Vernon Mountcastle

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Vernon Benjamin Mountcastle (* 15. Juli 1918 in Shelbyville, Kentucky; † 11. Januar 2015 in Baltimore, Maryland) war ein US-amerikanischer Neurowissenschaftler.

Mountcastle war von 1964 bis 1980 Nachfolger von Philip Bard als Direktor des Department of Physiology at the School of Medicine an der Johns Hopkins University. Hier gründete er die Philip Bard Laboratories of Neurophysiology, die Teil des Department of Neuroscience wurden. Von 1970 bis 1971 war er Präsident der Society for Neuroscience.

In einer Arbeit von 1957[1] über die Organisation der somatosensorischen Hirnbereiche von Katzen wies er die Gliederung der Cortex in diesem Bereich in säulenförmig angeordneten Nervenzellen nach, die etwa 500 Mikrometer Ausdehnung haben. Nervenzellen innerhalb dieses Bereichs haben ein gemeinsames Rezeptionsfeld.

1966 wurde er in die National Academy of Sciences gewählt. 1978 wurde er mit dem Louisa-Gross-Horwitz-Preis, 1980 dem Ralph-W.-Gerard-Preis, 1983 mit dem Albert Lasker Award for Basic Medical Research, 1986 mit der United States National Medal of Science und 1998 mit dem NAS Award in the Neurosciences ausgezeichnet.

Vernon Mountcastle starb am 11. Januar 2015 in seinem Zuhause in Baltimore, Maryland im Alter von 96 Jahren an den Folgen einer Grippe.[2]

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Mountcastle, V. (1978): An Organizing Principle for Cerebral Function: The Unit Model and the Distributed System. In: Mindful Brain: Cortical Organization and the Group-Selective Theory of Higher Brain Function (Gerald M. Edelman and Vernon B. Mountcastle, eds.). Cambridge, MA: MIT Press.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mountcastle Modality and topographic properties of single neurons of cat’s somatic sensory cortex, J. Neurophysiol., Band 20, 1957, S. 408–434
  2. Benedict Carey: Vernon B. Mountcastle, Brain Explorer, Dies at 96. In: The New York Times vom 17. Januar 2015 (englisch, abgerufen am 17. Januar 2015).