Syzygie (Astronomie)

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Sonnen- und Mondfinsternisse; großer Kreis: Erdbahn; kleine Kreise: Mondbahn; bei Mondstellungen 1 und 4 kann eine Mondfinsternis entstehen, bei 2 und 3 eine Sonnenfinsternis.

Syzygie (auch Syzygium, Plural Syzygien, gr.-lat. ‚Zusammenfügung‘, von gr. syzygia ‚Gespann‘) bezeichnet in der Astronomie eine Konstellation, bei der Sonne und Mond oder einer der Planeten auf gleicher geozentrischer ekliptikaler Länge stehen. Bei heliozentrischer Betrachtung tritt an die Stelle der Sonne zum Beispiel die Erde, die dann gleiche heliozentrische ekliptikale Länge wie der Erdmond oder einer der Planeten hat. Es handelt sich also um einen Sammelbegriff für Opposition und Konjunktion. Die drei in Relation gebrachten Himmelskörper befinden sich im Allgemeinen in einer gemeinsamen Ebene, die senkrecht auf der Ekliptikebene steht. Der Schnitt beider Ebenen heißt Syzygienlinie.

Befindet sich der Mond auf der Ekliptikebene (Mittelpunkte von Erde, Mond und Sonne auf einer gemeinsamen Linie), so liegen die besten Stellungen für eine Sonnenfinsternis oder eine Mondfinsternis vor. Der Mond passiert in diesen Fällen auch die Knotenlinie, die der Schnitt zwischen der Ebene der Mondbahn und der Ekliptikebene ist.

Literatur[Bearbeiten]

  • Arnold Hanslmeier: Einführung in Astronomie und Astrophysik, Spektrum Akademischer Verlag, 2. Auflage 2007. ISBN 978-3-8274-1846-3

Siehe auch[Bearbeiten]