Wakeboard

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Wakeboard, Smith Mountain Lake, Virginia, Vereinigte Staaten
Wakeboarder in den USA

Ein Wakeboard ist ein Wassersportgerät in Form eines Brettes, das an die Füße geschnallt wird, um damit auf dem Wasser zu gleiten. Der Fahrer steht seitlich zur Fahrtrichtung auf dem Brett. Er wird von einem Boot oder einer Seilbahn gezogen.

Der Name Wakeboard lässt sich von der von den Motorbooten erzeugten künstlichen Welle, der so genannten Wake (engl.: Kielwasser) herleiten, die die Wakeboarder als Absprungrampe (Kicker) verwenden. Die Sportart heißt Wakeboarding oder eingedeutscht auch Wakeboarden oder Waken.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Grundlagen

Entstanden ist das Wakeboarden in den 80er Jahren als Mischung aus Wasserski und Wellenreiten. Wenn die Surfer während einer Flaute auf passende Wellen gewartet haben und Langeweile aufkam, haben sie sich manchmal auf dem Surfboard von einem Motorboot ziehen lassen. An Wasserskiliften, die auch „Cables/Cableways“ genannt werden, ist mittlerweile Wakeboarden ohne Boot möglich. Ein Motorboot/Jetski zieht einen Wakeboarder normalerweise mit 35 bis 39 km/h, die Seilbahnen mit 30 bis 32 km/h. Wettkämpfe werden sowohl an Booten als auch an Seilbahnen durchgeführt.

Zu den wichtigsten Eigenschaften eines Wakeboards gehören der/die Rocker (Biegungen), die Channels (Führungskanäle), der Shape (die Form des Boards) sowie die Arten der Finnen. Wakeboards sind zwischen 111 und 147 cm lang und ca. 38 bis 50 cm breit.

[Bearbeiten] Biegung eines Wakeboards

Der „Rocker“ beschreibt die Form bzw. Biegung eines Wakeboards. Sogenannte „3-stage-Rocker“-Wakeboards sind am vorderen und hinteren Ende nach oben hin abgewinkelt.

Schematische Darstellung: 3-stage-Rocker

Neben 3-stage-rockern gibt es auch Boards, die eine kontinuierliche Biegung haben. Hier spricht man von „continuous rocker“. Wakeboards mit continuous rocker versprechen schnelle, weiche Rides und einen guten Pop. Wakeboards mit continuous rocker sind gut zum Carven geeignet, gerade bei weichem, glattem Wasser.

Schematische Darstellung: Continuous Rocker

[Bearbeiten] Organisation

In Deutschland ist der Deutsche Wasserski- und Wakeboardverband e. V. (DWWV) der vom Deutschen Sportbund anerkannte Spitzenverband aller den Wasserski- und Wakeboardsport betreibenden Vereine.

International wurde der Internationale Weltverband für Wasserski und Wakeboarden (IWWF) 1967 vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) anerkannt. Der IWWF ist unter anderem für das Regelwerk und die Schiedsrichterausbildung verantwortlich.

[Bearbeiten] Geschichte

Seit 2005 ist Wakeboarden bei den World Games vertreten. Nominierungen für die Worldgames erfolgen durch die dem IWWF zugehörigen Nationalen Verbände.

Am 4. Juli 2011 hat das IOC Wakeboarden als eine von sieben Sportarten auf die sog. „Short List“ für die Olympischen Spiele 2020 gesetzt, von denen dann eventuelle neue Disziplinen ausgewählt werden. Die endgültige Entscheidung ob und welche der Sportarten aufgenommen werden fällt 2013 in Buenos Aires.[1]

[Bearbeiten] Technik

Der Boarder erreicht die Höhe für seine Sprünge durch gezielten Druckaufbau und den Zug der Anlage nach oben, der ihn in die Luft katapultiert und ihm Zeit für Drehungen (Rolls) und Grabs gibt. Diesen Druckaufbau nennt man „Cut“, ein Trick mit Board über dem Kopf ist ein „Invert“. Verschiedene Anlagen sind mit künstlichen Hindernissen (funbox, box, kicker, rail, slider = engl. Obstacles) für Tricks versehen.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Wakeboarding – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Neue Sportarten auf Shortlist für Olympia 2020 auf der Seite des Deutschen Olympischen Sportbundes; Abgerufen am 4. November 2011
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