Westerwald
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| Westerwald | |
|---|---|
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Übersichtskarte Westerwald |
|
| Höchster Gipfel | Fuchskaute (657 m ü. NN) |
| Lage | Rheinland-Pfalz, Hessen, Nordrhein-Westfalen |
| Teil des | Rheinischen Schiefergebirges |
| Koordinaten | 50° 40′ N, 7° 50′ O50.6666666666677.8333333333333657Koordinaten: 50° 40′ N, 7° 50′ O |
| Typ | Mittelgebirge |
| Gestein | u.a. Basalt, Quarzit, Schiefer |
| Fläche | 3.000 km² |
Der Westerwald ist ein rechtsrheinisch gelegenes Mittelgebirge in den deutschen Bundesländern Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Er ist Teil des Rheinischen Schiefergebirges. Seine höchste Erhebung ist mit 657 m ü. NN die zum Hohen Westerwald, dem basaltigen Höhenschwerpunkt gehörende Fuchskaute.
Der Westerwald wird landläufig definiert als jenes Land zwischen den Flüssen Dill im Osten, Lahn im Süden, Rhein im Westen, Sieg im Norden und Heller im Nordosten, wobei die im Norden dieses Gebietes gelegenen Höhenzüge unmittelbar südlich von Sieg und Heller naturräumlich nicht mehr zum Westerwald gehören. Die historische Region Westerwald hat dem gegenüber noch etwas abweichende, nicht exakt zu bemessende Grenzen.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
[Bearbeiten] Lage
Der Westerwald liegt südwestlich des Dreiländerecks Rheinland-Pfalz–Hessen–Nordrhein-Westfalen im Landkreis Altenkirchen, Lahn-Dill-Kreis, Landkreis Limburg-Weilburg, Landkreis Neuwied, Rhein-Lahn-Kreis, Rhein-Sieg-Kreis, Westerwaldkreis und im Kreis Siegen-Wittgenstein.
Er erstreckt sich etwa südlich von Burbach, südwestlich von Haiger, nordwestlich von Weilburg, nördlich von Limburg an der Lahn, nordöstlich von Koblenz, östlich von Linz am Rhein, südöstlich von Wissen und südlich von Betzdorf. In seinem Zentrum liegen Bad Marienberg, Hachenburg und Westerburg.
Im Uhrzeigersinn wird der Westerwald durch die Tallandschaften dieser Fließgewässer begrenzt:
- Dill (Dilltal) im Osten
- Lahn (Gießen-Koblenzer Lahntal) im Süden
- Rhein (Neuwieder Rheintalweitung und Unteres Mittelrheintal) im Westen
- Sieg (Mittelsiegtal) im Norden
- Heller (Mittleres Hellertal) im Nordosten
Östlich der Dill schließt sich das Gladenbacher Bergland an, südlich der Lahn der Hintertaunus, westlich des Rheins die Eifel, nördlich der Sieg das Ebbegebirge und nordöstlich der Heller das Rothaargebirge.
Geomorphologisch gehört der Westerwald zum Rheinischen Schiefergebirge und bildet den zentral westlichen Teil von dessen östlicher, rechtsrheinischer Hälfte. Es gehört allerdings auch das östlich der Dill gelegene, bis 609 m hohe Gladenbacher Bergland und die bis 561 m hohe Struth zum Naturraum Westerwald, während die bis 641 m hohe Haincher Höhe (von der die Struth abzweigt) nebst der 579 m hohen Kalteiche schon zum Rothaargebirge gezählt wird.
[Bearbeiten] Naturräumliche Gliederung
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Der in den oben skizzierten Grenzen bemessene Westerwald gliedert sich naturräumlich in folgende Landschaften (Naturräume, die Außengrenzen darstellen, in Klammern): [1][2][3][4]
[Bearbeiten] Der Westerwald im engeren Sinne
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Der Westerwald im engeren Sinne teilt sich auf in drei Regionen bzw. naturräumliche Haupteinheiten: Hoher Westerwald, Oberwesterwald und Niederwesterwald.
[Bearbeiten] Hoher Westerwald
Der Hohe Westerwald ist eine mit Wäldern versehene, wellige und zugleich basalthaltige Hochfläche mit ausgeprägtem Reizklima auf rund 450 bis 657 m Höhe. Hier befindet sich mit der Fuchskaute der höchste Berg des Westerwalds.
[Bearbeiten] Oberwesterwald
Der Oberwesterwald liegt als teils bewaldetes vulkanisches Kuppenland mit größeren Basaltdecken vor allem im Bereich der Westerwälder Seenplatte auf etwa 350 bis 500 m Höhe. Südlich schließt sich als Teil des Lahntals das Hügelland des Limburger Beckens an.
[Bearbeiten] Niederwesterwald
Der Niederwesterwald grenzt an die Tallandschaften von Rhein und Lahn und stellt den West- und Südwestteil des Westerwalds als zertaltes Rumpfgebirge in Höhenlagen von 200 bis 400 m dar. Darin eingelagerte Senkungsräume (Dierdorfer Senke, Montabaurer Senke) sind für ihre Tonvorkommen bekannt (Kannenbäckerland). Im Südwesten befindet sich mit der waldreichen Montabaurer Höhe (545 m) ein Härtlingszug aus Quarzit sowie das Naturschutzgebiet Malberg. Das nordwestlich anschließende Siebengebirge bei Bonn (bis 464 m) wird räumlich schon dem Mittelrheingebiet zugerechnet.
