Video Disk Recorder

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VDR
VDR-logo.png
EPG Was läuft jetzt?
OSD mit EPG
Basisdaten
Entwickler Klaus Schmidinger
Aktuelle Version 2.0.6
(22. März 2014)
Betriebssystem Linux
Kategorie Software
Lizenz GPL
Deutschsprachig Ja
VDR-Homepage
Abhängigkeiten

Video Disk Recorder (VDR) ist eine freie Software für das Betriebssystem Linux. Mit dem VDR hat man die Möglichkeit, einen Computer als digitalen Videorekorder zu nutzen.

Konzept[Bearbeiten]

Der VDR ist ein Sammlung von Programmen unter Linux, die ursprünglich für einige aktive DVB-Karten mit Video-Ausgang (Full-Featured) entwickelt wurden.

Benötigt wurde dazu zunächst ein PC ab 166 MHz und eine digitale (Full-Featured) TV-Karte (DVB-Karte) für Satelliten-, Terrestrischen- oder Kabelempfang.

Der Hauptunterschied zu anderen Programmen, die Fernsehempfang auf dem PC ermöglichen, bestand darin, dass die Möglichkeiten aktiver DVB-Karten (Full-Featured) konsequent genutzt werden können. Die Bildausgabe erfolgt dann direkt von der DVB-Karte als VIDEO-Signal zum Fernseher und nicht, wie bei anderen Systemen, über eine Grafikkarte.

Mittels einer normalen IR-Fernbedienung ist das VDR-System über das OSD-Menü vollständig steuerbar.

Aus der Fähigkeit, Fernsehen und Radio auf einem VDR-System zu empfangen und Sendungen auf einer Festplatte zu speichern, wird so ein Festplattenreceiver (PVR) mit den erweiterten Möglichkeiten eines PCs.

Weitere Zusatzfunktionen wie DVD-Player, MP3-Player, IPTV und Webradio lassen sich über eine Vielzahl an Plug-ins in das VDR-System integrieren.

Architektur[Bearbeiten]

Die gesamte Software des VDR ist unter Linux nach dem Client-Server-Modell konzipiert, sodass heute viele weitere TV-Karten zum TV-Empfang im Server des VDR verwendet werden können.

Lediglich zur Wiedergabe ist im Client eine leistungsfähige Grafikkarte oder eine TV-Karte mit MPEG-Hardware-Decodierung und gegebenenfalls Video-Ausgang erforderlich.


Vom VDR können auch Fernsehsendungen als IP-Stream in ein Netzwerk verbreitet werden. Alternativ kann dann die Programmauswahl und Programmierung der TV-Sendungen von einem Internetbrowser erfolgen und der VLC Media Player kann zum Fernsehempfang verwendet werden.

Auch die Reelbox ist nach dem Prinzip des VDR aufgebaut.

Funktionen[Bearbeiten]

Der Video Disk Recorder und dessen Plugins bieten unter anderen folgende Funktionen:

  • Nutzung der OSD-Funktion der FF-DVB-Karte
  • Steuerung über Fernbedienung oder Tastatur
  • Unterstützt mehrere DVB-Karten und einige Modelle von Analog-TV Karten (eine FF-DVB-Karte wird zur Video-Ausgabe empfohlen).
  • verschiedene Empfangssysteme DVB-S/C/T können gemischt werden
  • Unterstützung verschlüsselter Pay-TV-Sender (CI-CAM)
  • Elektronische Programmzeitschrift (EPG) (was läuft jetzt/als Nächstes?)
  • Unterstützung aller verfügbaren Audio-Spuren einschließlich Dolby Digital
  • Timer, Autotimer (Erzeugen von Timern nach Stichwortsuche im EPG)
  • Schlafmodus (Standby) und Aufwachfunktion über Timersteuerung
  • Sofortaufnahme, zeitversetztes Fernsehen (timeshift)
  • Schneiden und Aufbereiten der Aufnahmen in die gängigen Formate mit anschließender Brennfunktion
  • Fernbedienung, Programmierung, Verwaltung per Webbrowser über HTTP-Server im lokalen Netz oder Internet
  • Streaming (Fernsehbild oder Radioton über das Netz auf Streaming-Clients abrufbar)
  • Netzwerkfähig: Es muss nicht in jedem VDR im Netzwerk eine TV-Karte sein.
  • Über eine Plugin-Schnittstelle erweiterbar

Weblinks[Bearbeiten]

  • VDR-Portal, deutschsprachige Anlaufstelle rund um den VDR
  • VDR-Wiki, ein Nachschlagewerk rund um den VDR mit Installationsanleitungen und mehr