Stausee Hengsen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Stausee Hengsen
Der Stausee Hengsen im Abendlicht
Der Stausee Hengsen im Abendlicht
Zuflüsse: Ruhr
Abflüsse: Ruhr
Größere Orte in der Nähe: Holzwickede, Schwerte
Stausee Hengsen (Nordrhein-Westfalen)
Stausee Hengsen
Koordinaten 51° 27′ 44″ N, 7° 38′ 35″ O51.4622222222227.6430555555556Koordinaten: 51° 27′ 44″ N, 7° 38′ 35″ O
Daten zum Bauwerk
Daten zum Stausee
Höhenlage (bei Stauziel) 110 m
Wasseroberfläche 0,192 km²dep1
Stauseelänge 1055 mdep1
Stauseebreite 182 mdep1

Der Stausee Hengsen ist ein Stausee an der Ruhr zur Trinkwassergewinnung.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die Wehrklappen am Überlauf

Der See liegt nördlich des Flusslaufs der Ruhr und im Süden der Gemeinde Holzwickede. Direkt nördlich des Sees grenzt das Naturschutzgebiet Bahnwald an. Mitten im See liegt eine kleine, früher baumbestandene Insel mit einer Fläche von ca. 250 m².

Im Gegensatz zu den fünf großen Ruhrstauseen fließt der Hauptlauf der Ruhr neben dem See. Die Ruhr wird zur Füllung des Sees über ein Wehr angestaut. Die Fläche zwischen dem Stausee und der Ruhr bildet eine Insel. Sie ist unter Wasserwirtschaftlern und Hydrologen auch als „Insel Hengsen“ bekannt.[1]

Der Name des Sees stammt vom Ortsteil Hengsen, in dem der See liegt. Beim Bau des Sees war Hengsen noch eine eigenständige Gemeinde. In Schwerte ist er auch als Geiseckersee bekannt, da er direkt an Schwerte-Geisecke grenzt. Die Ornithologen bezeichnen ihn in ihren Beobachtungsberichten auch als Geisecker See oder als Geiseckesee.

Der See gehört mit weiteren umliegenden Liegenschaften zum Wasserwerk Hengsen der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung (DEW). Im Rahmen des Wasserwerkbetriebs dient der See zur Sedimentation und Grundwasseranreicherung.

Geschichte des Sees[Bearbeiten]

Der See wurde Ende der 1930er Jahre zur Wassergewinnung angelegt. Die landwirtschaftliche und touristische Nutzung des Umlandes wurde durch gesetzliche Regelungen zum Trinkwasserschutz immer weiter reduziert. Während in den 1950er Jahren das in unmittelbarer Nähe des Sees gelegene Haus Ruhr/Lappenhausen noch ein Freizeittreffpunkt mit Gastronomie war, wurden alle Gebäude bis 1973 von der DEW eingeebnet.

Natur und Tourismus am Hengsener See[Bearbeiten]

Insel im Stausee

Die Nutzung zur Trinkwassergewinnung setzt der touristischen Nutzung heute engste Grenzen. Ein Spazierweg führt am Seebeginn im Westen ein Stück direkt am Ufer entlang und gibt den Blick auf den idyllisch gelegenen See mit seiner Insel frei.

Diese ruhige Lage begünstigt auch die gefährdete Tierwelt. Seit 1993 existiert auf der Insel im Stausee eine Brutkolonie von Kormoranen, deren konzentrierte Exkremente den Bewuchs der Insel im Laufe von 15 Jahren allerdings weitgehend zerstört haben.

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Versuchsfeld Insel Hengsen (Institut für Wasserforschung GmbH)