Tex-Mex-Küche

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Tex-Mex-Küche bezeichnet einen Kochstil, der in den USA entwickelt wurde. Der Name setzt sich aus den Namen der beiden Regionen zusammen, die diese Küche beeinflussen: Der US-Bundesstaat Texas sowie der nördliche Teil Mexikos. Die Küche kombiniert somit Einzelelemente der mexikanischen Küche mit der Südstaatenküche, jedoch nicht ohne eigene Aspekte und Eigenheiten beizusteuern. Charakteristisch für die Tex-Mex-Küche ist vor allem der Einsatz scharfer Gewürze, Fleisch und Bohnen.

Allgemeines[Bearbeiten]

Das bekannteste Produkt der mexikanischen Küche ist die Tortilla. Es werden viele Gerichte wie Enchiladas, Burritos, Fajitas und Flautas damit bereitet.

In den USA werden Maistortillas frittiert, diese Tostadas oder Tacos werden auf verschiedene Arten gefüllt und serviert. Die mexikanische Küche ist dadurch in ganz USA mit dem Namen von Texas, das früher ein Teil Mexikos war, sehr populär geworden. So entstand im Laufe der Jahre eine gemischte Form der mexikanischen Küche - Tex-Mex-Küche genannt.

Bekanntestes Gericht dieser Küche ist das Chili con Carne, ein Eintopf aus Fleisch und Chilischoten, dem zum Teil Bohnen und anderes Gemüse beigefügt werden. Aufgrund regionaler und persönlicher Vorlieben kann die Zubereitung sehr unterschiedlich sein.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Begriff „Tex-Mex“ war zunächst ein US-amerikanischer Spitzname für die texanisch-mexikanische Eisenbahn, entstanden aus der Abkürzung des Namens. In den 1920er Jahren wurden dann Texaner mexikanischer Abstammung in amerikanischen Zeitungen so genannt. Im Zusammenhang mit Essen wurde „Tex-Mex“ erst im Jahr 1973 zum ersten Mal in der Zeitung Mexico City News verwendet.

Die texanische Küche wurde bereits seit dem 17. Jahrhundert durch die spanische Küche beeinflusst. 1598 ließen sich hier 600 spanische Kolonisten nieder. In der Folgezeit entstand die Volksgruppe der Tejano aus spanischen Einwanderern und amerikanischen Ureinwohnern, die die Urform der Tex-Mex-Küche entwickelte. Weitere Einflüsse kamen von Einwohnern der Kanarischen Inseln, die ab 1731 nach Mexiko kamen. Sie führten vor allem die Zutaten Kreuzkümmel (Cumin) und Koriander ein.

Die Farmer auf beiden Seiten des Rio Grande entlang der Grenze zu Mexiko bevorzugten cabrito (junge Ziege), barbacoa (gegrillter Ochsenkopf), carne seca (getrocknetes Fleisch) und generell Rindfleisch.

Populär wurde Tex-Mex in den letzten Jahrzehnten vor allem durch entsprechende Kochbücher, zunächst in den USA.