[Bearbeiten] Ortschaften
Kreisstädte im Westerwald sind: Altenkirchen (Landkreis Altenkirchen), Montabaur (Westerwaldkreis) und Neuwied (Landkreis Neuwied). Darüber hinaus haben der Lahn-Dill-Kreis, der Landkreis Mayen-Koblenz, der Rhein-Lahn-Kreis und der Landkreis Limburg-Weilburg Anteile am Westerwald. Nimmt man die Sieg als nördliche geografische Begrenzung des Westerwaldes an, so gehört ebenfalls der rechtsrheinische Rhein-Sieg-Kreis zu Teilen (z. B. das Siebengebirge und die Gemeinden Eitorf und Windeck) dazu.
→ Genauere Informationen siehe in den Kategorien Ort(e) im Westerwaldkreis, Ort(e) im Landkreis Altenkirchen und Ort(e) im Landkreis Neuwied.
[Bearbeiten] Berge
Der höchste Berg des Westerwalds ist die im „Hohen Westerwald“ befindliche Fuchskaute. Zahlreiche Berggipfel und -kuppen übersteigen die 600-Meter-Höhenlinie. Zu den Erhebungen des Westerwalds gehören (sortiert nach Höhe in Meter über Normalnull):
→ Hauptartikel: Liste der Berge und Erhebungen des Westerwalds
- Fuchskaute (657 m), bei Willingen, Westerwaldkreis, Rheinland-Pfalz
- Stegskopf (654 m), bei Emmerzhausen, Landkreis Altenkirchen, Rheinland-Pfalz
- Salzburger Kopf (653 m), bei Salzburg, Westerwaldkreis, Rheinland-Pfalz
- Höllberg (643 m), bei Driedorf, Lahn-Dill-Kreis, Hessen
- Auf der Baar (618 m), bei Driedorf / Breitscheid, Lahn-Dill-Kreis, Hessen
- Barstein (614 m), bei Breitscheid, Lahn-Dill-Kreis, Hessen
- Knoten (605 m), bei Driedorf, Lahn-Dill-Kreis, Hessen
- Montabaurer Höhe (545 m) mit dem Köppel (540 m), bei Montabaur, Westerwaldkreis, Rheinland-Pfalz
- Gräbersberg (513 m) bei Alpenrod, Westerwaldkreis, Rheinland-Pfalz
- Haselichskopf (506 m), bei Elkenroth, Landkreis Altenkirchen, Rheinland-Pfalz
- Dernbacher Kopf (427m), bei Dernbach (Landkreis Neuwied), Rheinland-Pfalz
- Malberg (422 m), bei Moschheim
- Heidenhäuschen (398 m), bei Waldbrunn, Landkreis Limburg-Weilburg, Hessen
- Hummelsberg (389 m), bei Linz am Rhein, Landkreis Neuwied, Rheinland-Pfalz
- Beulskopf (388 m), bei Altenkirchen, Landkreis Altenkirchen, Rheinland-Pfalz
[Bearbeiten] Gewässer
[Bearbeiten] Flüsse
[Bearbeiten] Grenzflüsse
Die begrenzenden Flüsse des Westerwaldes sind:
- Flüsse, deren Tallandschaften das Gebirge begrenzen (im Uhrzeigersinn):
[Bearbeiten] Flüsse im Inneren des Westerwalds
Im Folgenden werden die wichtigsten inneren Flüsse des Westerwaldes[5] und der unmittelbar angrenzenden Höhenzüge mit einem Einzugsgebiet von mindestens 20 km², im Uhrzeigersinn geordnet, beginnend im Osten, an der Südseite der Lahn-Sieg-Wasserscheide, aufgeführt[6][7][8].
Zur besseren Übersicht bzw. zur Sortierung flussabwärts sind, je nach Flusssystem, in die DGKZ-Ziffern nach den Ziffern des jeweiligen Hauptflusses Bindestriche eingefügt.
Die Grenzflüsse Dill und Heller, die nur rechtsseitig (Dill) bzw. linksseitig (Heller) aus dem Westerwald gespeist werden, sind kursiv gedruckt. Ihre Werte zu Einzugsgebiet und Abfluss betreffen entsprechend nur zu je etwa der Hälfte den Westerwald.
Die abschnittsweisen Grenzflüsse Lehn, Rhein und Sieg sind dem gegenüber nicht aufgeführt, da sich ihre Quellgebiete in einiger Entfernung vom Westerwald befinden.
Die Mündungsorte sind je mit einem Stern (*) gekennzeichnet.
