Wachturm

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Wikipedia:Hauptseite
Dieser Artikel erläutert Bauwerke, die Wachturm genannt werden, für die religiöse Zeitschrift der Zeugen Jehovas siehe Der Wachtturm verkündigt Jehovas Königreich.
alter Grenzwachturm der Berliner Mauer
alter Grenzwachturm der Berliner Mauer
Verlassene Postentürme der GSSD-Kaserne Leipzig-Möckern
Verlassene Postentürme der GSSD-Kaserne Leipzig-Möckern
Rekonstruierter Wachturm am Limes südöstlich von Arzbach im Westerwald, auch Stefansturm genannt.
Rekonstruierter Wachturm am Limes südöstlich von Arzbach im Westerwald, auch Stefansturm genannt.
Rekonstruierter römischer Wachturm aus Holz (bei Lorch)
Rekonstruierter römischer Wachturm aus Holz (bei Lorch)

Ein Wachturm bzw. Wachtturm ist ein Bauwerk, das einem Posten einen Überblick über ein Areal ermöglichen soll. Dieser Posten kann rein ziviler Natur sein (zum Beispiel zur Überwachung von Waldgebieten in Bezug auf Brände), häufig ist er aber eher der Bewachung eines Objektes dienend. In letzterem Fall ist der Posten meistens bewaffnet. Grundsätzlich verfügen Wachtürme über geeignete kabellose oder drahtgebundene Fernmeldeeinrichtungen. Wachtürme von Gefängnissen sind häufig Bestandteile der Gefängnismauer.

Wachtürme für die Überwachung von Objekten sind meistens nicht sehr hoch (Bauhöhe unter 20 Meter), während Wachtürme für die Überwachung von Wäldern meistens bis zu 50 Meter hoch sind, da sie die Baumwipfel überragen müssen.

Wachtürme können als Holzfachwerk-, Stahlfachwerk- und Betontürme ausgeführt sein. Es sind auch gemauerte Ausführungen möglich.

[Bearbeiten] Beispiele

Beobachtungsturm an der innerdeutschen Grenze
Beobachtungsturm an der innerdeutschen Grenze

[Bearbeiten] Historisches

In früherer Zeit wurden Wachtürme vermehrt eingesetzt, um einerseits Gebiete, aber auch Orte zu überwachen, vor allem im Hinblick auf eine etwaige Brandgefahr. Das rechtzeitige Erkennen und Melden derartiger Gefahren war zur Verhinderung von Feuersbrünsten besonders wichtig.

Außerdem waren viele Wachtürme Teile eines Kommunikationssystems. Dazu wurden die Türme in Sichtabstand errichtet. Damit konnten durch Feuer- oder Rauchzeichen schnell Botschaften über große Distanzen übermittelt werden. Solche Anlagen gab es zum Beispiel entlang dem Limes des Römischen Reichs oder in Form der Kreidfeuer im südöstlichen Österreich zur Zeit der Türkeneinfälle.

Im Spätmittelalter wurden einzelstehende Wachtürme den Mauerringen großer Städte in der Sichtdistanz von Signalzeichen vorgelagert. Solche Beobachtungsposten werden als Warttürme oder (Feld-)Warten bezeichnet.

[Bearbeiten] Siehe auch

Wiktionary
 Wiktionary: Wachturm – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik
Persönliche Werkzeuge