Wendelin Boeheim
Wendelin Boeheim (auch Böheim) (* 17. September 1832 in Wiener Neustadt; † 1. November 1900 in Wien) war ein österreichischer Waffenhistoriker, Offizier der k.u.k. Armee und Museumsbediensteter.
Inhaltsverzeichnis |
Leben [Bearbeiten]
Wendelin Boeheim war von 1859 bis 1865 Professor an der Theresianischen Militärakademie. 1878 wurde er Kustos der kaiserlichen Waffensammlung und wirkte bei der Gründung des Kunsthistorischen Museums und des Heeresgeschichtlichen Museums in Wien mit.
Böheim war einer der ersten, die sich wissenschaftlich um die historische Waffenkunde bemühten. Er gründete 1897 die heutige Fachzeitschrift Waffen- und Kostümkunde als Zeitschrift für historische Waffenkunde.
Sein Handbuch der Waffenkunde erschien 1890 und gilt als wissenschaftliches Standardwerk für den Bereich mittelalterlicher Waffenkunde. Weniger bekannt sind seine Veröffentlichungen, die sich mit mittelalterlicher Mode und Biografien beschäftigen. Darunter auch seine Beschreibungen zum Flohpelz[1]. Weitere Veröffentlichungen erschienen in der Jahrbüchern der Kunsthistorischen Sammlung[2].
Im Jahr 1961 wurde in Wien Liesing (23. Bezirk) die Böheimgasse nach ihm benannt.
Schriften [Bearbeiten]
- Handbuch der Waffenkunde. Das Waffenwesen in seiner historischen Entwickelung vom Beginn des Mittelalters bis zum Ende des 18. Jahrhunderts (= Seemanns kunstgewerbliche Handbücher. Bd. 7, ZDB-ID 53757-3). Seemann, Leipzig 1890. Digitalisat und Volltext im Deutschen Textarchiv (mehrere Nachdrucke, z. B.: Fourier Verlag, Wiesbaden 1985, ISBN 3-201-00257-7).
- Die Zeugbücher des Kaisers Maximilian I. In: Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen des Allerhöchsten Kaiserhauses. 13. Bd., 1892, ISSN 0258-5596, S. 94–201, online.
- Meister der Waffenschmiedekunst vom XIV. bis ins XVIII. Jahrhundert : ein Beitrag zur Geschichte der Kunst und des Kunsthandwerks. Moser, Berlin 1897.
Siehe auch [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Wendelin Boeheim: Philippine Welser. Eine Schilderung ihres Lebens und ihres Charakters. Museum Ferdinandum, Innsbruck 1894.
- ↑ „Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen des Allerhöchsten Kaiserhauses“ (ab 1883), seit 1926 als: „Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen in Wien“ Regesta Imperii (Mainz) und ZDB-Nachweis
Literatur [Bearbeiten]
- Böheim Wendelin. In: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950 (ÖBL). Band 1. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1957, S. 95.
Weblinks [Bearbeiten]
-
Commons: Illustrationen aus Boeheims Werken – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien -
Wikisource: Wendelin Boeheim – Quellen und Volltexte - Literatur von und über Wendelin Boeheim im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Eintrag zu Wendelin Boeheim in: Austria-Forum, dem österreichischen Wissensnetz – online (auf AEIOU)
- Literatur zur Handschrift: Wendelin Boeheim, Die Zeugbücher des Kaisers Maximilian I. Bayerische Staatsbiliothek (Cod.icon. 222 (Tresorhandschrift))
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Boeheim, Wendelin |
| ALTERNATIVNAMEN | Böheim, Wendelin |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Offizier und Waffenhistoriker |
| GEBURTSDATUM | 17. September 1832 |
| GEBURTSORT | Wiener Neustadt |
| STERBEDATUM | 1. November 1900 |
| STERBEORT | Wien |
