Törggelen

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Törggelen (oder Törggele-Partie) bezeichnet den Südtiroler Brauch, im Herbst in geselliger Runde eine Mahlzeit einzunehmen.

Typisch für eine Törggele-Mahlzeit sind Siaßer (Traubenmost in den ersten Tagen der Gärung) und junger Wein (Nuier) als Getränk sowie geröstete Kastanien (Keschtn), Nüsse (Nussn) und eventuell süße Krapfen. Als Hauptgericht gab es früher hauptsächlich Speck und Kaminwurzen (meist aus hauseigener Produktion) und Roggenbrot, oder einfache Gerichte aus der Bauernküche Südtirols. Heute werden meist deftige Schlachtplatten mit Surfleisch, Sauerkraut, diversen Würsten (Blut- und Hauswurst), Knödeln u. a. serviert.

[Bearbeiten] Ursprung

Der Begriff Törggelen stammt von Torggl ab, dem Raum, in dem die Weinpresse stand und in dem das Törggelen früher stattfand. Der Begriff geht also auf das lateinische torculus (die Presse, Kelter) zurück. Inzwischen hat sich der Ort des spätherbstlichen Törggelens in die Buschenschänken verlegt und wurde eine bekannte Touristenattraktion.

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