| Name |
Haupt- fluss |
Länge [km] |
Einzugsgebiet [km²] |
Abfluss (MQ) [l/s] |
Quellgebiet |
Natur- raum [9] |
Orte (flussabwärts) |
DGKZ |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Dill | Lahn (r) | 55,0 | 717,7 | 9514 | Kalteiche (mit Haincher Höhe) | 333.0 | Haiger, Dillenburg, Herborn, Ehringshausen, Wetzlar* | 258-4 |
| Haigerbach | Dill (r) | 15,5 | 52,0 | 1014 | Westerwälder Basalthochfläche | 322.0 | Haiger* | 2584-2 |
| Aubach | Dill (r) | 15,8 | 31,3 | 620 | Westerwälder Basalthochfläche | 322.0 | Haiger* | 2584-32 |
| Amdorfbach | Dill (r) | 15,9 | 54,4 | 782 | Westerwälder Basalthochfläche | 322.0 | Amdorf, Burg* | 2584-72 |
| Rehbach | Dill (r) | 20,3 | 48,7 | 828 | Westerwälder Basalthochfläche | 322.0 | Sinn* | 2584-8 |
| Ulmbach | Lahn (r) | 22,9 | 60,9 | 741 | Westerwälder Basalthochfläche | 322.0 | Leun-Biskirchen* | 258-56 |
| Kallenbach | Lahn (r) | 14,6 | 84,7 | 942 | Westerwälder Basalthochfläche | 322.0 | Löhnberg* | 258-58 |
| Kerkerbach | Lahn (r) | 20,7 | 70,2 | 564 | Südliches Oberwesterwälder Hügelland | 323.3 | Lahr, Runkel* | 258-72 |
| Elbbach | Lahn (r) | 40,7 | 323,7 | 3996 | Westerwälder Basalthochfläche | 322.0 | Hadamar, Limburg* | 258-76 |
| Gelbach | Lahn (r) | 39,7 | 221,2 | 2480 | Oberwesterwälder Kuppenland | 323.1 | Montabaur, Weinähr | 258-94 |
| Emsbach | Lahn (r) | 11,5 | 29,4 | Hochfläche von Welschneudorf | 324.0 | Bad Ems* | 258-98 | |
| Hillscheiderbach | Rhein (r) | 12,6 | 43,2 | Montabaurer Höhe | 324.1 | Vallendar* | 2-71144 | |
| Brexbach | Saynbach (l) | 21,7 | 53,5 | Montabaurer Höhe | 324.1 | Sayn* | 2712-8 | |
| Masselbach | Brexbach (r) | 9,5 | 23,7 | Montabaurer Höhe | 324.1 | 27128-2 | ||
| Saynbach | Rhein (r) | 42,7 | 222,3 | Dreifelder Weiherland | 323.2 | Sayn, Bendorf* | 2-712 | |
| Holzbach | Wied (l) | 43,8 | 176,3 | Dreifelder Weiherland | 323.2 | Dierdorf, Döttesfeld* | 2716-2 | |
| Wied | Rhein (r) | 102,3 | 770,8 | Dreifelder Weiherland | 323.2 | Altenkirchen, Neustadt, Neuwied* | 2-716 | |
| Mehrbach | Wied (r) | 22,9 | 65,9 | Leuscheid | 330.0 | Ehrenstein* | 2716-4 | |
| Pfaffenbach | Wied (r) | 20,6 | 62,8 | Leuscheid | 330.0 | 2716-6 | ||
| Pleisbach | Sieg (l) | 24,3 | 89,8 | Rheinwesterwälder Vulkanrücken | 324.7 | Sankt Augustin* | 272-78 | |
| Hanfbach | Sieg (l) | 19,0 | 51,5 | Asbacher Hochfläche | 324.8 | Hennef* | 272-72 | |
| Nister | Sieg (l) | 63,8 | 246,0 | Westerwälder Basalthochfläche | 322.0 | Wissen-Nisterbrück* | 272-4 | |
| Kleine Nister | Nister (r) | 24,6 | 63,5 | Westerwälder Basalthochfläche | 322.0 | 2724-8 | ||
| Elbbach | Sieg (l) | 21,9 | 54,1 | Neunkhausen-Weitefelder Plateau | 322.1 | Wissen* | 272-36 | |
| Daadenbach | Heller (l) | 16,0 | 53,3 | Westerwälder Basalthochfläche | 322.0 | Betzdorf* | 2722-8 | |
| Heller | Sieg (l) | 30,2 | 204,2 | Kalteiche (mit Haincher Höhe) | 333.0 | Herdorf, Betzdorf* | 272-2 |
[Bearbeiten] Stillgewässer
Zu den Stillgewässern des Westerwalds gehören:
[Bearbeiten] Geologie
Geologisch ist der Westerwald Teil des Rheinischen Schiefergebirges und stellt wie dieses einen stark erodierten Rest des großen variszischen Gebirgssystems dar, welches in der Vorzeit große Teile Europas prägte.
Das devonische Grundgebirge wird von vulkanischen Massen aus dem Tertiär überlagert, insbesondere Basalten und Tuffen. Wirtschaftlich bedeutend war und ist neben der Gewinnung von Schiefer, Kalk, Quarzit und Ton auch das Eisen, der Bimskies im Neuwieder Becken, verschiedene Mineralquellen und früher der Abbau von Braunkohle.
Das gesamte Gebiet des Westerwalds lag im Erdaltertum (vor 600 bis 270 Mio. Jahren) unter einem tropisch warmen Meeresarm. Dieses Meer lagerte viele Kilometer dicke Sedimente in die variszische Geosynklinale ab, die bei der folgenden Gebirgsbildung stark gefaltet wurden. Die am Nord- und Südwestrand des Westerwalds gelegenen Städte Siegen und Koblenz gaben auch zwei Schichten des Unter-Devons mit ihren bunten Schiefern ihre Namen. Den oberen Gebirgsstock bilden ausgedehnte vulkanische Decken aus Basalt mit eingelagerten Tuffen.
In einigen Gebieten baut man seit langem Schiefer und Ton ab, der im so genannten Kannenbäckerland, aber auch an einigen anderen Orten in Töpfereien weiterverarbeitet wird. Auch der Export, insbesondere nach Italien, ist bedeutend (über eine Million Tonnen pro Jahr). Im östlichsten Westerwald (hessischer Teil) finden sich interessante Kalksteinvorkommen aus unterschiedlichsten geologischen Zeiträumen. Der Erdbacher Kalk aus dem Unterkarbon gab einer kleinen Zeitstufe den Namen „Erdbachium“.
