Weizensteinbrand

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Begründung: Keine Beschreibung, kaum Infos zum Pilz, nur zum Schadbild in der Landwirtschaft --Ak ccm (Diskussion) 04:44, 16. Feb. 2014 (CET)
Weizensteinbrand
Tilletia caries (DC.) Tul. & C. Tul..JPG

Weizensteinbrand (Tilletia caries)

Systematik
Unterabteilung: Ustilaginomycotina
Klasse: Ustilaginomycetes
Ordnung: Brandpilzartige (Ustilaginales)
Familie: Tilletiaceae
Gattung: Tilletia
Art: Weizensteinbrand
Wissenschaftlicher Name
Tilletia caries
(DC.) Tul. & C. Tul.

Der Weizensteinbrand (Tilletia caries) ist ein parasitischer Pilz, der Weizen befällt. Befallssymptome zeigen sich etwa ab der Blüte. Später erscheinen in den Fruchtständen Brandbutten, die im Gegensatz zu normalen Körnern aufgrund der enthaltenen Pilzsporen schwarz gefärbt sind. Daraus ergibt sich ein unmittelbarer Ertragsausfall. Der Weizen ist für eine Vermahlung und im Extremfall auch als Futtermittel ungeeignet.

Schadbild[Bearbeiten]

Bereits die Keimblätter könnten kleine chlorotische Flecken aufweisen, die leicht zu übersehen sind. Die Ährenfarbe verändert sich zu blaugrün bis schmutziggrau. Schon ab einem optisch nicht erkennbaren Sporenbesatz von 10.000 Sporen je Korn kann man den Weizensteinbrand riechen. Die Ährenalagen sind oft deutlich gespreitzt und enthalten Brandbutten, die nach Fisch stinken. Die dort enthaltene Sporenmasse ist anfänglich schmierig schwarz und später trocken. Die Länge der Pflanze verkürzt sich etwas, aber nicht so sehr, wie beim Zwergsteinbrand.[1] Dafür bleiben die Halme befallener Pflanzen länger grün. Nach dem Dreschen bleiben die Sporen am Saatgut, besonders dem Bärtchen, äußerlich haften.[2]

Biologie[Bearbeiten]

keimende Sporen

Die Sporen sind in den Brandbutten jahrzehntelang lebensfähig. Sie keimen nach der Aussaat gleichzeitig mit den Körnern. Der Kornkeimling kann bis zu einer Wuchsgröße von zwei Zentimetern infinziert werden. Optimale Infektionsbedingungen herrschen bei fünf bis zehn Grad Celsius. Auf Lehmboden reicht eine geringe Feuchtigkeit aus, Sandboden muss mittel feucht sein und Moorboden braucht eine hohe Feuchtigkeit von 20 bis 60 Prozent.[3]

Gegenmaßnahmen[Bearbeiten]

Um Weizensteinbrand zu verhindern, muss zuerst möglichst reines Saatgut verwendet werden. Dazu muss zuallererst auf einen sauberen Drusch geachtet werden. Gegebenenfalls kann man eine Saatgutbürstmaschine einsetzen, das Saatgut mit heißem Wasser beizen oder Pflanzenschutzmittel auf Basis von Pseudomonas chlororaphis verwenden. Hilfreich sind eine frühe Winterweizenaussaat und eine späte Sommerweizenaussaat sowie Saatgut mit hoher Triebkraft.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bamberg: Der Weizensteinbrand. (PDF-Datei; 118 kB) vom August 2011 m.w.N.
  2. Oekolandbau.de Weizensteinbrand (Tilletia caries), Letzte Aktualisierung: 26. Juli 2010.
  3. Oekolandbau.de Weizensteinbrand (Tilletia caries), Letzte Aktualisierung: 26. Juli 2010.
  4. Oekolandbau.de Weizensteinbrand (Tilletia caries), Letzte Aktualisierung: 26. Juli 2010.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tilletia caries – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien