Synagoge Fasanenstraße

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Synagoge in der Fasanenstraße

Die Synagoge Fasanenstraße war eine liberale Synagoge in Berlin-Charlottenburg, Fasanenstraße 79.[1][2]

Geschichte[Bearbeiten]

Im Oktober 1905 hatte die Jüdische Gemeinde beschlossen, das Grundstück in der Fasanenstraße zu kaufen, und zwei Jahre später einen Architekturwettbewerb für den Bau der Synagoge ausgeschrieben, der drei erste Preise hervorbrachte, die den Architekten Ehrenfried Hessel (Berlin), C. F. W. Leonhardt (Frankfurt am Main) und Heger & Franke zugesprochen wurden. 1910 begann die Bauausführung unter Leitung des Gemeindebaumeisters Johann Hoeniger. Am 26. August 1912 wurde die Synagoge eingeweiht.

Häufig predigte der Gemeindevorsitzende Leo Baeck hier. Rabbiner war Julius Galliner.

Seit Beginn der 1930er Jahre gab es im Umfeld dieser Synagoge zunehmend antisemitische Provokationen und 1936 wurde ihre Schließung erzwungen. Bei den Novemberpogromen 1938 wurde sie in Brand gesteckt[3] und 1943 bei Luftangriffen weiter zerstört. 1957/1958 wurde die Ruine abgerissen und bis 1960 an dieser Stelle von Dieter Knoblauch und Hans Heise das Jüdische Gemeindehaus erbaut.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatLuise Berlin.de: Synagoge Fasanenstraße. Abgerufen am 1. September 2012.
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatBerlin.de: Ehemalige Synagoge Fasanenstraße. Abgerufen am 1. September 2012.
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatLaut Göbbels Tagebuch war Werner Wächter angewiesen, sie zerschlagen zu lassen. DER SPIEGEL 29/1992, abgerufen am 1. September 2012.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Synagoge Fasanenstraße – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

52.5043313.3284Koordinaten: 52° 30′ 16″ N, 13° 19′ 42″ O