Bei Breitscheid finden sich Reste eines Atolls aus dem subtropischen Devonmeer vor 380 Millionen Jahren. Teile dieser Kalkformation werden im Tagebau gewonnen; bei Enspel wurde ein Fossilien-Schutzgebiet eingerichtet, in dem Institute mehrerer Hochschulen Forschungen und Exkursionen betreiben. Einige Karsthöhlen sind Forschungsthemen der Speläologie und bewirken das zeitweilige Verschwinden und Wiederauftauchen des Erdbachs.
Das geologisch alte Rumpfgebirge des Westerwalds wird in seinem nördlichen Teil von vulkanischem Hochland aus tertiären Basaltdecken überlagert. Es überdeckt ein Gebiet von etwa 50 × 70 km, woraus sich rund 3.000 km² ergeben, womit der Westerwald zu den flächenmäßig größeren Gebirgen Deutschlands gehört. Im Bereich von Senkungsräumen hat er in seinem flacheren Westteil („Vorderer“ oder „Unterer Westerwald“) den Charakter eines Hügellands. Typisch für die Wirtschaft des zu etwa 40 % bewaldeten „Oberen Westerwalds“ ist der traditionelle Abbau von Schiefer, Ton, Diabas und Basalt, die Töpferei und die Eisenindustrie; unter anderem auch Bergbau im Siegerländer Erzrevier. Der Westerwald hat trotz seiner relativ geringen Höhe ein für Mittelgebirge typisches Reiz-Klima. Wirtschaftlich-kulturell gehört er zu den bekanntesten Gebirgen Deutschlands.
[Bearbeiten] Geschichte
[Bearbeiten] Frühzeit
Auf Grund der vorgeschichtlichen Funde konnte festgestellt werden, dass schon die Kelten im Westerwald ansässig waren und die Eisenerzvorkommen nutzten; das war in der sog. Hallstattzeit (ältere Eisenzeit, ca. 750 bis 500 v. Chr.). Die Einwanderung erfolgte aller Wahrscheinlichkeit nach vom Hunsrück aus. Aus der La-Tène-Zeit stammen die keltischen ringwallbewehrten Schutz- und Fliehburgen, die u.a. auf dem Malberg oder dem Bornkasten bei Nomborn anzutreffen sind.
Schon während der La-Tène-Zeit drangen vom Osten und vom Siegtal die Germanen ein; sie kamen um 380 v. Chr. in den oberen Westerwald, umgingen den Hohen Westerwald als unwegsame Waldwildnis und stießen im 2. Jahrhundert zum Rhein vor.
[Bearbeiten] Römerzeit
Noch in der Zeit, als die keltische Bevölkerung den vordringenden Germanen nach Westen ausweichen musste, drangen links des Rheins die Römer vom Südwesten her vor. Ihnen gelang es jedoch nur einen Streifen rechts des Rheins und den sog. "Rhein-Westerwald" zu gewinnen; der Westerwald blieb außerhalb der römischen Besatzungszone, denn die Römer zogen es vor, vor ihren Grenzen eine siedlungsarme, möglichst unwegsame Wildnis zu erhalten.
[Bearbeiten] Chattenzeit
Die endgültige Besiedlung und damit die Territorialgeschichte des Westerwalds begann mit dem Eindringen der Chatten (Hessen) nach der Vertreibung der Römer im 3. Jahrhundert n. Chr.. Endungen der Siedlungsnamen wie -ar, -mar und -aha ("Haigraha" = Haiger) stammen doch noch aus der Völkerwanderungszeit. Diese ersten Siedlungen der Chatten lagen in der Peripherie des Westerwalds in boden- und klimagünstigen Becken und Tälern. Als Beispiel können die Städte Hadamar, Lahr und Wetzlar gesehen werden. Vom 4. bis zum 6. Jahrhundert entstanden die Siedlungen der Landnahmezeit in unwegsamere Gebiete, mit Endungen auf -ingen und -heim, wie Bellingen und Bladernheim; diese liegen auf den weiten Hochflächen des Oberwesterwaldes.
[Bearbeiten] Frankenzeit
Die Franken bauten ihre alten Siedlungskammern am Rande des Westerwalds zu Kerngebieten ihrer Gaue, um langsam und bleibend Stützpunkte im Landesinnern zu errichten. Es entstanden Orte der Rodezeit mit Namen auf -rode, -scheid, -hahn (=Hag), -berg, -tal und -seifen: mit der Schaffung von Rodesiedlungen und dem Holzeinschlag für die Erzverhüttung begann die Vernichtung des Waldes in großem Umfang.[10] Zwischen dem 6. und 9. Jahrhundert erfolgte von den Altsiedlungen aus der Ausbau von Siedlungen nach den Rändern zu, erkennbar an Namensendungen wie -hausen, -hofen, -kirch, -burg oder -tal.[11]
[Bearbeiten] Mittelalter
Die letzte Siedlungsperiode im Westerwald begann im 10. Jahrhundert und endete um 1300; durch die Politik der Karolinger und der damit einher gehenden trierischen und kölnischen Mission, erlebte dieser Raum die Christianisierung. Trier drang Lahn aufwärts vor, Köln an Rhein und Sieg, Trierisch-lothringische und niederrheinische Einflüsse wurden ebenfalls in den Westerwald getragen. Zu den Zeugnissen der Baukunst aus dieser Epoche gehört die Stiftskirche von Limburg-Dietkirchen in ihren ältesten Teilen.
