. By  Shirley Halperin: Music - Latest News - Foo Fighters Team With Butch Vig for "Heaviest Album Yet". RollingStone.com. 8. März 2010. Abgerufen am 26. Mai 2010.
  4. Mark Linkous Nachruf: Spex - Magazin für Popkultur » Mark Linkous. Spex.de. Abgerufen am 26. Mai 2010.
  5. Gerrit Pohl // gerrit.pohl@rollingstone-magazin.de: ROLLING STONE ONLINE - Reviews, Gewinnspiele, Stars, Features, Community, Forum. Rollingstone.de. Abgerufen am 26. Mai 2010.
  6. Die Zeit, Hamburg, Germany: Musik: Sänger der Band Sparklehorse ist tot | News | ZEIT ONLINE. Zeit.de. 9. März 2010. Abgerufen am 26. Mai 2010.
  7. Gerrit Pohl // gerrit.pohl@rollingstone-magazin.de: ROLLING STONE ONLINE - Reviews, Gewinnspiele, Stars, Features, Community, Forum. Rollingstone.de. Abgerufen am 26. Mai 2010.