Suni (Anden)

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Conococha (See), Puno, Peru

Die Suni (aus gleichlautend Quechua "breit, weitläufig"), Jalca oder Sallqa (Quechua "wild, Wildnis") ist eine Höhenstufe der Anden von ca. 3500 bis 4000 m Höhe über dem Meeresspiegel (nach Javier Pulgar Vidal).

Das Klima ist kalt und feucht mit viel Nebel und Regen, und die Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht sind stark. Starker Frost ist häufig.

In der Suni wachsen überwiegend nur Kräuter, Stauden und einige Sträucher. Die wichtigsten Holzgewächse sind Polylepis-Arten (qiwuña), Buddleja incana (kiswar), Escallonia resinosa (chachakuma), Schwarzer Holunder (Sambucus nigra), Cantua buxifolia und Cassia-Arten sowie Arten der Kaktusgattung Cereus. Außerdem sind die epiphytische Orchideengattung Epidendron (wiñay wayna) sowie Gräser der Gattung Chusquea zu nennen.

Angebaut werden als Knollenfrüchte Kartoffeln, Oka (Oxalis tuberosa) und Olluco (Ullucus tuberosus), als Scheingetreide die Amaranthgewächse Kiwicha (Amaranthus edulis), Kinua oder Quinoa (Chenopodium quinoa) und Qañiwa (Chenopodium pallidicaule), des Weiteren Tarwi (Lupinus mutabilis, eine Art Lupine). Sehr häufiges Wildtier, aber auch gezüchtet, sind Meerschweinchen, der hauptsächliche Fleischlieferant.

Literatur[Bearbeiten]

  • Pulgar Vidal, Javier: Geografía del Perú - Las Ocho Regiones Naturales del Perú. Edit. Universo S.A., Lima 1979.