Vierjähriger Sejm

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Verabschiedung der Verfassung vom 3. Mai 1791 (Gemälde von 1806)

Der Vierjährige Sejm bezieht sich auf das polnische Parlament der Tagungsjahre 1788–1792. Er wurde mit Erlaubnis der russischen Zarin Katharina II in Warschau einberufen. Anfangs war das Thema eine Entsendung von 100.000 Soldaten zur Hilfe beim russischen Türkenkrieg. Ein Defensivbündnis, im Falle eines russischen Angriffs auf Polen, wurde 1790 mit dem Königreich Preußen unterzeichnet. Großen Einfluss auf die Arbeit des Sejms nahm auch die Französische Revolution, die mit den Schlagworten: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die absolutistischen Monarchien Europas gefährdete. Vor allem Polens Nachbarn Preußen, Österreich und Russland, sowie der reiche polnische Landadel, forderten eine „Vernichtung des Pariser Ungeziefers“.

Eines der wichtigsten Werke des Vierjährigen Sejms war die Verabschiedung einer neuen Konstitution, der Verfassung vom 3. Mai 1791. Sie war die erste moderne Verfassung Europas, die zweite überhaupt nach den USA, und sah neben einer Teilung und Verschränkung der Gewalten auch das Prinzip der Volkssouveränität vor, sowie eine Änderung von einer parlamentarischen Monarchie auf eine konstitutionelle Monarchie. Die letzte Versammlung fand am 29. Mai 1792 statt. Die Verfassung selbst hielt 14 Monate und 3 Wochen.

Marschall der Versammlung war Stanisław Małachowski.