Deutscher Olympischer Sportbund

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Deutscher Olympischer Sportbund
Logo Deutscher Olympischer Sportbund seit 2014.svg
Gründung: 20. Mai 2006 (1895 als NOK)
Gründungsort: Frankfurt am Main
Präsident: Alfons Hörmann
Vereine (ca.): 91.000
Mitglieder (ca.): 28 Millionen
Verbandssitz: Otto-Fleck-Schneise 12
60528 Frankfurt am Main

ab 23. Juni 2014 für ca. 2 Jahre
Siemensstraße 14
63263 Neu-Isenburg
Homepage: www.dosb.de
Einfahrt zum DOSB

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB), die Dachorganisation des deutschen Sports, entstand am 20. Mai 2006 durch den Zusammenschluss des Deutschen Sportbundes und des Nationalen Olympischen Komitees für Deutschland. Der DOSB zählt mehr als 27,5 Millionen Mitgliedschaften in mehr als 91.000 Sportvereinen. Mitgliedsorganisationen des DOSB sind 16 Landessportbünde, 62 Spitzenverbände sowie 20 Sportverbände mit besonderen Aufgaben. Präsident war von 20. Mai 2006 bis 16. September 2013 Thomas Bach. Nach seiner Wahl zum IOC-Präsidenten übernahm Hans-Peter Krämer als amtierender DOSB-Präsident den Vorsitz[1]. Der DOSB ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Frankfurt am Main.[2] Seit dem 23. Juni 2014 hat der DOSB ein Übergangsquartier in Neu-Isenburg bezogen.[3]

Präsidium[Bearbeiten]

Präsident des DOSB ist Alfons Hörmann. Weitere Mitglieder des DOSB-Präsidiums: Christa Thiel (Vize-Präsidentin Leistungssport), Walter Schneeloch (Vizepräsident Breitensport/Sportentwicklung), Gudrun Doll-Tepper (Vize-Präsidentin Bildung und Olympische Erziehung) und Ilse Ridder-Melchers (Vize-Präsidentin Frauen und Gleichstellung), Ingo-Rolf Weiss (Vorsitzender der Deutschen Sportjugend), Michael Vesper (DOSB-Generaldirektor), Christian Breuer (Vertreter der Athletinnen und Athleten), Claudia Bokel (IOC-Mitglied).

Gründungsgeschichte[Bearbeiten]

Logo des DOSB bis 2014
Historische Entwicklung deutscher Sportdachverbände und Nationaler Olympischer Komitees

Der DOSB entstand aus dem Zusammenschluss von Deutschen Sportbund (DSB) und Nationalem Olympischen Komitee für Deutschland (NOK). Ziel war die einheitliche Vertretung eines der größten gesellschaftlichen Bereiche der Bundesrepublik Deutschland und die bessere Durchsetzung der Interessen der den DOSB tragenden Verbände und Vereine.

Die Satzung des DOSB wurde in den beiden Hauptgremien von NOK und DSB in einer gemeinsamen Sitzung am 10. Dezember 2005 in Köln verabschiedet. Gemäß diesen Beschlüssen wurde die Fusion der beiden Verbände über eine Neugründung des DOSB erreicht. Die beiden bisherigen Verbände beschlossen im Rahmen der Sitzungen am 10. Dezember 2005 sich selbst aufzulösen.

Um eine tragfähige Führungsriege für den DOSB zu finden, wurde eine fünfköpfige Findungskommission gebildet, der die Verbandspräsidenten Theo Zwanziger (Fußball), Clemens Prokop (Leichtathletik), Klaus Schormann (Moderner Fünfkampf) und Wolfgang Rittmann (Billard) sowie als Vertreter der Landessportbünde Ekkehard Wienholtz (Schleswig-Holstein) angehörten. Die Kommission sprach sich im März 2006 einstimmig für Thomas Bach als DOSB-Präsidenten aus. Der frühere nordrhein-westfälische Minister für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport Michael Vesper (Bündnis 90/Die Grünen) erhielt im September 2006 einen Fünfjahresvertrag als Generaldirektor des DOSB.

