William Sturgiss Lind

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William Sturgiss Lind (* 9. Juli 1947 in Cleveland, Ohio) ist ein Militärtheoretiker aus den Vereinigten Staaten. Er ist Mitautor der Studie „The Changing Face of War: Into the Fourth Generation“, die das Verhalten nichtstaatlicher Kriegsparteien untersuchte. Lind gilt als Kritiker der in den Kriegen gegen Afghanistan (seit 2001) und den Irak (seit 2003) von Seiten des US-amerikanischen Militärs angewandten Strategie und Taktik.

Leben[Bearbeiten]

Lind schloss 1969 am Dartmouth College summa cum laude ab und erhielt 1971 den Grad des Magister Artium in Geschichte von der Princeton University. Ab 1973 bis 1976 war er Mitarbeiter von Senator Robert H. Taft junior, dem er als militärischer Berater diente. Von 1977 bis 1986 diente er Senator Gary Hart in ähnlicher Funktion. Gemeinsam mit Gary Hart verfasste er „America Can Win: The Case for Military Reform“.

Lind war ein wissenschaftlicher Mitarbeiter des Luftwaffenobristen und Militärstrategen John Boyd, dessen Erkenntnisse, insbesondere die OODA-Loop, wesentlich in die Theorie des Krieges der vierten Generation einflossen.

Außerhalb der Vereinigten Staaten war er als Dozent an der schwedischen und Israelischen Militärakademie tätig.

William S. Lind ist jetzt Direktor des 'Center for Cultural Conservatism' bei der Free Congress Research and Education Foundation, einer konservativen Denkfabrik.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • mit Nightengale, Schmitt, Sutton, Wilson: The Changing Face of War: Into the Fourth Generation.

Weblinks[Bearbeiten]

  • Aaugh!, military.com, 19. Juni 2006, gibt ein typisches Beispiel für Linds Kritik am Vorgehen des amerikanischen Militärs in Afghanistan. Lind arbeitet sowohl die moralischen als auch die militärischen Probleme, die sich aus Luftangriffen und den dabei unvermeidlichen Tötungen Unbeteiligter in Gesellschaften mit starken Klanbindungen bei gleichzeitiger Racheobligation für die Besatzungsmacht ergeben, heraus.