Trimyristin

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Strukturformel
Strukturformel von Trimyristin
Allgemeines
Name Trimyristin
Andere Namen
  • Glyceryl-trimyristat
  • Glyceryl-Tri(tetradecanoat)
  • Tetradecansäure-1,2,3-propantriylester
Summenformel C45H86O6
CAS-Nummer 555-45-3
PubChem 11148
Kurzbeschreibung

weißes Pulver[1]

Eigenschaften
Molare Masse 723,16 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

0,8848 g·cm−3 (60 °C)[2]

Schmelzpunkt

56–57 °C[1]

Siedepunkt

311 °C [2]

Brechungsindex

1,4428 (60 °C)[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
keine GHS-Piktogramme
H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze [1]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C

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Trimyristin ist ein Bestandteil pflanzlicher Öle und Fette. Die Verbindung gehört zur Gruppe der Fettsäureester des Glycerins (Glycerols), der Triacylglycerine.

Geschichte[Bearbeiten]

Aus der Muskatnussbutter, dem durch Abpressen erhaltenen Samenfett der Muskatnuss-Baums (Myristica fragrans), wurde eine Substanz gewonnen, welche sich als Glycerinester der Tetradecancarbonsäure (Myristinsäure) erwies, und daher Trimyristin genannt wurde.[3]

Vorkommen[Bearbeiten]

Das Samenfett stellt insofern eine Besonderheit dar, als unter den üblicherweise gemischten Triglyceriden (Triacylglycerinen) die Verbindung in sehr hohem Anteil vorkommt. Daher konnte sie leicht isoliert werden. Trimyristin kommt nicht nur in Muskatnussgewächsen (Myristicaceae) vor, sondern (in kleinerem Anteil) auch in den Fetten und Ölen zahlreicher anderer Pflanzenfamilien.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e Datenblatt Glyceryl trimyristate, purum, ≥97,0 % (GC) bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 24. Januar 2012 (PDF).
  2. a b c David R. Lide (Ed.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90th Edition (Internet Version: 2010), CRC Press/Taylor and Francis, Boca Raton, FL, Physical Constants of Organic Compounds, S. 3-270.
  3. Lyon Playfair, Ueber das feste Fett der Muskatbutter. Justus Liebigs Annalen der Chemie, 37: 152–164 (1841). doi:10.1002/jlac.18410370203

Weblinks[Bearbeiten]