Walter Odington

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Walter Odington (* im 14. Jahrhundert) war ein englischer Mönch, Mathematiker und Musiktheoretiker.

Odington lebte als Benediktinermönch in Evesham und Oxford. Er schrieb neben zwei astronomischen Abhandlungen die Schrift De speculatione musices. Odington gibt in seinem Musiktraktat als einer der ersten das Verhältnis der reinen Terz als 5:4 an und bezeichnet sie als concordes discordie'.

In der Tradition der pythagoreischen Konzonanztheorie erklärt er den Ditonos mit der Proportion 81:64 als dissonant und erwähnt hierbei, dass die meisten dieses Intervall wegen der Nähe zum Intervall mit der Proportion 5:4 für konsonant halten.[1]

Erst Ramis de Pareja[2] setzte erstmals die reine Terz mit der Proportion 5:4 an die Stelle des Ditonos mit der Proportion 81:64.

  1. Wilfried Neumaier: Was ist ein Tonsystem. S. 215, Quellen und Studien zur Musikgeschichte von der Antike bis in die Gegenwart Nr.9 Verlag Peter Lang. Frankfurth a.M · Bern · New York 1986
  2. Ramis de Pareja, Bartolomé, musika practica, 1. Traktat, Kapitel 2, Bologna 1482, ed. Wolf, Leipzig 1911

Weblinks[Bearbeiten]