Thioschwefelsäure
| Strukturformel | |||||||
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| Allgemeines | |||||||
| Name | Thioschwefelsäure | ||||||
| Andere Namen |
Monosulfanmonosulfonsäure |
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| Summenformel | H2S2O3 | ||||||
| CAS-Nummer | 13686-28-7 | ||||||
| Kurzbeschreibung |
farblose, ölige Flüssigkeit[1] |
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| Eigenschaften | |||||||
| Molare Masse | 114,14 g·mol−1 | ||||||
| Aggregatzustand |
flüssig |
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| pKs-Wert | |||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||
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| Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. | |||||||
Die Thioschwefelsäure ist eine Sauerstoffsäure des Schwefels bzw. eine Thiosäure der Schwefelsäure, die sich formal von der Schwefelsäure ableitet, wobei ein Sauerstoffatom durch ein Schwefelatom ersetzt wird.
Inhaltsverzeichnis |
Darstellung [Bearbeiten]
Die Darstellung der wasserfreien Säure kann durch Umsetzung von Schwefelwasserstoff (H2S) mit Schwefeltrioxid (SO3) in Diethylether bei −20 °C erfolgen. Ab einer Temperatur von −10 °C zerfällt Thioschwefelsäure wieder in H2S und SO3. Ohne Ether entsteht dagegen das ebenfalls leicht zersetzliche Lewis-Addukt H2S·SO3.[1]
Eigenschaften [Bearbeiten]
Thioschwefelsäure liegt in der SH-Form vor.[3] Die tautomere Struktur mit einer Doppelbindung zwischen den Schwefelatomen ist um 41 kJ/mol energiereicher.[1] Die beiden Schwefelatome haben eine mittlere Oxidationszahl von +2. H2S−1S+5O3
Salze der Thioschwefelsäure [Bearbeiten]
Die Salze der Thioschwefelsäure, die Thiosulfate, sind in Wasser beständig. Sie können durch Kochen von Sulfitlösungen mit Schwefel gemäß folgender Gleichung hergestellt werden:
Angesäuerte Thiosulfatlösungen zersetzen sich unter Schwefelabscheidung:
In der Photographie hat Natriumthiosulfat praktische Bedeutung als Fixiersalz. Thiosulfationen wirken reduzierend. In Bleichereien wird es zur Entfernung von Chlor aus chlorgebleichtem Gewebe benutzt. Die quantitative Reaktion mit Iod zu Tetrathionat-Ionen S4O62− wird in der analytischen Chemie (Iodometrie) verwendet.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ a b c d e A. F. Holleman, E. Wiberg. Lehrbuch der Anorganischen Chemie. Walter de Gruyter & Co. Berlin 1995, 101. Auflage, ISBN 3-11-012641-9
- ↑ Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
- ↑ Thieme Chemistry (Hrsg.): RÖMPP Online – Version 3.19. Georg Thieme Verlag KG, Stuttgart 2011

