Unternehmensnachfolge

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Eine Unternehmensnachfolge ist der Übergang des Eigentums an einem Unternehmen sowie der damit verbundenen Leitungsmacht.[1]

Der Bundesverband der Deutschen Industrie legt einer Unternehmensnachfolge im Gegensatz zum Beispiel zum Unternehmenskauf drei Kriterien zu Grunde:

  • Unternehmensnachfolgen können nur in eigentümer- oder familiengeführten Unternehmen auftreten. Als solche definiert das Institut für Mittelstandsforschung Bonn (IfM) Unternehmen, in denen maximal zwei Familien mindestens 50 % der Unternehmensanteile halten und mindestens einer der Gesellschafter in der Geschäftsführung tätig ist.
  • Der Übergang der Leitung des Unternehmens erfolgt im Zuge des Nachfolgeprozesses. Der bloße Übergang von Eigentum ohne den gleichzeitigen Leitungswechsel stellt keine Unternehmensnachfolge dar.
  • Eine Unternehmensnachfolge liegt nur dann vor, wenn die Übergabe der Unternehmensleitung ihre Gründe in der Person des Eigentümers hat. Ist dieser Schritt durch die wirtschaftliche Situation des Unternehmens motiviert, handelt es sich nicht um eine Nachfolge.[2]

Jährlich werden in Deutschland gemäß einer Studie des Instituts für Mittelstandsforschung (Bonn) zwischen 2014 und 2018 rund 27.000 Betriebe von der Regelung einer Unternehmensnachfolge betroffen sein.[3]

Siehe auch[Bearbeiten]

Firmenbörse

Literatur[Bearbeiten]

  • Klein-Blenkers, Unternehmensnachfolge in Zahlen, Zeitschrift für Erbrecht und Unternehmensnachfolge (ZEV) 2001, S. 329

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Unternehmensnachfolge www.dasWirtschaftslexikon.com, abgerufen am 25. September 2014.
  2. Website des BDI
  3. Unternehmensübertragungen und Nachfolgen