Stanley Morison

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Stanley Morison (* 6. Mai 1889 in Wanstead, England; † 11. Oktober 1967 in London) war ein britischer Typograf und Schrifthistoriker.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Von 1923 bis zu seinem Tode war er künstlerischer Berater der Monotype Corporation und verantwortlich für das außerordentliche Wachstum ihrer Schriftbibliothek. Von 1929 bis 1960 war er zusätzlich als künstlerischer Berater für die Tageszeitung The Times tätig. Diese Tätigkeit führte auch zur wohl bekanntesten von Morison entwickelten Schrift: der Times. Sie fand in der Ausgabe vom 3 .Oktober 1932 zum ersten Mal Verwendung. Eine weitere von Morisons Schriften ist die 1929 herausgebrachte Bembo, benannt nach dem Kardinal Pietro Bembo, dessen Abhandlung De Aetna 1495 in einer Schrift gedruckt wurde, die als Vorbild für die moderne Bembo diente. Von 1935 bis 1951 veröffentlichte er ein vierbändiges Werk über die Geschichte der The Times. Er war korrespondierendes Mitglied im Grolier Club.

Seine Bibliothek von rund 6000 Bänden kam 1968 in die Cambridge University Library.[1]

Werke[Bearbeiten]

  • Four Centuries of fine print, London 1924
  • The English newspaper, 1622–1932, Cambridge 1932
  • First Principles of Typography, Cambridge 1936, ISBN 0-521-05768-X
  • A tally of types, Cambridge 1953, ISBN 1-567-92004-7
  • Grundregeln der Typographie, deutsch Berlin 1955
  • Handbuch der Schriftarten, deutsch Leipzig 1926
  • Typenformen der Vergangenheit und Neuzeit, deutsch Hellerau 1928

Literatur[Bearbeiten]

  • John Carter: A handlist of the writings of Stanley Morison, Cambridge University Press 1950
  • James Moran: Stanley Morison: His Typographic Achievement, London 1971, ISBN 0-853-31300-8

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Fabians Handbuch der Historischen Buchbestände online