WERSI

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Elektronische WERSI-Heimorgel

WERSI war von 1969 bis 2010 ein deutscher Hersteller von Elektronischen Orgeln, die größtenteils als Bausatz verkauft wurden.

Die Gründer des Unternehmens waren die Brüder Wilhelm-Erich und Reinhard Franz aus dem Rhein-Hunsrück-Kreis. Der Name WERSI setzt sich aus den Anfangsbuchstaben deren Geburtsortes Werlau und denen der Kreisstadt Simmern zusammen.

Die große Anzahl der elektronischen und mechanischen Bauteile erforderte seinerzeit umfangreiche Handarbeit, sodass fertige WERSI-Orgeln für die meisten Musiker unerschwinglich waren. Durch den Selbstbau, dessen Idee von der damaligen Konkurrenzfirma Dr. Böhm adaptiert worden war, wurden größere E-Orgeln von WERSI erstmals für viele Bands und Hobbymusiker interessant. Darüber hinaus bot der Bau einer WERSI-Orgel so manchem Bastler die Möglichkeit, ein Zusatzeinkommen zu erwerben.

Da die Technik zunehmend komplexer und durch Miniaturisierung elektronischer Bauteile eine automatisierte Platinenbestückung erforderlich wurde, gab es später nur noch einsatzbereite bzw. spielfertige Orgeln zu kaufen.

Die Orgeln enthielten 12 einzeln zu stimmende Oszillatoren. Im Gegensatz zu aus Zählschaltungen erzeugten Tönen war ihr Klang daher nicht synthetisch. Spätere Modelle wurden oftmals durch einen integrierten PC mit CD-Brenner und Touchscreen ergänzt.

Die zuletzt hergestellten Orgeln sind Modelle der OAS Serie (OpenArt-Systems) mit den Bezeichnungen „Apollo“, Abacus, „Ikarus“, „Xenios“, „Verona“, „Scala“, „Louvre“, „Gigapiano“ und „Expander“. Die Tonerzeugung erfolgt bei diesen mittels verschiedener Technologien, wie Sampling, Wavetable, Drawbars (OX7), Analog, FM, VST-Host für bis zu vier Instrumente, Video und MP3, voll digital, wodurch die jeweiligen Stärken der Klangerzeugung gleichzeitig zum Tragen kommen. Eingebaut sind weiterhin ein digitales Mehrkanal-Mischpult, ein Equalizer, ein Effektgeräte sowie Klangfarben von Fremdherstellern.

Nach dem Konkurs des Unternehmens erwarb die Firma Music Store in Köln 2010 die Markenrechte.

Der ehemalige Standort des Betriebes befand sich Am Eichelgärtchen 32–36 im Industriegebiet in Halsenbach. Auch heute sind die großen länglichen hallenartigen Gebäude noch zu sehen. Zeitweise wurden auch einzelne weitere Lagerräume im Ortsbereich angemietet, in denen die Bauteile gelagert wurden.

Seit der Übernahme 2010 von MusicStore werden die Orgeln der OAS-Serie vom WERSI-Studio Hochrhein gefertigt.

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