Uller

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Uller (Begriffsklärung) aufgeführt.

Uller (altnord. Ullr: „der Ehrenhafte“; altengl. wuldor: „Glanz, Ruhm“), auch Ull, Holler, Oller oder Vulder genannt, ist in der nordischen Mythologie der Gott des Winters, der Jagd, des Zweikampfes, der Weide und des Ackers. Er gehört den Asen, dem jüngeren Göttergeschlecht, an und wohnt der Sage nach in seiner selbst gebauten Halle Ydalir (Eibental) in Asgard.

Die Forschung vermutet, dass Uller ein sehr alter Gott gewesen ist, was seine Beziehungen zur Magie unterstreicht. In manchen Gebieten wurde Uller als Hauptgott verehrt (Philippson). In späterer Zeit taucht Uller in der Edda als der Sohn der Sif und Stiefsohn des Thor auf.

Eine Darstellung des Ullers, teils auf Skiern, war als Talisman bei Wintersportlern weit verbreitet. Im übertragenen Sinne wurden kreisförmige Anhänger meist mit Wintersportmotiven im Erzgebirge auch als Uller bezeichnet.

Literatur[Bearbeiten]

  • Ernst Alfred Philippson: Die Genealogie der Götter in Germanischer Religion, Mythologie und Theologie. Urbana University of Illinois Press, 1953.
  • Rudolf Simek: Lexikon der germanischen Mythologie. Stuttgart (3. Aufl.) 2006. ISBN 978-3-520-36803-4.

Einzelnachweise[Bearbeiten]