Thomas D. Rice

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Thomas D. Rice als „Jim Crow“, Illustration 1832
Jim Crow Liederbuch von 1838

Thomas Dartmouth Rice (* 20. Mai 1808 in New York City; † 16. September 1860), war ein US-amerikanischer Komiker und popularisierte in den 1830er Jahren das Blackface.

Leben[Bearbeiten]

Thomas Rice trat als junger Schauspieler in den 1820er Jahren unter dem Spitznamen „Papa“ in Theatern in ganz New York auf, blieb jedoch frustriert von seinen kleinen Rollen. Auf der Suche nach neuen Möglichkeiten akzeptierte Rice die Arbeit als Zimmermann in Louisville, Kentucky, als Darsteller für eine Schauspieltruppe in Cincinnati, Ohio, und als freier Requisiteur für ein baufälliges Spielhaus in Pittsburgh, Pennsylvania.

Angeblich in einer Bühnenshow in Pittsburgh kostümierte er sich erstmals als Stereotyp eines Afroamerikaners, indem er schwarzen Kork über sein Gesicht verteilte, zerfetzte Kleidung und geflickte Schuhe anzog und eine verfilzte schwarze Perücke und einen Strohhut trug und eine Version des Liedes Jim Crow sang, das er von einem Sklaven in Cincinnati gehört hatte. Das weiße Publikum reagierte mit großer Begeisterung. Mit dieser Parodie hatte Rice Erfolg und trat damit unter anderem in Philadelphia, Boston und New York City auf. Mitte der 1830er Jahre war Jump Jim Crow zu einem Hit geworden und die von Rice geschaffene Tanzfigur des Jim Crow zur ersten stereotypen Figur der Minstrel Shows.

Literatur[Bearbeiten]

  • Eric Lott: Love and Theft. Blackface Minstrelsy and the American Working Class. Oxford University Press, New York 1993, ISBN 0-19507832-2.

Weblinks[Bearbeiten]