Venø

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Veno ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Veno heißt auch eine der Surpava ähnliche Bambusflöte im indischen Bundesstaat Gujarat.

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Venø
Venø Kirke, Kirche von Venø.
Venø Kirke, Kirche von Venø.
Gewässer Limfjord
Geographische Lage 56° 33′ 15″ N, 8° 37′ 30″ O56.5541666666678.625Koordinaten: 56° 33′ 15″ N, 8° 37′ 30″ O
Venø (Midtjylland)
Venø
Länge 7,5 km
Breite 1,5 km
Fläche 6,46 km²
Einwohner 185 (1. Januar 2014[1])
29 Einw./km²
Hauptort Venø By

Venø (oder Venö) ist eine Insel im dänischen Limfjord nördlich von Struer. Sie ist ca. 7,5 km lang, bis zu 1,5 km breit und hat eine Fläche von etwa 6,46 km².[2] Die Insel bildet eine eigene Kirchspielsgemeinde Venø Sogn, die bis 1970 zur Harde Skodborg Herred im damaligen Ringkøbing Amt gehörte, danach zur Struer Kommune im erweiterten Ringkjøbing Amt, die im Zuge der Kommunalreform zum 1. Januar 2007 in der „neuen“ Struer Kommune in der Region Midtjylland aufging. Die Insel hat 185 Einwohner (1. Januar 2014)[1], einen kleinen Yachthafen und eine Fährverbindung zum Festland. Mit 266 m Länge ist diese Fährverbindung die kürzeste Autofährenstrecke Dänemarks. Einziger Ort auf der Insel ist Venø By.

Auf Venø liegt eine "Efterskole" und ein Campingplatz, es gibt einen Laden mit Imbiss im Hafen und eine gehobene Gaststätte (Kro). Auf der Insel wird Landwirtschaft betrieben. Bekannt ist der Anbau einer eigenen Kartoffelsorte und die Schafzucht.

Im Norden der Insel befindet sich ein von Nehrungen umschlossener, herzförmiger Strandsee (Nørskov Vig, auch Klovvig genannt). Die dänische Bezeichnung für eine solche morphologische Erscheinung lautet "Vinkelforland". Hierunter versteht man die Entwicklungsstufen zu einem Vorland, dessen Entstehung auf das Zusammenwachsen von zwei oder mehreren Landzungen (Nehrungen) zurückgeht, so dass diese mit der Zeit eine Bucht zu einem Haff oder Bodden umformen und schließlich vollständig vom offenen Meer abschnüren. Der so entstandene Strandsee verlandet danach allmählich. Auf Venø ist ein solcher Strandsee bereits entstanden, aber die Verlandung ist noch nicht eingetreten. Zwar gibt es in Dänemark einige Gebiete mit einem solchen Vinkelforland, jedoch repräsentiert das Vinkelforland von Venø eine Entwicklungsphase, die so an keinem anderen Ort Dänemarks anzutreffen ist. Das Gebiet gehört daher zu den rund 200 besonders geschützten "Gebieten von nationalem geologischem Interesse" (områder af national geologisk interesse) Dänemarks. In dem Gebiet ist ein großes Vogelschutzgebiet errichtet worden.

Die Kirche im Ort (Venø Kirke) gehört zu den kleinsten Kirchen Dänemarks.

Venø gehört zum Verband dänischer Kleininseln.

Literatur[Bearbeiten]

  • Steen Andersen (Red.): Det mellemste Jylland (erschienen in der Reihe Geologisk set) - 272 S., zahlr. Abb. und Karten, Geografforlaget, Brenderup (DK) 1994 (1. Auflage der 1. Ausgabe).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Statistikbanken -> Befolkning og valg -> BEF4: Folketal pr. 1. januar fordelt på øer (dänisch)
  2. Danmarks Statistik: Statistical Yearbook 2009 - Geography and climate, Table 3 Area and population. Regions and inhabited islands (englisch; PDF; 39 kB)

Weblinks[Bearbeiten]