Wachturm

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Dieser Artikel erläutert Bauwerke, die Wachturm genannt werden, für die religiöse Zeitschrift der Zeugen Jehovas siehe Der Wachtturm verkündigt Jehovas Königreich.
Schlesischer Busch: Alter Grenzwachturm der Berliner Mauer
Der Feuerwachturm auf den Calvörder Rabenberg (Calvörde)

Ein Wachturm oder Wachtturm ist ein Bauwerk, das zu den Beobachtungstürmen zählt und einen weiten Überblick über ein bestimmtes Areal ermöglichen soll. Wachtürme sind in der Regel mit Wachposten besetzt. Dieser Posten kann rein ziviler Natur sein (zum Beispiel zur Überwachung von Waldgebieten in Bezug auf Brände), häufig ist er aber eher der Bewachung eines Objektes dienend. In letzterem Fall ist der Posten meistens bewaffnet. Grundsätzlich verfügen Wachtürme über geeignete kabellose oder drahtgebundene Fernmeldeeinrichtungen. Wachtürme von Gefängnissen sind häufig Bestandteile der Gefängnismauer.

Wachtürme für die Überwachung von Objekten sind meistens nicht sehr hoch (Bauhöhe unter 20 Meter), während Wachtürme zur Überwachung von Wäldern meistens bis zu 50 Meter hoch sind, da sie die Baumwipfel überragen müssen.

Wachtürme können als Holzfachwerk-, Stahlfachwerk- und Betontürme ausgeführt sein. Es sind auch gemauerte Ausführungen möglich.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Beispiele

[Bearbeiten] Historisches

Der Stefansturm südöstlich von Arzbach im Westerwald, wurde 1953/54 als Aussichtsturm in Anlehnung an die antike Bauweise errichtet[1]

In früherer Zeit wurden Wachtürme vermehrt eingesetzt, um einerseits Gebiete, aber auch Orte zu überwachen, vor allem im Hinblick auf eine etwaige Brandgefahr. Das rechtzeitige Erkennen und Melden derartiger Gefahren war zur Verhinderung von Feuersbrünsten besonders wichtig.

Außerdem waren viele Wachtürme Teile eines Kommunikationssystems. Dazu wurden die Türme in Sichtabstand errichtet. Damit konnten durch Feuer- oder Rauchzeichen schnell Botschaften über große Distanzen übermittelt werden. Solche Anlagen ("Specula") gab es zum Beispiel entlang dem Limes des Römischen Reichs oder in Form der Kreidfeuer im südöstlichen Österreich zur Zeit der Türkeneinfälle.

Im Spätmittelalter wurden einzelstehende Wachtürme den Mauerringen großer Städte in der Sichtdistanz von Signalzeichen vorgelagert. Solche Beobachtungsposten werden als Warttürme oder (Feld-)Warten bezeichnet.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Hartwig Schmidt: Archäologische Denkmäler in Deutschland – Rekonstruiert und wieder aufgebaut, Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-8062-1395-X, S. 100

[Bearbeiten] Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Wachturm – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Watch towers – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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