Nach vielen Besitzerwechseln durch die Adelsgeschlechter der Ottonen und Salier, waren es schließlich die Grafen von Sayn, Diez und Wied, die sich ausgedehnten Grundbesitz aneignen konnten. Besondere Bedeutung erlangten die Grafen von Laurenburg, die sich später Grafen von Nassau nannten. Im Osten gaben die Landgrafen von Hessen den Ton an, die sich in Machtkämpfen gegen das Erzbistum Mainz durchsetzen konnten. Daneben waren die Grafen von Wied, die Grafen von Sayn-Wittgenstein und das Kurfürstentum Trier bedeutende Landesherren.
[Bearbeiten] Neuzeit
Die politischen Verhältnisse vereinfachten sich bis zum 16. Jahrhundert. Zwischen den Einflusssphären der vier Großen (Mainz, Köln, Trier, Hessen) konnte das Haus Nassau sein Territorium an der Dill, zwischen Siegen und Nassau ausdehnen und festigen. Nach den napoleonischen Wirren teilte sich Nassau mit der neu erschienenen Großmacht Preußen weite Gebiete des Westerwaldes. Ein souveränes Herzogtum Nassau gab es bis zur Annexion durch Preußen im Jahr 1866.
Heute ist der Westerwald auf drei Bundesländer aufgeteilt: Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.
[Bearbeiten] Namensgebung
Der Name „Westerwald“ wurde erstmals 1048 in einer kurtrierischen Urkunde erwähnt und bezeichnete damals nur die Waldgebiete westlich des Königshofs Herborn. Erst seit der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde er allgemein gebräuchlich für das gesamte Mittelgebirge.
Der „Hohe Westerwald“ bildete seit dem Mittelalter das Kerngebiet der Herrschaft zum (auch: vom oder auf dem) Westerwald. Diese umfasste die drei „Gerichte“ (Amtsbezirke) Marienberg, Emmerichenhain und Neukirch. Die Herrschaft auf dem Westerwald kam später unter die Verwaltung der Herrschaft bzw. Grafschaft Beilstein.
→ Hauptartikel Herrschaft zum Westerwald
[Bearbeiten] Wirtschaftliche Entwicklung
Der Westerwald galt lange Zeit als Gebiet mit schwacher Wirtschaftskraft, schlechter Infrastruktur und unattraktiven Unternehmensstandorten. Eine steigende Mobilität, zunehmende Erschließung von Gewerbeflächen, Förderprogramme, effektiveres Regional-Marketing und nicht zuletzt die Schaffung verkehrsgünstiger Anbindungen an die Ballungszentren Rhein/Main und Köln/Bonn trugen in den letzten Jahren zu einer steigenden Prosperität der Region bei. Damit einher ging auch eine Zunahme von sozialen, kulturellen und touristischen Angeboten, die den Westerwald für Menschen und Bürger zunehmend attraktiver machen. Die Bevölkerungsentwicklung der letzten Jahre belegt, dass beispielsweise der Westerwaldkreis ein Zuzugsraum innerhalb Rheinland-Pfalz mit überdurchschnittlichem Wachstumspotential ist[12].
Der Wirtschaftsraum Westerwald präsentiert sich als Standort zahlreicher großer und kleiner mittelständischer Gewerbe- und Industrieunternehmen mit teils weltweiten Aktivitäten und Niederlassungen. Eine ganze Reihe von Produkten aus der Region haben einen hohen Bekanntheitsgrad und genießen internationales Ansehen. Die unterschiedlichsten Handwerksbereiche sind mit ihrer langen Tradition zunehmend wieder vermehrt in der Lage, den marktwirtschaftlichen Erfordernissen Rechnung zu tragen und in einem weit über die regionalen Grenzen hinausreichenden Wettbewerb ihre Produkte und Dienstleistungen erfolgreich zu platzieren.
Im Laufe der vergangenen Jahre verloren jedoch auch einige Wirtschaftszweige ihre einstige Bedeutung. Dazu gehört neben dem Bergbau auch die Landwirtschaft.
[Bearbeiten] Verkehrsanbindung
Der Westerwald und seine Randgebiete werden von Abschnitten der Bundesstraßen 8, 42, 49, 54, 62, 255, 256, 277, 413 und 414 durchzogen, über die Verbindung zu den Bundesautobahnen 3, 45 und 48 besteht.
Es führen mehrere, teils privatisierte, Eisenbahnstrecken durch den Westerwald, darunter die ICE-Neubaustrecke zwischen Köln und Frankfurt mit Bahnhöfen in Montabaur und Limburg. Außerdem ist der Westerwald unter anderem über den im „Hohen Westerwald“ gelegenen Siegerlandflughafen per Flugzeug für Geschäftsreisende und den Frachtverkehr zugänglich. Die internationalen Großflughäfen Rhein/Main und Köln/Bonn sind je nach Verkehrsmittel durchschnittlich in etwa 30-60 Minuten erreichbar.
Die benachbarten Städte Koblenz und Bendorf bieten darüber hinaus Häfen für den Binnenschifffahrtsverkehr.
