Thermus aquaticus
| T. aquaticus | ||||||||||||
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Thermus aquaticus |
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Thermus aquaticus | ||||||||||||
| Freeze und Brock, 1969 |
Thermus aquaticus gehört zu den thermophilen (wärmeliebenden), grampositiven Bakterien und lebt in heißen Quellen und Geysiren beispielsweise im Yellowstone-Nationalpark. Dort in der Nähe des Great-Fountain-Geysirs wurde das Bakterium 1969 von Forschern der Indiana University entdeckt.[1] Die Umgebungstemperatur in diesen Quellen liegt bei etwa 50 bis 80 °C. Thermus aquaticus ist auf Sauerstoff angewiesen (aerob), zur Ernährung werden Aminosäuren, Zucker, verschiedene organische Säuren oder Mischungen von anderen Stoffen genutzt. Das Bakterium ist also chemoorganotroph, es benötigt organische Stoffe zur Ernährung.
Wie alle grampositiven Bakterien und auch allen anderen Gattungen des Stammes Deinococcus-Thermus wird die Zellwand unter anderem mit dem komplexen Molekül Peptidoglycan (Murein) aufgebaut. Bei Thermus findet man als Besonderheit eine seltene Abweichung, hierbei ist der Bestandteil 2,6-Diaminopimelinsäure durch Ornithin ersetzt.
T. aquaticus wurde ab 1988 durch ihre hitzestabile DNA-Polymerase (nach seinem Namen auch als Taq-Polymerase oder kurz Taq-Pol bezeichnet) bekannt, welche die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) zur Vervielfältigung der DNA wesentlich vereinfacht. Dieses thermostabile Enzym übersteht den Denaturierungsschritt und die Polymerase muss nicht bei jedem Zyklus neu zugegeben werden.
[Bearbeiten] Literatur
- Michael T. Madigan, John M. Martinko, Jack Parker: Brock - Mikrobiologie. 11. aktualisierte Auflage. Pearson Studium, München 2009, ISBN 978-3-8273-7358-8.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Brock, T. D. und Freeze, H. (1969): Thermus aquaticus, a Nonsporulating Extreme Thermophile. In: J. Bact. 98, 289–97. PMID 5781580