Strana Slobodné Slovo – Nory Mojsejovej

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Strana Slobodné Slovo – Nory Mojsejovej
Partei­vorsitzender Eleonóra Mojsejová
Gründung 2001 (als ANO)
Haupt­sitz Čermeľská cesta 88
040 01 Košice
Farbe(n) Blau, Gelb
Parlamentsmandate 0 von 150 (Stand: 2012)
Website http://www.sss-nm.sk

Strana Slobodné Slovo – Nory Mojsejovej (offiziell: STRANA SLOBODNÉ SLOVO – NORY MOJSEJOVEJ, kurz SSS-NM; deutsch Partei Freies Wort von Nora Mojsejová) ist eine slowakische Partei. In der Zeit von 2001 bis 2011 hieß die Partei Aliancia nového občana (kurz ANO; deutsch Allianz des neuen Bürgers).

Die Partei wurde vom ehemaligen Inhaber des privaten Fernsehsenders Markíza Pavol Rusko gegründet. Markíza hatte von allen slowakischen Medien den größten Einfluss auf die öffentliche Meinung. Nach den Wahlen 2002 zog die ANO wegen der starken Unterstützung der zu ihrem Parteipräsidenten tendierenden Medien (privates Fernsehen Markíza, Radio OKEY und kleine überregionale Zeitung Národná obroda) in das Parlament ein.

Der Charakter der Parteiführung konnte durchaus mit der Leitung einer privaten Firma verglichen werden. Die ANO wurde von Anfang an vor allem aus den Quellen ihres Vorsitzenden finanziert, was seine Führungsposition innerhalb der Partei gleichzeitig festigte.

Aus der parteiideologischen Sicht präsentierte sie sich stets als eine liberale Partei. Sie gehörte der Liberalen Internationalen und der Europäischen Liberalen, Demokratischen Reformpartei an. 2005, nach der Korruptionsaffäre des Parteivorsitzenden, wurde sie aus der Regierung ausgeschlossen, wobei sogleich zehn Abgeordnete wegen der Unterstützung der Regierung Dzurindas aus der Partei ausgeschlossen wurden. Nach der Korruptionsaffäre Ruskos verließ die Mehrheit ihrer Mitglieder die Partei. Auch die Wählerschaft hatte der Partei nicht mehr vertraut und schied bei den Wahlen 2006 aus.

Im November 2011 hat die Unternehmerin Nora Mojsejová aus Košice, bekannt aus der Reality-Show Mojsejovci, nach einer Vereinbarung mit Pavol Rusko die Partei übernommen und schließlich zum heutigen Namen umbenannt. Nach eigener Aussage will sich die Partei weder links noch rechts einordnen.[1] Bei den Parlamentswahlen am 10. März 2012 erhielt die Partei nur 1,2 % der Stimmen und wird im Parlament nicht vertreten.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mojsejová nemusí zbierať podpisy, so stranou jej pomohol Pavol Rusko, Pravda, abgerufen am 18. Februar 2012