Svartisen

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Svartisen
Svartisen aus der Luft von Westen

Svartisen aus der Luft von Westen

Lage Nordland (Norwegen)
Gebirge Skandinavisches Gebirge
Fläche 370 km²
Koordinaten 66° 38′ N, 14° 0′ O66.633333333333140Koordinaten: 66° 38′ N, 14° 0′ O
Svartisen (Norwegen)
Svartisen
Engabreen, Svartisen, Norwegen

Engabreen, Svartisen, Norwegen

Engabreen und Holandsfjord

Engabreen und Holandsfjord

Gletscherzunge

Gletscherzunge

Svartisen (norwegisch für „das Schwarzeis“) ist mit 370 km² der zweitgrößte Gletscher Norwegens und liegt in der Provinz (Fylke) Nordland, knapp unterhalb des Polarkreises im Saltfjellet-Svartisen-Nationalpark nordwestlich der Stadt Mo i Rana.

Er zählt insgesamt 60 Gletscherarme. Zwischen den beiden Hauptgletschern, dem Ost- (Østertaleis) und dem Westeis, liegt das Glomtal.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Østertaleis teilte sich vor um das Jahr 1900 in zwei Gletscherarme. Der östliche reichte bis in den Svartisgletschersee hinein. Im Laufe der folgenden 50 Jahre bildete sich der Gletscher erheblich zurück und erreichte nicht mehr den See. War die Gletscherfront 1910 nur 50 m von Gletschersee entfernt, waren es 1945 bereits 1000 m. Durch den Rückzug des Gletschers entstand am westlichen Rand des Gletscherarmes ein Gletschersee. Da sich das Eis weiter zurückbildete, wurde der See von Jahr zu Jahr größer. Das Schmelzwasser des Gletschers floss ursprünglich in westlicher Richtung unter dem Eis in den Svartisgletschersee hinein und durch das Røvasstal ab. Das führte im Sommer zu zahlreichen Überschwemmungen, die große Schäden anrichteten. Das Problem konnte 1959 durch die Fertigstellung eines Tunnels gelöst werden. Dieser ermöglicht den kontrollierten Abfluss des Schmelzwassers. Die Tunnelmündung kann auf dem Weg vom Svartisgletschersee zum Gletscher hinauf besichtigt werden. Noch 1982 erstreckte sich das Østertaleis über das gesamte Becken, wo heute der Østertalgletschersee liegt. Das Eis endete in der Talsohle im südlichen Teil des Beckens. Im Juli 1982 brach der untere Teil des Gletscherarmes ab. Im Laufe von nur einer Woche zog sich die Gletscherkante um über 100 m über das Wasser zurück. In Juni 1987 kalbte ein Großteil desjenigen Gletscherarmes, der nach dem großen Abbruch noch lose im Wasser lag. Als Hauptursache für den Rückzug wird die globale Erwärmung vermutet, jedoch deutet der Rückzug des Gletschers schon vor dem Zweiten Weltkrieg darauf hin, dass auch andere Ursachen möglich sind.

Besichtigung[Bearbeiten]

Der Svartisengletscher ist von Mo i Rana aus leicht zu erreichen. Durch das Røvasstal führt eine Straße zum Svartisen Gletschersee hinauf. Während der Sommersaison besteht die Möglichkeit, mit dem Schiff über den Fjord zu fahren. Die Überfahrt dauert 15 Minuten. Dann kann man auf einem gut gekennzeichneten, ca. 4 km langen Wanderweg bis zum Østertal-Gletschersee und zur Gletscherzunge hinaufgehen.

Quellen[Bearbeiten]

Grønligrotta – Setergrotta – Svartisen; Polarsirkelen Reiselisvlag; 8600 Mo i Rana NORGE – deutsche Ausgabe v. 1994.

diverse lose Informationsblätter der Touristeninformation der Stadt Mo i Rana ohne weitere Angaben

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Svartisen – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien