Uriel Birnbaum

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Uriel Birnbaum (* 13. November 1894 in Wien; † 9. Dezember 1956 in Amersfoort, Niederlande) war ein österreichischer jüdischer Maler, Karikaturist, Schriftsteller und Dichter.

Leben[Bearbeiten]

Uriel Birnbaum war der jüngste Sohn des Zionisten und jüdischen Philosophen Nathan Birnbaum und der Rosa Korngut. Von 1915 bis 1917 absolvierte er Kriegsdienst und wurde während des Krieges verwundet, woraufhin eines seiner Beine amputiert werden musste.[1] In den 1920er Jahren war er unter anderem Illustrator für die Kinderzeitschrift Der Regenbogen, für die er auch einige Bildgeschichten schuf. Für seinen Sonetten-Band In Gottes Krieg erhielt er 1923 den Bauernfeld-Preis.

Ab 1939 lebte er im niederländischen Exil und arbeitete dort am legitimistischen Roman Habsburgische Utopie.[1]

Als Kriegsinvalide in „geschützter Mischehe“ wurde er nicht deportiert, sah sich jedoch von 1943 bis 1945 zum Verstecken genötigt.[1] Sein Bruder Menachem kam hingegen in einem deutschen Konzentrationslager ums Leben.

1959 wurde die Birnbaumgasse in Wien-Favoriten nach ihm benannt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans Giebisch, Gustav Gugitz: Bio-bibliographisches Literaturlexikon Österreichs. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Hollinek, Wien 1964, S. 31.
  • Georg Schirmers: Uriel Birnbaum. 1894–1956. Dichter und Maler. Universitäts-Bibliothek, Hagen 1990 (Veröffentlichungen der Universitätsbibliothek Hagen 1, ZDB-ID 2220502-0).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Österreichische Literatur im Exil. (PDF; 538 KB).