Theodor Danegger

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Theodor Danegger (* 31. August 1891 in Lienz, Osttirol, Österreich, als Theodor Deutsch; † 11. Oktober 1959 in Wien) war ein österreichischer Opernsänger und Schauspieler.

Leben und Arbeit[Bearbeiten]

Der aus einer Schauspielerfamilie stammende Theodor Danegger war am Wiener Burgtheater (1905–1913), am Wiener Volkstheater, an der Neuen Wiener Bühne, am Frankfurter Schauspielhaus und an den Münchner Kammerspielen (1934–1939) engagiert. Seit 1919 trat er in kleinen Nebenrollen auch im Film auf, häufiger war er dort jedoch erst ab 1939 zu sehen. Wegen seiner schlanken, vornehmen Erscheinung wurde er gelegentlich als Adliger oder Geschäftsmann eingesetzt, meist verkörperte er jedoch Diener und andere kleine Leute.

Während der Dreharbeiten zu dem Eisrevuefilm Der weiße Traum (1943) wurde Theodor Danegger wegen homosexueller Handlungen vorübergehend inhaftiert. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges fand er bald neue kleine Filmengagements, zunächst in österreichischen, und von 1949 zunehmend häufig auch in westdeutschen Produktionen. Danegger starb 1959 in Wien und wurde auf dem Zentralfriedhof Wien beerdigt.

Theodor Danegger ist der Sohn des österreichischen Charakterdarstellers und Regisseurs Josef Danegger (1866–1933) und der Bruder der Schauspielerin Mathilde Danegger (1903–1988).

Filmografie[Bearbeiten]

Bis 1945[Bearbeiten]

Nachkriegsfilme[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Kay Weniger: Zwischen Bühne und Baracke. Lexikon der verfolgten Theater-, Film- und Musikkünstler 1933 bis 1945. Metropol, Berlin 2008, ISBN 978-3-938690-10-9, S. 85f

Weblinks[Bearbeiten]