[Bearbeiten] Tourismus und Kultur
Der Westerwald entwickelt sich zunehmend zu einem attraktiven Naherholungsgebiet für die Ballungszentren Rhein/Main und Köln/Bonn. Ein Schwerpunkt hierbei sind die zahlreichen Wandermöglichkeiten, insbesondere der im Jahre 2008 eröffnete Westerwaldsteig. Daneben finden sich anspruchsvolle kulturelle Angebote (historische Museen, Ausstellungen, Kunst in der Natur[13], Theater, Konzerte und Veranstaltungen jeglicher Art) ebenso, wie ausgiebige Möglichkeiten an sportlichen Aktivitäten (Segelfliegen, Paragliding, Drachenfliegen, Mountainbiking, Flusswandern, Kanufahren, Reiten, Golf etc.). Zudem gibt es zahlreiche Wintersportmöglichkeiten mit entsprechender Infrastruktur (Loipen, Skilifte). Auch das Angebot an Wellness- und Gesundheitsprogrammen wächst. Zahlreiche Kur- und Luftkurorte bieten hierfür gute Rahmenbedingungen.
Der Westerwald hat eine lange Tradition des Bergbaus. Zwar sind heutzutage alle ehemaligen Schächte, Förderanlagen und Gruben geschlossen, eine ganze Reihe von ihnen sind jedoch zu Industriedenkmälern umgewandelt worden, die besichtigt werden können. Zu ihnen gehören unter anderem:
- Siegerländer Erzrevier
- Füsseberg
- Grube Bindweide
- Grube Georg
- Neugrünebacher Hütte
- Tertiär- und Industrie-Erlebnispark Stöffel[14].
Seit Mai 2009 kann in Breitscheid auch eine Tropfsteinhöhle besichtigt werden, das so genannte Herbstlabyrinth.
Dem Bedarf an Restaurationsbetrieben und Übernachtungsmöglichkeiten wird entsprechend Rechnung getragen. Das Angebot reicht vom einfachen Campingplatz über Landgasthöfe, Ferienwohnungen bis hin zum luxuriösen Sterne-Hotel mit 18-Loch Golfanlage. Die kulinarischen Angebote stehen dieser Qualität in nichts nach.
[Bearbeiten] Westerwälder Küche
Die Westerwälder Küche ist einfach und basiert im Wesentlichen auf dem, was die Region selbst an Zutaten zu bieten hat. Hierzu gehört an erster Stelle die Kartoffel genannt, unter anderem Grundlage für ein typisches Westerwälder Gericht, den Döppekooche. Bohnen, Wirsing, Grün-, Blumen-, Rosen- und Rotkohl, sowie Sauerkraut und Rübstiel sind die typischen Gemüse- und Knollensorten. Die meist einfachen Gerichte, die daraus hergestellt werden, verfügen jedoch über einen großen Variantenreichtum hinsichtlich der Zubereitungsarten, die von Ort zu Ort sehr unterschiedlich sein können. Demnach wird zum Beispiel ein Kartoffelkuchen aus Hardt anders hergestellt, als ein Kartoffelkuchen aus Daaden. Ebenso trug früher die geringe Wirtschaftskraft dazu bei, mit Einfalls- und Ideenreichtum aus den immer wiederkehrenden Grundzutaten eine Vielzahl unterschiedlicher Speisen zuzubereiten. In den Westerwälder Steinguttöpfen süß oder sauer Eingelegtes, Aufläufe, Eintöpfe und Suppen wurden hin und wieder ergänzt durch Hackbraten, Hasenpfeffer oder Fleischklöße (Hachenburger Ischel) - zu Festtagen auch mit Gänse-, Schweine- oder Wildbraten. Die winterlichen Schlachtfeste produzieren noch heute verschiedenste Wurstsorten, wie Blut-, Brat- und Leberwurst oder auch das regionale Pannas. Die Einfachheit der Speisen bescherte ihnen jedoch schnell den Ruf des sogenannten "Armeleuteessen", woran auch zum Beispiel Gerichte mit der Bezeichnung "Armer Ritter" erinnern. Auch der Hering - eingelegt, gebraten, im Glas oder als Salat zwar sehr beliebt - galt als Armeleuteessen. Trotzdem gehören bis heute auch ein großes Angebot an verschiedenen Kuchen und Waffeln zu den typischen Westerwälder Spezialitäten, zum Beispiel Rimmelskuchen oder Pitzjeskuchen. Auch entdeckt man zunehmend wieder die alte Tradition, das Brot selbst in einem Backes (Backhaus) zu backen, was seinerzeit ein gesellschaftliches Ereignis war, galt doch das dörfliche Backhaus quasi als Vorläufer der Gemeindehäuser. [15]
Trotz der Nähe zu den rheinischen Weinanbaugebieten trinkt man im Westerwald Bier, aus der auch eine Biersuppe gemacht wird, bei Bedarf mit Rosinen oder einem Esslöffel Rum.
Im Übrigen wurde der größte Dippekuchen der Welt, an dessen Herstellung elf Amateurköche beteiligt waren, 1983 in einer Brotfabrik in Ebernhahn im Westerwald gebacken. Er ergab etwa 4000 Portionen bei einer Oberfläche von fast 5m2. Folgende Zutaten sind überliefert:
- 350 Kilogramm geschälte und geriebene Kartoffel, 100 Liter Mich, 250 eingeweichte Brötchen, 50 Kilogramm Dörfleisch, 30 Liter Speiseöl, 6 Kilo Salz, 1 Kilo Pfeffer, 250 Gramm Muskat und 300 Eier.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- Sabine Bätzing (deutsche Politikerin, SPD)
- Hans-Artur Bauckhage (deutscher Politiker, FDP)
- Johann Wilhelm Bausch (Bischof von Limburg 1834–1840)
- Bonifatius Becker (Abt des Klosters Kornelimünster 1956-1967)
- Joseph Blank (deutscher Politiker, CDU)
- Theodor Blank (ehemaliger Bundesminister, CDU)
- Wilhelm Boden (deutscher Politiker, CDU; Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz 1946–1947)
- Katja Burkard (deutsche Fernsehmoderatorin)
- Paul Deussen (deutscher Philosophiehistoriker und Indologe)
- Paul Dickopf (Mitbegründer BKA)
- Ralph Dommermuth (Unternehmer)
- Thomas Enders (Manager)
- Dominik Eulberg (Techno-Produzent)
- Dieter Fritsch (deutscher Geodät)
- Erhard Geyer (ehemaliger Bundesvorsitzender des Deutschen Beamtenbundes)
- Frank Göbler (deutscher Slavist)
- Paul Grimm (deutscher Künstler)
- Dieter Hackler (Bundesbeauftragter für den Zivildienst 1991–2006)
- Annegret Held (deutsche Schriftstellerin)
- Hendrik Hering (deutscher Politiker, SPD)
- Joseph Höffner (Bischof von Münster 1962–1969 und Erzbischof von Köln 1969–1987)
- Joachim Hörster (deutscher Politiker CDU, MdB)
- Bodo Illgner (deutscher Fußballnationalspieler)
- Johannes Kalpers (deutscher Sänger)
- Maria Katharina Kasper (deutsche Ordensgründerin (Arme Dienstmägde Jesu Christi))
- Kaspar Kögler (deutscher Maler und Heimatdichter)
- Georg Leber (ehemaliger Bundesminister, SPD)
- Franz Leuninger (Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime, †1945)
- Ernst Lindemann, (deutscher Marineoffizier)
- Die Ludolfs (Autoverwerter und Serienstars)
- Johann Ludwig von Nassau-Hadamar (deutscher Fürst)
- Heinrich August Luyken (deutscher Schriftsteller in Esperanto)
- Hanns-Josef Ortheil (deutscher Schriftsteller)
- Friedrich Wilhelm Raiffeisen (deutscher Sozialreformer)
- Mike Rockenfeller (deutscher Rennfahrer)
- Gerhard Roth (deutscher Politiker, SPD)
- Barbara Rudnik (deutsche Schauspielerin)
- August Sander (1876-1964, bedeutender Fotograf des 20. Jh.)
- Rudolf Scharping (deutscher Politiker, SPD)
- Dirk Schiefen (deutscher Musiker)
- Jan Schlaudraff (deutscher Fußballnationalspieler)
- Die Malerfamilie Seekatz hat in Westerburg ihre Wurzeln
- Georg Friedrich Christian Seekatz (1683-1750)
- Johann Martin Seekatz (1680-1729)
- Dominik Schwaderlapp (Generalvikar des Erzbistums Köln)
- Gerd Silberbauer (deutscher Schauspieler)
- Martin Stadtfeld (deutscher Pianist)
- Heinrich Friedrich Karl vom Stein (Preußischer Politiker)
- Hermann Heinrich Traut (deutscher Bibliothekar)
- Johann Philipp von Walderdorff (als Johann IX. Kurfürst und Erzbischof von Trier 1756-1768, Fürstbischof von Worms 1763-1768)
- Erich Wenderoth (deutscher Jurist und Mitgründer der Rheinischen Post)
- Siegfried von Westerburg (Erzbischof von Köln 1275–1297)
- Clemens Wilmenrod (deutscher Fernsehkoch)
- Eduard Wissmann (Schriftsteller und Politiker)
[Bearbeiten] Dies und das
[Bearbeiten] Westerwaldlied
International bekannt ist der Westerwald auch durch zahlreiche, vor allem volkstümliche Lieder, insbesondere das 1936 entstandene Westerwaldlied (auch Westerwald-Marsch) sowie durch Westerwald, du bist so schön, das „neue Westerwaldlied“ des Liedermachers Ulrik Remy: Ich bin aus ’m Westerwald und Das schönste Mädchen vom Westerwald von Karl-Eberhard Hain und Jürgen Hardeck (Ignotum), bekannt gemacht durch De Höhner, Die Schröders und andere Gruppen. Der Text lautet:
- Heute wollen wir marschier’n
- Einen neuen Marsch probier’n
- In dem schönen Westerwald
- Ja da pfeift der Wind so kalt
- Refrain:
- O du schöner Westerwald
- Über deine Höhen pfeift der Wind so kalt
- Jedoch der kleinste Sonnenschein
- Dringt tief ins Herz hinein
- Und die Gretel und der Hans
- Gehn des Sonntags gern zum Tanz
- Weil das Tanzen Freude macht
- Und das Herz im Leibe lacht
- Wiederhole Refrain
- Ist das Tanzen dann vorbei
- Gibt es meistens Keilerei
- Und dem Bursch, den das nicht freut,
- sagt man nach, er hat kein' Schneid
- Wiederhole Refrain
- O du schöner Westerwald
- Bist ja weit und breit bekannt
- Echte Menschen der Natur
- Von Falschheit keine Spur
- Wiederhole Refrain
[Bearbeiten] Die Westerwälder
Die Westerwälder werden im Volksmund „Wäller“ und auch oft als „Basaltköpp“ bezeichnet, da sie als dickköpfig gelten und in einer sehr basaltreichen Region leben.
[Bearbeiten] Bibliographie
Hermann Josef Roth: Naturkundliche Bibliographie des rechtsrheinischen Schiefergebirges zwischen Lahn und Sieg (= Planaria, 3). Overath 1989, ISSN 0931-3737
[Bearbeiten] Literatur
- Hellmuth Gensicke: Landesgeschichte des Westerwaldes. 2., ergänzter Nachdruck der Ausgabe von 1958. Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Nassau, Nr. 13. Gemeinsam mit der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz herausgegeben von der Historischen Kommission für Nassau. Historische Kommission für Nassau, Wiesbaden 1987, XVIII/659 S., ISBN 3-922244-80-7
- Hermann Josef Roth: Der Westerwald. Vom Siebengebirge zum Hessischen hinterland. Kultur und Landschaft zwischen Rhein, Lahn und Sieg. 4. Aufl. Köln 1989, ISBN 3-7701-1198-2
- Hermann Josef Roth: Siegerland, Westerwald, Lahn und Taunus. Geologie, Mineralogie und Paläonztologie. 2. Aufl. Bindlach 1993, ISBN 3-8112-1055-6
- Hermann J. Roth, Herbert A. Ebert & Bruno P. Kremer: Kulturlandschaft Westerwald. Perspektiven einer ökologischen Regionalentwicklung (= Pollichia-Buch 35). Bad Dürkheim 1997, ISBN 3-925754-34-2
- Markus Müller: Gemeinden und Staat in der Reichsgrafschaft Sayn-Hachenburg 1652-1799. Wiesbaden 2005, Verlag der Historischen Kommission für Nassau. Beiträge zur Geschichte Nassaus und des Landes Hessen, Bd. 3/561 S., ISBN 3-930221-14-4
- Heiner Feldhoff: Westerwald. In: Literarischer Reiseführer Rheinland-Pfalz. Herausgegeben von Josef Zierden. Frankfurt 2001, ISBN 3-86099-483-2
- Oliver Greifendorf: Kriegsschauplatz Westerwald - Einmarsch der Amerikaner im Frühjahr 1945. Helios-Verlag, Aachen 2003, ISBN 3-938208-05-8
- Ulrich Fliess: Volkskundliche Abteilung. Ausstellungskatalog des Historischen Museum am Hohen Ufer Hannover II. Hannover 1972. Seite 99-102: "Westerwälder Steinzeug" und "Wandvitrine 142" nebst Tafel 15.
- Hermann-Josef Hucke (Redaktion) (Hrsg.): Großer Westerwaldführer. 3. Auflage. Verlag Westerwald-Verein e.V., Montabaur 1991, ISBN 3-921548-04-7.
- Westerwaldverein Altenkirchen (Hg.): Das Westerwaldbuch Band 1 - Beiträge zur Landeskunde, Geschichte, Kultur und Wirtschaft im Raum zwischen Rhein und Dill, Sieg und Lahn Wissen 1972.
- Hermann Josef Roth: Der Westerwald - gesichtslos, geschichtslos? Zur Identität einer Mittelgebirgslandschaft. In: Landeskundliche Vierteljahresblätter (Koblenz) 53, 2007,S. 47-54
- Christoph Kloft: ... und mittendrin der Westerwald. Geschichten und Geschicke in Europas Mitte. Blickpunkte zwischen Mainz und Köln, Rheingau und Siebengebirge. Aus den Veröffentlichungen von Hermann Josf Roth. Mit Vorworten der Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen Kurt Beck und Jürgen Rüttgers. Paulinus Verlag, Trier 2008, ISBN 978-3-7902-1627-1 (= Werkstattbeiträge zum Westerwald Bd. 19)
[Bearbeiten] Weblinks
Portal: Westerwald – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Westerwald
- Wirtschaftsstandort mitten in Europa
- Geschichte und Heimatkunde im Westerwald
- Heiner Feldhoff: „Hui Wäller? – Allemol! Ein literarhistorischer Gruß aus dem Westerwald“ (PDF), in: Kritische Ausgabe, Heft 2/2001
- Informationen zum Westerwald, Initiativen und viele Bilder
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Landschaften in Rheinland-Pfalz: Westerwald
- ↑ Karte und Legende zum Westerwald im Umweltatlas Hessen
- ↑ Kartendienste des BfN
- ↑ Kartendienste Rheinland-Pfalz mit Karten von Natur-/Landschaftsräumen (→ Landschaftserleben → Landschaften in Rheinland-Pfalz)
- ↑ Als Kriterien wurden zu Grunde gelegt, dass das Einzugsgebiet mindestens 50 km² betrage oder aber das Flusstal eine besondere naturräumliche Bedeutung einnehme.
- ↑ Flussdaten aus WRRL Hessen
- ↑ Flussdaten aus TIM online - NRW
- ↑ Wasserwirtschaftsverwaltung Rheinland-Pfalz - Daten per GeoExplorer
- ↑ Naturraumkennziffern aus Sortierungsgründen auf eine Nachkommastelle gekürzt!
- ↑ Die Ausführungen zum mittelalterlichen Geschichte des Westerwalds sind dem Buch "Der Westerwald" von Hermann-Josef Roth (DuMont) entnommen
- ↑ Die Ausführungen zur Frühgeschichte des Westerwalds sind dem Buch des Westerwaldvereins "Das Westerwaldbuch", S. 33 ff. entnommen
- ↑ Stärkeanalyse der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis
- ↑ Kunst im Tal
- ↑ Stöffelpark
- ↑ Westerwälder Rezepte. Von Marliese Birk und Friedel Schweitzer, Herausgeber: Westerwald-Brauerei H. Schneider, 1985
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