Weißer Affodill

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Weißer Affodill
0 Asphodelus albus - Samoëns (3).JPG

Weißer Affodill (Asphodelus albus)

Systematik
Monokotyledonen
Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
Familie: Grasbaumgewächse (Xanthorrhoeaceae)
Unterfamilie: Affodillgewächse (Asphodeloideae)
Gattung: Affodill (Asphodelus)
Art: Weißer Affodill
Wissenschaftlicher Name
Asphodelus albus
Mill.

Der Weiße Affodill (Asphodelus albus) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Affodill (Asphodelus) in der Unterfamilie der Affodillgewächse (Asphodeloideae).

Merkmale[Bearbeiten]

Der Weiße Affodill ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 120 cm erreicht. Er besitzt fleischige, rübenartig verdickte Rhizome. Der Stängel ist aufrecht, röhrig und meist blattlos. Die Grundblätter sind von graugrüner Farbe, gekielt und messen 15 bis 60 × meist 1 bis 2 (0,5 bis 3) Zentimeter.

Es wird ein dichter, unverzweigter oder nur wenige kurze Äste aufweisender Blütenstand gebildet. Die häutigen Tragblätter sind schwarzbraun bis dunkelbraun. Die zwittrigen Blüten sind trichterförmig. Die Perigonblätter messen 15 bis 24 × 2,5 bis 5,5 Millimeter und sind weiß oder blassrosa gefärbt, mit einem dunkleren Mittelnerv.

Die Blütezeit reicht von Mai bis Juli.

Die eiförmigen Kapselfrüchte sind meist 8 bis 10 (6,5 bis 13) Millimeter lang.

Vorkommen[Bearbeiten]

Der Weiße Affodill kommt im gesamten Mittelmeerraum[1] auf sonnigen Wiesen, Felsrasen, in offenen Gehölzen und auf Brandstellen in Höhenlagen von 0 bis 2200 Meter vor. Er bevorzugt nährstoffreichen, kalkhaltigen Boden.

Nutzung[Bearbeiten]

Der Weiße Affodill wird selten als Zierpflanze für Rabatten, Staudenbeete und große Steingärten genutzt. Er ist seit spätestens 1596 in Kultur. Die Bergbauern an den Naturstandorten gruben die unangenehm riechende Knolle aus. Aufgrund dieses Geruchs sollen Keller und Lagerräume, in denen Affodilknollen ausgelegt waren, ungezieferfrei geblieben sein.

Belege[Bearbeiten]

  •  Xaver Finkenzeller, Jürke Grau: Alpenblumen. Erkennen und bestimmen (= Steinbachs Naturführer). Mosaik, München 2002, ISBN 3-576-11482-3.
  •  Eckehart J. Jäger, Friedrich Ebel, Peter Hanelt, Gerd K. Müller (Hrsg.): Exkursionsflora von Deutschland. Begründet von Werner Rothmaler. Band 5: Krautige Zier- und Nutzpflanzen, Springer, Spektrum Akademischer Verlag, Berlin/Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8274-0918-8.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Weißer Affodill (Asphodelus albus) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatNatur-Lexikon.com: Naturlexikon Weisser-Affodill. In: www.natur-lexikon.com. 4. Juni 2013, abgerufen am 4. Juni 2013.