Finanzierung[Bearbeiten]

Der Deutsche Olympische Sportbund finanziert sich aus Mitgliederbeiträgen, Projektmitteln für den Spitzensport aus dem Bundeshaushalt, Vermarktungslizenzen sowie Lotterieeinnahmen. Auf Länder-, Städte-, und Gemeindeebene wird der Sport mit erheblichen Mitteln unterstützt, zum Beispiel durch den Bau und die Unterhaltung von Sportstätten.[4]

Interessenvertretung[Bearbeiten]

„Der Deutsche Olympische Sportbund vertritt die Interessen seiner Mitgliedsverbände gegenüber Bund, Ländern und Gemeinden und in allen gesellschaftspolitischen und kulturellen Bereichen. Dazu gehört die Zusammenarbeit mit gesellschaftspolitischen Institutionen wie Kirchen, Parteien, Wohlfahrtsverbänden, kulturellen Einrichtungen, Gewerkschaften und Wirtschaftsorganisationen.“

Bund.de[5]

Preise und Ehrungen[Bearbeiten]

Seit 2008 vergibt der Verband die Ehrenmedaille des deutschen Sports (auch DOSB-Ehrenmedaille genannt).[6]

Preisträger

Darüber hinaus gibt es als weitere Preise und Ehrungen den DOSB-Ethik-Preis, die DOSB-Ehrennadel, den Preis Pro Ehrenamt, den DOSB-Wissenschaftspreis, den Preis Trainer/Trainerin des Jahres, die Auszeichnung Hochschule des Spitzensports, die Auszeichnung Eliteschule des Sports, den Gleichstellungspreis, der Deutsche Schulsportpreis, den dsj-Zukunftspreis, die IOC-Trophy, die Sportplakette des Bundespräsidenten sowie den Fair Play Preis.[6]

In Kooperation mit der Commerzbank vergibt der DOSB seit 1986 das Grüne Band für vorbildliche Talentförderung im Verein,[7] zusammen mit den Genossenschaftsbanken den Großen Stern des Sports.

Mitgliedsverbände[Bearbeiten]

16 Landessportbünde[Bearbeiten]

62 Spitzenverbände[Bearbeiten]

(33 olympische (Olympic Rings Icon.svg) und 29 nichtolympische)

20 Verbände mit besonderer Aufgabenstellung[Bearbeiten]

Individualmitglieder[Bearbeiten]

  • 2 IOC-Mitglieder
  • 15 Persönliche Mitglieder

Mitgliedschaften und internationale Mitwirkung bei Dritten[Bearbeiten]

Der DOSB wirkt in folgenden Gremien mit:

Kampagne „Bewegung gegen Krebs“[Bearbeiten]

2014 haben der DOSB, die Deutsche Krebshilfe und die Deutsche Sporthochschule Köln erstmals gemeinsam die bundesweite Präventions-Kampagne „Bewegung gegen Krebs“ gestartet. Die flächendeckenden Plakataktionen sowie Veranstaltungen in den vielfältigen Sportvereinen werden von Prominenten unterstützt: Olympia-Siegerin Britta Heidemann, Fußballweltmeister Wolfgang Overath und TV-Moderatorin Shary Reeves. Alle drei sind Ehren-Botschafter der gemeinnützigen Kampagne.[8] Mit dem DOSB hat die Deutsche Krebshilfe dabei einen starken Partner gefunden, der sich seit vielen Jahren für mehr Bewegung und eine gesunde Lebensweise engagiert. In einer Erfolgsbilanz erklärten die Kooperationspartner im November 2014, die gemeinsame Kampagne habe gezeigt, welche vielfältigen und kreativen Angebote zur Prävention in den 91.000 Sportvereinen in Deutschland umgesetzt werden.[9]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Deutscher Olympischer Sportbund – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thomas Bach als DOSB-Präsident zurückgetreten – Hans-Peter Krämer übernimmt Amtsgeschäfte bis zur Neuwahl
  2. Impressum des DOSB.
  3. [1]
  4. Bund.de: Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB)
  5. Bund.de: Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB)
  6. a b DOSB: Preise und Ehrungen. Online auf dosb.de, Aufruf: 30. Oktober 2014.
  7. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatWas ist das „Grüne Band“? Deutscher Olympischer Sportbund, o.J., abgerufen am 23. Januar 2014.
  8. Presseerklärung der Deutschen Krebshilfe vom 11. März 2014
  9. Vereine unterstützen Kampagne "Bewegung gegen Krebs", Presseerklärung vom 27. November 2014