Turki Al Saud

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Turki ibn Abdallah ibn Muhammad Al Saud (arabisch ‏تركي بن عبدالله بن محمد آل سعود‎, DMG Turkī b. ʿAbdallāh b. Muḥammad Āl Saʿūd; * 1755; † 1834) war ein Imam der Wahhabiten.

Mit der Eroberung und Zerstörung von Dariya durch Ägypten (1818) wurde das Reich der Saud in Zentralarabien zerschlagen. Dies führte zum neuen Ausbruch von Machtkämpfen unter den Stämmen. In diesen konnte sich Turki as-Saud, ein Großonkel von Abdallah I. ibn Saud (1814-1818) als Imam der Wahhabiten durchsetzen (1820). Ihm gelang auch die Besetzung von Riad, welches das Zentrum des neuen Reichs der Saudis werden sollte. Zunächst dauerten aber die Kämpfe mit der ägyptischen Besatzungsmacht an. Da Turki aber die ägyptische Oberhoheit anerkannte und Tribute zahlte, konnte er seine Stellung in Arabien weiter festigen. Allerdings wurde er im Mai 1834 durch einen Verwandten ermordet. Dennoch konnte sich der schon zu seinen Lebzeiten ernannte Thronfolger Faisal ibn Turki Al Saud (1834-1865) als neuer Imam durchsetzen.

Siehe auch: Dynastie der Saud

Literatur[Bearbeiten]

  • Jörg-Dieter Brandes: … mit Säbel und Koran, Saudi-Arabien oder der Aufstieg der Königsfamilie Saud und der Wahabiten. Thorbecke, Stuttgart 1999, ISBN 3-7995-0094-4.