Völkermord in Burundi

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Ein Völkermord in Burundi vollzog sich zweimal seit der Erlangung der Unabhängigkeit Burundis im Jahr 1962, in beiden Fällen als Folge gewaltsamer, ethnischer Auseinandersetzungen zwischen den Ethnien der Hutu und der Tutsi. Im Jahr 1972 kam es unter Präsident Michel Micombero zu systematischen Massakern an der Zivilbevölkerung durch die von Tutsi dominierte Armee, denen ein Großteil der Hutu des Landes zum Opfer fiel.[1] Im Jahr 1993 wurden in Folge der Ermordung des Hutu-stämmigen Präsidenten Melchior Ndadaye zahlreiche Massaker an der Tutsi-Zivilbevölkerung durch ethnische Hutu durchgeführt. Täter waren hierbei sowohl Zivilisten als auch Milizen. Beide Ereignisse erfüllen laut der International Commission of Inquiry for Burundi des United States Institute of Peace die Kriterien eines Genozid.[2]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lemarchand, R. (1998): Genocide in the Great Lakes: which genocide? Whose genocide? African Studies Review, 3-16, Jstor URL, Volltext (PDF; 2,0 MB)
  2. International Commission of Inquiry for Burundi: Final Report (PDF; 793 kB) - United States Institute of Peace