Whitney Biennial
Whitney Biennial ist eine alle zwei Jahre stattfindende Ausstellung US-amerikanischer zeitgenössischer Kunst, gewöhnlich von jungen und weniger bekannten Künstlern, im Whitney Museum of American Art in New York City, USA. Die erste Ausstellung begann 1932 und wurde zuerst alljährlich durchgeführt. Sie ist eine führende Veranstaltung in der Kunstwelt und bekannt für richtungsweisenden Einfluss.
[Bearbeiten] Geschichte
1987 demonstrierten die Guerrilla Girls aufgrund von vermeintlichem Sexismus und Rassismus gegen die Ausstellung.
Seit 2000 wird der Bucksbaum Award einem Künstler der Ausstellung verliehen.
2002 wurde die Ausstellung WhitneyBiennial.com ins Leben gerufen, die der digitalen Kunst gewidmet ist.
2006 wurde die Ausstellung von Chrissie Iles and Philippe Vergne kuratiert.
Im Jahr 2008 waren die Kuratoren Henriette Huldisch and Shamim M. Momin. Sie fand im Park Avenue Armory statt.
2010 fand die Biennale in den unteren drei Geschossen des Museums statt, kuratiert von Francesco Bonami und Garry Carrion-Murayari.
Die über drei Monate bis 27. Mai 2012 geöffnete 76. Biennale wurde von der sonst bei Whitney für Fotografie verantwortlichen Kunsthistorikerin Elisabeth Sussman zusammen mit dem Autor und früheren Kunstgalerie-Betreiber Jay Sanders kuratiert.[1] Der Schwerpunkt liegt diesmal auf Performance und überhaupt auf den darstellenden Künsten Tanz, Musik und Theater. Auf einer ganzen Etage findet dauerhaft „Action“ zu sämtlichen geöffneten Tageszeiten statt, die anderen sind den traditionellen Formen vorbehalten.[2] Zu den insgesamt 51 gebucht beteiligten Künstlern und Gruppen zählen unter anderem die Indierock-Band Red Krayola und der Filmer Frederick Wiseman. Der Filmemacher Werner Herzog zeigt eine Video-Installation, in der zwanzig fantastische Landschaften des niederländischen Malers und Radierers Hercules Seghers im Mittelpunkt stehen.[2]
„"Die Künstler sind der alten Kategorien Minimalismus, Postminimalismus, Konzeptkunst überdrüssig. Sie wollen Grenzen durchbrechen und suchen in den Seitenwegen der Kunstgeschichte nach interessanten Figuren, in denen sie ihre Vorfahren erkennen."“
– Elisabeth Sussman[2]
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise, Anmerkungen
- ↑ Rezension von Roberta Smith in der New York Times vom 1. März 2012: „A Survey of a Different Color“ 2012 Whitney Biennial
- ↑ a b c Rezension von Sacha Verna in Deutschlandradio Kultur vom 4. März 2012: „Ästhetische Selbstbespiegelung“ - Die New Yorker "Whitney Biennial" untersucht die amerikanische Gegenwartskunst