Video Jockey

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum Videokünstler (VJ) siehe Visual Jockey

Als Video Jockey (Kurzform VJ; [ˈviːdʒeɪ]) bezeichnet man die Musikvideoclip-Ansager bei kommerziellen Musikfernsehsendern wie z. B. MTV und VIVA.

Der Begriff Video Jockey (VJ) sollte nicht verwechselt werden mit der künstlerischen Tätigkeit eines Visual Jockey (VJ). Das Kürzel VJ hat sich allerdings für beide Beschäftigungen eingebürgert, so dass es zu Verwechslungen kommen kann. Die Abkürzung VJ geht zurück auf den Begriff DJ (Kurzform von Disc Jockey) und ist ebenso verwandt dem Kürzel LJ (Kurzform von Light Jockey).

Der Beruf des Video Jockeys entstand parallel zum Aufkommen der ersten Musikfernsehsender. Als Geburtsstunde der Video Jockeys lässt sich also sehr genau das Jahr 1981 datieren, in dem der weltweit erste Musiksender MTV in den USA startete.

Aufgrund der Popularität der Musikfernsehsender insbesondere in den 1980er und 1990er Jahren wurden aus Video Jockeys relativ bekannte Prominente. In Deutschland wären etwa zu nennen Heike Makatsch, Stefan Raab, Mola Adebisi (alle VIVA), Kristiane Backer, Ray Cokes uvm.

Da sich Musikfernsehsender primär an jugendlichen Zielgruppen richten, gilt für die Tätigkeit des Video Jockeys eine (inoffizielle) Altersbeschränkung: Anders als bei Radio-DJs (dem Radio-Pendant zum Video Jockey im Fernsehen) ist mit max. 30–35 Lebensjahren (oft auch schon früher) in der Regel Schluss, da ab diesem Alter eine authentische Anmoderation der auf den Geschmack von Kindern und Jugendlichen zugeschnittenen Clips kaum mehr möglich ist.

Wegen der zunehmenden Zahl an Fernsehsendern und der wachsenden Bedeutung des Mediums Internet haben es heutige Video Jockeys darüber hinaus wesentlich schwerer, einen hohen Bekanntheitsgrad zu erlangen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Video Jockeys – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien