Arzbach

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Arzbach (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Arzbach
Arzbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Arzbach hervorgehoben
50.387.75200Koordinaten: 50° 23′ N, 7° 45′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Lahn-Kreis
Verbandsgemeinde: Bad Ems
Höhe: 200 m ü. NHN
Fläche: 9,93 km²
Einwohner: 1667 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 168 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56337
Vorwahl: 02603
Kfz-Kennzeichen: EMS, DIZ, GOH
Gemeindeschlüssel: 07 1 41 201
Adresse der Verbandsverwaltung: Bleichstraße 1
56130 Bad Ems
Webpräsenz: www.arzbach.de
Ortsbürgermeisterin: Magdalene Meyer (SPD)
Lage der Ortsgemeinde Arzbach im Rhein-Lahn-Kreis
Lahnstein Lahnstein Arzbach Bad Ems Becheln Dausenau Fachbach Frücht Kemmenau Miellen Nievern Braubach Dachsenhausen Filsen Kamp-Bornhofen Osterspai Burgschwalbach Flacht Hahnstätten Kaltenholzhausen Lohrheim Mudershausen Netzbach Niederneisen Oberneisen Oberneisen Schiesheim Auel Bornich Dahlheim Dörscheid Dörscheid Kaub Kestert Lierschied Lykershausen Nochern Patersberg Prath Reichenberg (Rheinland-Pfalz) Reitzenhain (Taunus) Sankt Goarshausen Sauerthal Weisel (Rhein-Lahn-Kreis) Weyer (Rhein-Lahn-Kreis) Altendiez Aull Balduinstein Birlenbach Charlottenberg Cramberg Diez Dörnberg (Lahn) Eppenrod Geilnau Gückingen Hambach (bei Diez) Heistenbach Hirschberg (Rhein-Lahn-Kreis) Holzappel Holzheim (Aar) Horhausen (Nassau) Isselbach Langenscheid Laurenburg Scheidt (Rhein-Lahn-Kreis) Steinsberg (Rheinland-Pfalz) Wasenbach Allendorf (Rhein-Lahn-Kreis) Berghausen (Einrich) Berndroth Biebrich (bei Katzenelnbogen) Bremberg (Rhein-Lahn-Kreis) Dörsdorf Ebertshausen Eisighofen Ergeshausen Gutenacker Herold (Rheinland-Pfalz) Katzenelnbogen Klingelbach Kördorf Mittelfischbach Niedertiefenbach Oberfischbach Reckenroth Rettert Roth (Rhein-Lahn-Kreis) Schönborn (Rhein-Lahn-Kreis) Attenhausen Dessighofen Dienethal Dornholzhausen (Rhein-Lahn-Kreis) Geisig Hömberg Lollschied Misselberg Nassau (Lahn) Obernhof Oberwies Pohl (Nassau) Pohl (Nassau) Schweighausen Seelbach (Nassau) Singhofen Sulzbach (Rhein-Lahn-Kreis) Weinähr Winden (Nassau) Zimmerschied Zimmerschied Berg (Taunus) Bettendorf (Taunus) Bogel Buch (Taunus) Diethardt Ehr Endlichhofen Eschbach (bei Nastätten) Gemmerich Hainau Himmighofen Holzhausen an der Haide Hunzel Kasdorf Kehlbach (Rheinland-Pfalz) Lautert Lipporn Marienfels Miehlen Nastätten Nastätten Niederbachheim Niederwallmenach Oberbachheim Obertiefenbach (Taunus) Oberwallmenach Oelsberg Rettershain Ruppertshofen (Rhein-Lahn-Kreis) Strüth Strüth Weidenbach (Taunus) Welterod Winterwerb Hessen Landkreis Mainz-Bingen Rhein-Hunsrück-Kreis Landkreis Mayen-Koblenz Westerwaldkreis Koblenz Landkreis Mayen-KoblenzKarte
Über dieses Bild

Arzbach ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bad Ems an. Arzbach ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.[2]

Geographie[Bearbeiten]

Arzbach liegt im westerwälder Teil des Naturpark Nassau etwa neun Kilometer südwestlich von Montabaur und elf Kilometer östlich von Koblenz. Durch den Ort fließt der Emsbach.

Zu Arzbach gehört auch der südwestlich der Ortslage liegende Weiler Bierhaus.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Arzbach liegt am Obergermanisch-Raetischen Limes. Auf dem Berg Großer Kopf (422,2 m ü. NN) etwa ein Kilometer südöstlich des Ortes steht der Stefansturm, eine Rekonstruktion eines römischen Wachturms in Stein- und Holzbauweise.

Arzbach wurde 1235 als Mittelpunkt des Kirchspiels Augst erstmals urkundlich erwähnt und gehörte bis 1803 zum Kurfürstentum Trier. Ab 1806 war der Ort Teil des Herzogtums Nassau, das 1866 von Preußen annektiert wurde. Seit 1946 ist der Ort Teil des Landes Rheinland-Pfalz. Arzbach gehört der Verbandsgemeinde Bad Ems seit deren Errichtung im Jahre 1972 an und wurde am 16. März 1974 aus dem ehemaligen Unterwesterwaldkreis dem Rhein-Lahn-Kreis angegliedert.[4] 1982 wurde die Limeshalle sowie angrenzend ein Rasensportplatz gebaut.

Zur römischen Archäologie und Geschichte von Arzbach siehe auch: Kastell Arzbach.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Arzbach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][1]

Jahr Einwohner
1815 567
1835 877
1871 1.073
1905 1.090
1939 1.247
1950 1.430
Jahr Einwohner
1961 1.549
1970 1.948
1987 1.961
1997 1.884
2005 1.889
2013 1.667

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Arzbach besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzende.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[5]

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2014 10 6 16 Sitze
2009 10 6 16 Sitze
2004 7 6 3 16 Sitze
  • FWG Freie Wähler Gruppe Arzbach e.V.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Arzbach liegt an der Deutschen Limes-Straße.

Seit 2003 wird am Römerturm vom Verein Naturfreunde und Freiflieger Großer Kopf Westerwald e. V. das Gleitschirmfliegen durchgeführt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Arzbach gehört zum Verkehrsverbund Rhein-Mosel. Die Buslinien 460 und 557 verbinden den Ort mit dem nächsten Regionalbahnhof, Bad Ems, sowie mit den Fernbahnhöfen Koblenz Hbf und Montabaur.

Etwa drei Kilometer nordwestlich von Arzbach verläuft die B 49 Gießen–Koblenz.

Radwanderwege[Bearbeiten]

Durch Arzbach führt der Deutsche Limes-Radweg. Dieser folgt dem Obergermanisch-Raetischen Limes über 818 km von Bad Hönningen am Rhein nach Regensburg an der Donau.

Bildung[Bearbeiten]

In Arzbach gibt es einen Kindergarten sowie die Grundschule „Limesschule“. Die nächstgelegenen weiterführenden Schulen sind in Bad Ems die Adolf-Reichwein-Förderschule, das Goethe-Gymnasium und die Schiller-Realschule plus.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Arzbach – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 41 (PDF; 2,3 MB)
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006 (PDF; 2,1 MB), Seite 167
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen