Wegerichblättriger Natternkopf

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Wegerichblättriger Natternkopf
Wegerichblättriger Natterkopf (Echium plantagineum)

Wegerichblättriger Natterkopf (Echium plantagineum)

Systematik
Kerneudikotyledonen
Asteriden
Euasteriden I
Familie: Raublattgewächse (Boraginaceae)
Gattung: Natternköpfe (Echium)
Art: Wegerichblättriger Natternkopf
Wissenschaftlicher Name
Echium plantagineum
L.

Der Wegerichblättrige Natternkopf (Echium plantagineum) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae).

Eine andere regionale Bezeichnung war im 19. Jahrhundert Ochsenmaul (Mark Brandenburg).[1]

Beschreibung[Bearbeiten]

Der Wegerichblättrige Natternkopf ist eine ein- oder zweijährige oder ausdauernde krautige Pflanze. Er wird 20 bis 60 Zentimeter hoch und ist weichborstig behaart. Die lang gestielten und eiförmig-spateligen Grundblätter sind in einer wegerich-ähnlichen Rosette angeordnet. Sie besitzen eine erhabene Nervatur und werden bis 14 Zentimeter lang.

Die sitzenden Stängelblätter haben einen herzförmigen Grund und umfassen den Stängel bis zur Hälfte. Die Krone wird 18 bis 30 mm lang und ist blau, später purpurrosa und von breit-trichterförmiger Form. Zwei der fünf Staubblätter ragen aus der Blüte heraus. Die warzigen Früchte sind Nüsschen.

Die Blütezeit reicht von April bis Juli.

Die Pflanzen sind frostempfindlich und darum in Deutschland meist einjährig. Aussaat ab März (frostgeschützt) oder nach letztem Frost im Freiland. Blütezeit Ende Juni bis August, bei später Aussaat bis Oktober.

Vorkommen[Bearbeiten]

Die mediterrane Art ist im gesamten Mittelmeerraum und Teilen Westeuropas (im Norden bis Südwestengland) sowie auf den Kanaren, Azoren und Madeira verbreitet. Als Standort werden Wegränder, trockene Brachflächen und Sandböden in Küstennähe bevorzugt.

Die Art ist in den USA heimisch geworden. Bekannt sind Bestände in Teilen der westlichen Bundesstaaten wie Kalifornien und Oregon, aber auch im Norden von Michigan. Oregon führt die Art in Liste A und Liste T als schädliches Unkraut (Invasive Art). Die Vorkommen (erstmals 2003 entdeckt) sind lokal begrenzt und stehen unter Beobachtung bzw. werden eingedämmt (Stand 2012). Die Bevölkerung ist aufgerufen neue Verbreitungsgebiete der Pflanzen zu bekämpfen und zu melden.[2]

In Australien gehört diese Pflanze zu den invasiven Arten. Die Einfuhr ist streng verboten.[3] Besonders der Süden des Kontinents ist betroffen. In den Dürremonaten wächst die Art besser als anderes Grünfutter. Pferde fressen die Pflanzen und bekommen durch die Pflanzengifte einen chronischen Leberschaden. Nach einem großen Buschfeuer in Canberra Anfang 2003 fand die Art beste Wuchsbedingungen vor, was die Erkrankungsquote bei den Pferden deutlich erhöhte. Die meisten Pferde versterben sechs Monate nachdem sie die Pflanzen fraßen.[4]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Dankwart Seidel: Blumen am Mittelmeer. Treffsicher bestimmen mit dem 3er-Check. BLV, München 2002, ISBN 3-405-16294-7.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Echium plantagineum – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Georg August Pritzel, Carl Jessen: Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Neuer Beitrag zum deutschen Sprachschatze. Philipp Cohen, Hannover 1882, S. 138, online (aber Textstelle verdeckt und nicht gescannt).
  2. Paterson's Curse. Oregon Department of Agriculture – Noxious Weed Control Program, 2008 (englisch). Abruf 20. Oktober 2013.
  3. Klaus Wegmann: Pflanzen als Einwanderer nach Australien. Vortrag, 2001, Text online (PDF; 64 kB). Abruf 20. Oktober 2013.
  4. Murray Gardner (Hrsg.): Paterson's curse poisoning in horses. (PDF; 300 kB) In: Animal Health Surveillance – Quarterly Report, Volume 8, Issue 4, S. 10, Deakin ACT 1. Oktober 2003, (englisch), ISSN 1445-9701 (online), ISSN 1445-9582 (gedruckt). Abruf 20. Oktober 2013.