Arzbach

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Arzbach (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Arzbach
Arzbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Arzbach hervorgehoben
50.387.75200Koordinaten: 50° 23′ N, 7° 45′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Rhein-Lahn-Kreis
Verbandsgemeinde: Bad Ems
Höhe: 200 m ü. NHN
Fläche: 9,93 km²
Einwohner: 1681 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 169 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56337
Vorwahl: 02603
Kfz-Kennzeichen: EMS, DIZ, GOH
Gemeindeschlüssel: 07 1 41 201
Adresse der Verbandsverwaltung: Bleichstraße 1
56130 Bad Ems
Webpräsenz: www.arzbach.de
Ortsbürgermeister: Franz Josef Fetz (SPD)
Lage der Ortsgemeinde Arzbach im Rhein-Lahn-Kreis
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Über dieses Bild

Arzbach ist eine Ortsgemeinde im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bad Ems an. Arzbach ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.[2]

Geographie[Bearbeiten]

Arzbach liegt im westerwälder Teil des Naturpark Nassau etwa neun Kilometer südwestlich von Montabaur und elf Kilometer östlich von Koblenz. Durch den Ort fließt der Emsbach.

Zu Arzbach gehört auch der südwestlich der Ortslage liegende Weiler Bierhaus.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Arzbach liegt am Obergermanisch-Raetischen Limes. Auf dem Berg Großer Kopf (422,2 m ü. NN) etwa ein Kilometer südöstlich des Ortes steht der Stefansturm, eine Rekonstruktion eines römischen Wachturms in Stein- und Holzbauweise.

Arzbach wurde 1235 als Mittelpunkt des Kirchspiels Augst erstmals urkundlich erwähnt und gehörte bis 1803 zum Kurfürstentum Trier. Ab 1806 war der Ort Teil des Herzogtums Nassau, das 1866 von Preußen annektiert wurde. Seit 1946 ist der Ort Teil des Landes Rheinland-Pfalz. Arzbach gehört der Verbandsgemeinde Bad Ems seit deren Errichtung im Jahre 1972 an und wurde am 16. März 1974 aus dem ehemaligen Unterwesterwaldkreis dem Rhein-Lahn-Kreis angegliedert.[4] 1982 wurde die Limeshalle sowie angrenzend ein Rasensportplatz gebaut.

Zur römischen Archäologie und Geschichte von Arzbach siehe auch: Kastell Arzbach.

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Arzbach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]

Jahr Einwohner
1815 567
1835 877
1871 1073
1905 1090
1939 1247
Jahr Einwohner
1950 1430
1961 1549
1970 1948
1987 1961
2005 1889
Jahr Einwohner
2011 1699

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Ortsgemeinderat in Arzbach besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Sitzverteilung im Ortsgemeinderat:[5]

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2009 10 6 16 Sitze
2004 7 6 3 16 Sitze

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Arzbach liegt an der Deutschen Limes-Straße.

Seit 2003 wird am Römerturm vom Verein Naturfreunde und Freiflieger Großer Kopf Westerwald e. V. das Gleitschirmfliegen durchgeführt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Arzbach gehört zum Verkehrsverbund Rhein-Mosel. Die Buslinien 460 und 557 verbinden den Ort mit dem nächsten Regionalbahnhof, Bad Ems, sowie mit den Fernbahnhöfen Koblenz Hbf und Montabaur.

Etwa drei Kilometer nordwestlich von Arzbach verläuft die B 49 Gießen–Koblenz.

Radwanderwege[Bearbeiten]

Durch Arzbach führt der Deutsche Limes-Radweg. Dieser folgt dem Obergermanisch-Raetischen Limes über 818 km von Bad Hönningen am Rhein nach Regensburg an der Donau.

Bildung[Bearbeiten]

In Arzbach gibt es einen Kindergarten sowie die Grundschule „Limesschule“. Die nächstgelegenen weiterführenden Schulen sind in Bad Ems die Adolf-Reichwein-Förderschule, das Goethe-Gymnasium und die Schiller-Realschule plus.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Arzbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 41 (PDF; 2,3 MB)
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006 (PDF; 2,1 MB), Seite 167
  5. Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Gemeinderat